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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel III. Die Solidaristen. 043 
Solidarität zu aller Zeit und an allen Orten zum innerlichen Erlebnis 
werden muß.“ 1 ) 
Man mußte aber noch einige Zeit warten, bis dieser neue Gedanke 
die Aufmerksamkeit des Publikums und sogar die der Volks Wirtschaftler 
auf sich zog. Vielleicht würde er niemals fruchtbar gewirkt haben, ebenso 
wenig wie das Saatkorn im Gleichnis, das auf den steinigen Weg gefallen 
ist, wenn nicht eine Menge überall neu auftauchender Tatsachen in einer 
Art von Anschauungsunterricht den Solidarismus verbreitet hätten. 
Diejenige dieser Tatsachen, die vielleicht am lebhaftesten die Ge 
müter erregte, und von allen solidaristischen Rednern zu einer wirkungs 
vollen Illustration benutzt wurde, zu einer Reklame in feurigen Buchstaben, 
war die Mikrobiologie. Zu allen Zeiten wußte man sehr wohl, daß es über 
tragbare und epidemische Krankheiten gab, und stets hatten sie die Men 
schen mit Schrecken erfüllt. Es wirkte aber wie ein elektrischer Schlag, 
als man erfuhr, daß die gefährlichsten, wenn nicht alle Krankheiten, vom 
Menschen auf den Menschen durch unsichtbare Bazillen übertragen werden, 
so daß die Mehrzahl aller derjenigen, die da glauben, eines natürlichen 
Todes zu sterben, in Wirklichkeit von Ihresgleichen getötet worden sind. 
Man hörte mit Entsetzen, daß der Schwindsüchtige, früher der sympathische 
Held vieler sentimentaler Romane, jeden Tag Milliarden von tödlichen 
Keimen aushustet, deren Menge genügen würde, eine Stadt zu entvölkern, 
oder daß eins der Kinder der königlichen Familie Englands gestorben sei, 
weil es einen Anzug getragen habe, der von einem Schneider, dessen Kind 
an Scharlachfieber krank lag, in Hausarbeit angefertigt worden war. 
Zu erwähnen ist noch, daß diese pathologische Solidarität jeden Tag durch 
die Vermehrung und größere Schnelligkeit des Verkehrs verstärkt wird. 
Es war viel mehr Aussicht dafür vorhanden, daß der in Mekka aufgenommene 
Pestbazillus während der langen Reise der Karawanen durch die Wüste 
zugrunde ging, als dies in Zukunft auf der Eisenbahn der Fall sein wird, 
die den Pilger in einigen Stunden durch die Wüste trägt. Der Reisende zu 
Euß oder zu Pferde von gestern war sicherlich weniger der Gefahr ausgesetzt, 
Bazillen aufzunehmen, als der, der auch nur für einige Minuten mit der 
Stadtbahn fährt. 
Auch die Soziologie hat ihren Teil an Tatsachen und Theorien bei 
getragen. Sie hat geglaubt, nachweisen zu können, daß die alte Erzählung 
vom Magen und den Gliedern der genaue Ausdruck der Wirklichkeit sei, 
daß jede Gesellschaft einen „Organismus“ darstelle, und zwar genau im 
Sinne dieses Wortes und infolgedessen auch mit der gleichen engen Soli 
darität aller Teile, wie sie zwischen den Organen desselben Körpers besteht. 
End diesen Vergleich führt sie mit ernsthaftester Genauigkeit oder mit 
O Discours sur l’Esprit positif. Und in seinem Cours de Philosophie 
spricht Comte sich selbst die etwas offenherzige, aber sehr verdiente Anerkennung aus: 
>:Eine wirkliche grundlegende und durchaus moderne Auffassung. 
41*
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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