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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

432 
Viertes Buch. Die Abtrünnigen. 
nicht behaupten, daß ihre Urheber die Relativität der so gewonnenen 
wirtschaftlichen Gesetze verheimlicht hätten. 
Man mag den Anhängern der historischen Schule dafür danken, 
daß sie diesen Charakterzug in einem Augenblick klar hervorheben, 
in dem einige Volkswirtschaftler ihn vergessen zu haben schienen. Man 
kann aber behaupten, daß er heute von Allen im vollen Umfang anerkannt 
ist. Wenn sich Knies dazu anschickt, hierauf eine absolute Unterscheidung 
zwischen natürlichen und wirtschaftlichen Gesetzen zu begründen, so 
erscheint dies vielen, vielleicht sogar der Mehrzahl der Volkswirtschaftler 
als ungerechtfertigt 1 ). 
b) Die Anhänger der historischen Schule werfen weiterhin den ersten 
Ökonomisten vor: daß ihre Psychologie eng und ungenügend gewesen sei. 
Adam Smith, Say und Ricardo betrachten das Selbstinteresse als den 
einzigen Beweggrund aller menschlichen Handlungen. Sie bilden sich ein, 
daß der Mensch einzig und allein von der Jägd nach dem Gewinn be 
herrscht sei. Die Anhänger der historischen Schule sagen nun, daß das 
Interesse, sogar in wirtschaftlicher Hinsicht, durchaus nicht der einzige 
Beweggrund menschlichen Handelns sei. Hierin, wie in anderen Dingen» 
gehorche der Mensch den verschiedensten Triebfedern: der Eitelkeit, 
der Ruhmsucht, dem Tätigkeitstrieb, Pflichtgefühl, Mitleid, Wohlwollen, 
der Nächstenliebe, oder einfach der Gewohnheit. Knies sagt: „Den Men- 
sehen unwandelbar und allgemein in seiner wirtschaftlichen Tätigkeit 
nur von eigennützigen Motiven geleitet hinstellen, ist tatsächlich entweder 
gleichbedeutend mit der Ableugnung aller edleren und besseren Motive 
in jeglichem Beginnen des Menschen, oder mit der Lehre, daß jeder Mensch 
so und so viele selbständig nebeneinander wirkende Mittelpunkte seines 
geistigen Lebens habe“ 1 2 ). 
Daß die Klassiker im persönlichen Interesse (nicht im Egoismus, 
wie Knies sagt, indem er diesem Wort einen erniedrigenden Sinn gibt)’ 
den Ursprung und die grundlegende Erklärung der wirtschaftlichen Tat 
sachen gesehen haben, wird niemand bestreiten. Die Anhänger der histo 
rischen Schule scheinen sich aber auch hier getäuscht zu haben, indem 
sie ihrer Beobachtung eine viel zu große Tragweite gaben. Damit be 
schäftigt, die Wirklichkeit in ihrer ganzen komplizierten Zusammensetzung 
zu erfassen, und mehr für das Spezielle und Charakteristische als f lir 
das Allgemeine und Universelle interessiert, haben die Anhänger der histo 
rischen Schule vergessen, daß die Volkswirtschaft als Wissenschaft di 
wirtschaftlichen Tatsachen als Massentatsachen betrachtet. Die klassi 
sehen Volks Wirtschaftler bemühten sich das Allgemeine, nicht das Jn 
dividuelle zu studieren. Und ist denn im Wirtschaftsleben, wenn ma> 
1 ) Gewisse Schriftsteller geben jedoch eine vollständige Assimilation nich 
Z. B. Wagner, Grundlegung, Bd. I, S. 335. 
2 ) Knies, op. cit., S. 232.
	        

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Niederlande. Mittler, 1926.
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