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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Der Liberalismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel I. Die Optimisten. 
351 
der Sozialismus doch wenigstens das Glück der Arbeiter, also der Armen 
erstrebte; — und schädlicher, weil sie schon verwirklicht war und ihre 
erwüstungen offen ausübte, während der andere glücklicherweise noch 
eine Utopie blieb. Indem die französische Schule so zwei Gegner zu gleicher 
°it bekämpfen mußte, fand sie sich in der vorteilhaften Lage, dem Vor 
wurfe der Klassenadvokatie zu entgehen: sie konnte antworten, daß sie 
Ur die Gesamtheit kämpfe. 
Ein hundertjähriger Krieg muß selbstverständlich bei denen, die ihn 
urchgefochten haben, seine Spuren hinterlassen; das genügt, um die 
»apologetischen, normativen und finalistischen“ Tendenzen zu erklären, 
e man der französischen Schule so oft vorgeworfen hat. 
Wie hat sie es angefangen, um die „gesunden Doktrinen“ zu ver 
eidigen, die sie oft leichtfertig mit der Wissenschaft verwechselt hat? 
lerauf kommt es an. Sie sagte sich: das ganze Übel stammt von den 
essimisten. Sie sind es, die durch ihre unheildrohenden Voraussagungen 
en Glauben an die Naturgesetze und an die selbsttätige Organisation 
ein /* ese d sc haft vernichtet und die Menschen dazu getrieben haben, 
besseres Schicksal in künstlichen Organisationen zu suchen. Es ist 
a er vor allem notwendig, um die kritische Schule, den Sozialismus 
ko das Schutzzollsystem zu widerlegen, die Wissenschaft von den 
n ®Promittierenden Lehren Kicardo’s und Malthus’ zu befreien und 
Ks\ ZUWCiSen ’ da ^ ^ re an g e blichen Gesetze der Grundlage entbehren, 
ins T? mm ^ darauf an, zu zeigen, daß die natürlichen Gesetze uns nicht 
dem son dern ins Glück führen, wenn auch hin und wieder auf 
ant . w .ege des Übels; daß die individuellen Interessen nur scheinbar 
es a ^ onist i s ch, in Wahrheit aber dennoch solidarisch sind, und daß 
* ob gen % w ^ e Bastiat sagt, wenn „ein jeder sein Interesse verfolge, 
der e p SK? k berausstellen wird, daß jeder, ohne es zu wollen, den Interessen 
hab > esamt ^ e d dient“. Kurz, die Anhänger der französischen Schule 
en ’ Um den Pessimismus zu widerlegen, sich zu Optimisten gemacht. 
Optim' 6 französische Schule protestiert allerdings gegen den Namen 
^ e cht f en & enau w i c g e g en die Bezeichnung Orthodoxe. Sie würde auch 
r nils naben zu protestieren, wenn wir unter Optimismus den Quietis- 
da <r] h e 8°Etische Zufriedenheit des satten Bürgers, verständen, der 
j 1 , 11 ™: daß in der besten der Welten alles auf das beste eingerichtet 
gewiß' a ^ er durchaus nicht der Fall. Wir haben schon darauf hin- 
v<; rst(4i' n ’ da ^ d lr „laisser-faire“ nicht im Sinne eines „nichts tun“ zu 
"-frei V- 1 ’ sondera im Sinne des englischen Ausdrucks „fair play“, 
V 0 lk s leS bpiel der Kra fr e - Wir haben im Gegenteil auch gesagt, daß diese 
Und Wlrtsch aftler stets unermüdliche Polemiker und Streiter waren 
bfäucli heute sind . Zu allen Zeiten haben sie ihre Stimme gegen Miß- 
di e übY^ben. Ihr Optimismus liegt aber darin, daß sie stets glaubten, 
01 der wirtschaftlichen Ordnung kämen hauptsächlich daher, daß
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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