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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

502 
Viertes Buch. Die Abtrünnigen. 
Hier begegnet die MARx’sche These einem Widerspruch mit den Tat 
sachen, der die Ausleger des Meisters zur Verzweiflung getrieben hat, 
und auch ihm selbst keine kleine Verlegenheit gewesen ist, wenn man 
nach der mühseligen Erläuterung urteilen darf, durch die er jene Antinomie 
'aufzulösen versucht 1 ). 
Marx antwortet, daß in der Tat die Höhe des Profits für alle Kapi 
talien eines Landes gleich ist, daß aber diese Höhe sich bildet als Durch 
schnitt aller Unternehmungen, — mit anderen Worten, daß die Höhe des 
Profits die sei, die eintreten würde, wenn alle Unternehmungen eines 
Landes, unter Beibehaltung der Verhältnisse zwischen ihren variablen 
und konstanten Kapitalien, nur eine einzige bilden: eine Art nationalen 
Trust. Hierbei handelt es sich nicht um einen einfachen, statistischen 
Durchschnitt, sondern um einen Durchschnitt, der durch die Konkurrenz 
allen Unternehmungen aufgezwungen wird 2 ). Hieraus ergibt sich nun 
eine unerwartete Folge! Die Unternehmungen nämlich, in denen das 
variable Kapital vorherrscht, wie z. B. in der Landwirtschaft, müssen, 
da die Höhe ihres Profits auf den Durchschnitt zurückgeführt wird, viel 
Weniger erhalten als den Mehrwert, auf den die Zusammensetzung ihrer 
Kapitalien ihnen zu rechnen gestatten sollte. — Daher nennt sie auch 
Marx „Unternehmungen niederer organischer Zusammensetzung“. " 
Im Gegenteil dazu erhalten die Unternehmungen, bei denen das konstante 
J ) Diese Erklärung findet sich besonders in den nach seinem Tode veröffentlichte! 1 
Bänden des Kapital. 
Allerdings hatte Marx diesen Widerspruch in seinem ersten Bande bemerkt 
und für die Erklärung auf die folgenden Bände verwiesen. Er schreibt (Kapital- 
S. 285—286, I. Aufl.), nachdem er behauptet hat, daß die Mengen der Mehrwerte iu 
direktem Verhältnis zu der Proportion an variablen Kapitalien, die in den Betrieben 
stecken, stehen: „Dies Gesetz widerspricht offenbar jeder auf den Auge«' 
schein gegründeten Erfahrung. Jedermann weiß, daß ein Baumwollspinner 
der die Prozentteile des angewandten Gesamtkapitals berechnet, relativ viel kon 
stantes und wenig variables Kapital anwendet, deswegen keinen kleineren Gewinn 
oder Mehrwert erbeutet als ein Bäcker, der relativ viel variables und wenig konstantes 
Kapital in Bewegung setzt. Zur Lösung dieses scheinbaren Widerspruchs bedarf eS 
noch vieler Mittelglieder, wie es vom Standpunkt der elementaren Algebra viele 1 
Mittelglieder bedarf, um zu verstehen, daß eine wirkliche Größe darstellen kann- 
Obgleich sie das Gesetz nie formuliert hat, hängt die klassische Ökonomie instinktiv 
daran fest, weil es eine notwendige Konsequenz des Wertgesetzes überhaupt ist. 
Wahrscheinlich ist Marx nicht sehr mit seiner Erklärung zufrieden gewesen- 
da er die Bände, in denen er sie zu formulieren sucht, nicht selbst herausgegeben bat- 
a ) Nehmen wir, wie in dem vorhergehenden Beispiel an, daß A und B alle In 
dustrien ihres Landes vorstellen: die Nationalindustrie würde dann aus 900 pln s r 
variablem und aus 100 plus 900 konstantem Kapital zusammengesetzt sein, also n® 
ganzen aus 2000 bestehen. Wenn wir nun annehmen, daß der Mehrwert 100% ( fur 
das variable Kapital) sei, so wird der Gosamtm ehr wert 900 plus 100, oder 1000 erreich® 1 - 
was für ein Gesamtkapital von 2000 einen Gewinnsatz von 50% ausmacht.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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