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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

594 
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit. 
ebenso wie es die Aufgabe eines Ingeiiieurs ist, die mögliche Kraftleistung 
einer gegebenen Maschine rechnerisch festzustellen 1 ). 
Die gewichtigste Kritik, die man gegen die Hedonisten gerichtet hat, 
ist, daß sie schließlich nichts entdeckt hätten, was man nicht schon kannte. 
— Jawohl, antworten sie, aber man kannte es nur schlecht, man bewies 
es nicht, sondern behauptete es nur. Der Beweis ungewisser oder geahnter 
Wahrheiten stellt einen nicht weniger bedeutsamen Beitrag zum wissen 
schaftlichen Fortschritt vor, als die wirkliche Entdeckung. Die voll 
kommenste aller Wissenschaften, die Astronomie, ist nur so vorwärts 
gekommen. Wohl behaupteten die klassischen Volkswirtschaftler z. B., 
daß die Herrschaft der freien Konkurrenz der bestmögliche Zustand sei, 
aber sie konnten weder nachweisen, warum, noch unter welchen Bedingungen. 
Die mathematischen Volkswirtschaftler haben nun das Warum gefunden: 
— nämlich weil diese wirtschaftliche Ordnung das Maximum an Befrie 
digung und das Minimum an Opfern für jeden der Austauschenden ver 
wirklicht. Das Gleiche gilt auch für die sogenannten Gesetze des Angebotes 
und der Nachfrage, des Einheitspreises, der Produktionskosten, des 
Lohnes, der Zinsen, der Rente usw. Es ist sicherlich eine Leistung, diesen 
intuitiven Behauptungen * 2 ), die nichts als formlose und unbestimmte 
Theorien waren, die Kraft eines unwiderleglichen Beweises gegeben zu 
haben. Dieser Homo oeconomicus, den man verlacht, ist nur ein Skelett, 
aber gerade dieses Skelett gestattet der Wissenschaft, wie dem organischen 
Wesen, zu stehen und zu gehen! Für die Entwicklung der nationalökono 
mischen Wissenschaft liegt hierin ein Fortschritt, der dem vergleichbar 
ist, der in der biologischen Entwicklung den Übergang der Wirbellosen 
zu den Wirbeltieren bezeichnet. 
Mag dies alles sein! Ein letzter Einwurf, oder doch ein Zweifel bleibt 
aber übrig, nämlich ob die Wissenschaft, auch wenn sie diese Wahrheiten 
für endgültig nachgewiesen hält, wie die Hedonisten glauben, so viel 
Gewinn daraus ziehen kann, wie sie annehmen. 
Die Hedonisten erweisen sich nicht gerade als allzu bescheiden in 
bezug auf die Vorzüge ihrer Methode: sie sind hier nicht frei von einem 
dogmatischen Hochmut, der an die utopistischen Sozialisten und selbst 
an Fourier gemahnt: so z. B. wenn Prof. Böhm-Bawerk erklärt, daß 
die neuen Theorien über die Produktionskosten für die Nationalökonomie 
J ) Ebenso kann man bei den amerikanischen Volkswirtschaftlem feststellen, 
daß die hedonistische Methode Volle Unabhängigkeit des Programms verbürgt. Wenn 
sie den Professor Clark zu einer gewissen Rechtfertigung der bestehenden wirtschaft 
lichen Ordnung und zum Glauben an die Wirksamkeit der freien Konkurrenz geneigt 
macht, so führt sie Professor Patten zu einem ausgesprochenen Interventionismus, 
der dem List’s ziemlich ähnlich ist. 
2 ) Die Volkswirtschaft wird mit dem Tage eine Wissenschaft werden, an dem 
sie sich dazu zwingt, „das naehzuweisen, was sie sich bis heute begnügt hat, allgemein 
zu behaupten“ (Walras, Kconomie Politique pure, S. 427).
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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