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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel II. Der Staatssozialismus. 
449 
deutend erschienen, daß sie darin eine wirklich neue Doktrin gesehen 
haben, der sie in den verschiedenen Ländern verschiedene Namen, wie 
»Staatssozialismus“ oder „Kathedersozialismus“ in Deutschland, „Inter 
ventionismus“ in Frankreich, gegeben haben. 
In Wirklichkeit haben wir es hier nicht mit einem ökonomischen 
System eigentlichen Sinnes zu tun, sondern mit einer Auffassung der 
praktischen Politik, zu der man von den verschiedensten theoretischen 
Gesichtspunkten aus gelangen kann. Die Frage nach den Grenzen der 
Kegierungstätigkeit in der Güterproduktion und Verteilung ist eins der 
bedeutendsten Probleme der Wirtschaftspolitik; mit Unrecht sieht man 
aber in ihm eine grundlegende wissenschaftliche Frage, die gestatten würde, 
die Volkswirtschaftler gemäß den verschiedenen Lösungen, die sie ihr 
geben, zu klassifizieren. Es ist klar, daß diese Lösungen nicht nur von rein 
ökonomischen Betrachtungen abhängen, sondern auch von sozialen und 
politischen Rücksichten, dem besonderen Begriff, den man sich von dem 
allgemeinen Interesse macht, und von dem Vertrauen, das die Natur und 
die Form der Regierung zu jeder Zeit und in jedem Lande einflößen 1 ). 
Ebenso klar ist, daß diese Frage sich stets von Neuem erheben wird so 
lange, als eine Gesellschaft und eine Regierung bestehen werden, und daß 
Sle beständig neue Antworten erfordern wird, die sich den neuen Um 
ständen, die die Geschichte schafft, anpassen müssen. 
Wie erklärt sich nun die außerordentliche Bedeutung, die in einem 
pgebenen Augenblick diese Frage in der Geschichte der Doktrinen er 
jagt hat? 
Wenn die Debatte stets auf dem Boden geblieben wäre, auf den 
bMiTH sie gestellt hatte, würde sie aller Wahrscheinlichkeit nach nicht 
einem so leidenschaftlichen Streit Anlaß gegeben haben. Hatte doch 
ßiöTH das Laisser-faire hauptsächlich auf Grund rein wirtschaftlicher Ar 
gumente verteidigt. Unter dem wachsenden Einfluß des politischen In 
dividualismus und Liberalismus trat jedoch fast überall an die Stelle dieser 
uitifachen und wohl überlegten Theorie des Laisser-faire ein prinzipielles 
iß trauen gegen den Staat, während die Überlegenheit der Einzelpersonen 
wirtschaftlicher Faktoren sogar außerhalb der Bedingungen 
er Konkurrenz und des Ansporns des persönlichen Interesses 
Ur alle Schriftsteller zu einem Axiom wurde. 
^ Kiese Art und Weise, die Frage anzusehen, tritt ganz besonders bei 
öastiat hervor. Für ihn ist der Hauptcharakterzug der Regierung nicht 
<Jle Vertretung der Kollektivinteressen, sondern die Tatsache, daß sie 
b b So sagt Dupont-White an einer Stelle, daß der Staat eigentlich erst seit 1789 
Schl' r Der Sfcaat ’ den er mit allen Tu g endel1 ausstattet, ist daher, unter Aus- 
p ‘ucöiing aller anderen, der konstitutionelle, liberale und demokratische Staat. Der 
ior j? iSt kann sich eine derartige Einschränkung erlauben. Bei einem Geschichts- 
sc her oder einem Theoretiker wäre sie nicht statthaft. 
Gl de und Rist, Gesell, d. Volkswirtschaft!. Lehrmeinungen. 2. Aufl. 29
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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