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Bibliographic data

fullscreen: Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
  • Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen lebens im ganzen
  • Index

Full text

174 Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen Lebens im ganzen. [1932 
icht genähert; in anderer aber von ihm sich entfernt. Das freie Getriebe der Kon⸗ 
kurrenz hat auf allen Teilen des Marktes, der Preisbildung, der Geldzahlung, der 
Kreditgewährung dem Egoismus des einzelnen kleine und große Gewinnmöglichkeiten 
eröffnet, die im Widerspruch zum Gesamtinteresse ausgenüht werden können und in 
dem Maße mehr ausgenützt werden, als gemeine Habsucht und rücksichtsloser Erwerbs— 
trieb waltet, als Ehrlichkeit, Treu und Glauben ins Wanken kommen. Ich führe nur 
einiges aus der Entwickelung des Geldwesens, der Kreditwirtschaft, der Preisbildung 
und Spekulation an. 
Ein gut geordnetes, stabiles Gelde und Münzwesen haben bis jetzt eigentlich nur 
die bestregierten Staaten, und meist auch sie erst im letzten Jahrhundert bekommen. 
Früher waren Münzverschlechterung, Eindringen fremder Münze, zeitweiser Münzmangel 
eigentlich stets an der Tagesordnung, und diese Umstände haben immer wieder durch 
die Wertschwankungen der Münze, durch wucherische sich daran knüpfende Praktiken 
fälschend und störend auf Produktion und Absatz, Einkommensverteilung und Konsum— 
tion zurückgewirkt (Vergl. 5 164 —168). Stets war und noch heute ist jeder Wechsel 
im Werte des cirkulierenden Mediums eine Erscheinung, welche tief in die bestehenden 
Absatzverhältnisse und die Einkommensverteilung eingreift. (Vergl. 8 182 -1826). Noch 
sttärker tritt Derartiges ein, wenn ein Staat durch übermäßige Ausgabe uneinlöslichen 
Papiergeldes erst die Preise in die Höhe treibt und nachher bei Wiedereinziehung des— 
elben fie wieder herabdrückt. (Vergl. 8S 182 b.) Die Ungleichmäßigkeit, mit der jede solch' 
allgemeine Geldwerts- und Preisänderung die einzelnen und die verschiedenen Klassen 
trifft, erzeugt stets eine Summe gleichsam irrationeller Gewinne und Verluste, die eine 
olötzliche starke Anderung der Nachfrage, des Konfums, bei einer gewissen Stärke und 
Wendung eine Absatzstockung erzeugen. 
Der Kredit und seine Organisation ist in der modernen Volkswirtschaft das In— 
sttrument der Ansammlung und Verteilung des Kapitals; die Zinsfußbewegung, be— 
onders die kaufmännische hängt von ihm ab. Die Kreditvermittler und die Banken 
wollen durch die Kreditgewährung Gewinne machen und müssen ihr Kapital so nützen; 
aber sie haben durch etwas höheren oder niedrigeren Zinsfuß, durch erschwerte und er— 
eichterte Kreditgewährung den ganzen Gang der Produktion, des Handels, der Speku— 
lation, der Preisbildung bis auf einen gewissen Grad in den Händen, wie wir oben 
S. 215) schon sahen. Sie können Angebot und Nachfrage nie voll meistern, haben 
fich ihnen anzupassen; aber sie können durch richtige und falsche Kreditgewährung, durch 
richtige und falsche Diskontpolitik die einzelnen Bewegungen und Oscillationen von An— 
zebot und Nachfrage stets beeinflussen. Sie waren sich dessen früher nicht bewußt und 
berschärften dadurch die Krisen sehr; jetzt verzichten die großen Notenbanken lieber auf 
den höchsten augenblicklichen Gewinn und treiben eine dem Gesamtinteresse angepaßte 
Diskontopolitik. So lange die Produzenten, Händler, Spekulanten nur auf ihr eigenes 
Kapital angewiesen sind, bewegt sich ihre Aktion stets in engeren Grenzen; sobald sie 
über die doppelten bis zehnfachen Summen durch den Kredit verfügen, werden sie sehr 
viel kühner, waghalsiger, gewinnlüsterner; sie verlieren viel leichter die Nüchternheit 
und die Vorficht. Und das geschieht umsomehr, wenn die Kreditgeber nicht fragen, 
ob das einzelne Geschäft gesund sei, sondern nur, ob sie daran höhere Prozente 
verdienen. 
Wir haben oben gesehen, wie jede neu ausgebildete Kreditform, Giro, Wechsel, 
Roten, Report und Deport zunächst vielfach zu falschem, zu übermäßigem Gebrauch führte, 
zum Hüljsmittel für falsche Preisbildung und falsche Spekulgtionen wurde. Die Aus— 
bildung des Kredits hat stufenweise die Üüberspekulation und Überproduktion, die Absatz- 
stockungen und Krisen vermehrt. Erst langsam und nach und nach haben die Kredit— 
oxgane gelernt oder fsind durch die Gesetzgebung dazu gezwungen worden, neben ihrem 
Gewinn die Gesamtinteressen ins Auge zu fassen, in der Kreditgewährung vorsichtig zu 
werden; sie find jetzt mehr und mehr die Organe geworden, welche durch ihre Politik 
die Krisen einzuschränken fich bemühen. Am weniagsten ist es noch bezüglich der Effekten— 
pekulation gelungen.
	        

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Verkehr, Handel Und Geldwesen. Wert Und Preis. Kapital Und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung. Duncker & Humblot, 1904.
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