Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Die Begründer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel I. Die Physiokraten. 
55 
höheren Auffassung des Tausches führen als die Physiokraten sie hatten. 
Da der Wert nur in der Befriedigung eines Bedürfnisses liegt, so schafft 
der Austausch, der gleichzeitig zwei Bedürfnisse befriedigt, zwei Werte. 
Das Bezeichnende des Austausches besteht ja gerade darin, daß jede der 
beiden Parteien das, woran sie Überfluß hat, gegen das, was ihr fehlt, 
eintauscht; das aber, was sie im Überfluß hat, ist für sie ohne Nutzen 
und daher ohne Wert, während das, was ihr fehlt, für sie einen großen 
Nutzen und folglich einen großen Wert vorstellt. Jeder erscheint daher 
am Markt mit einer ihm nutzlosen Sache und verläßt ihn mit einer nütz 
lichen 1 ). Folglich ist die Behauptung der Physiokraten, daß der Tausch 
niemanden Nutzen bringt, oder zum mindesten, daß der Gewinn des einen 
den Verlust des anderen bedeutet, vollkommen falsch. Wohl versuchen 
die Physiokraten und besonders Le Tkosne eine Erwiderung, aber infolge 
der Gründe, die wir oben gegeben haben (Sl 52), konnten sie nicht zu 
einem Verständnis dieses subjektiven Charakters des Wertes gelangen. 
Diese Theorie sollte noch einen anderen Grundirrtum der Physio 
kraten berichtigen und die Wissenschaft einen weiteren großen Schritt 
vorwärts bringen, indem sie eine Erklärung der Produktion gab. Wenn 
der Wert nur im Nutzen, und der Nutzen selbst nur in einer bestimmten 
Beziehung zwischen den Dingen und unseren Bedürfnissen besteht: was 
Beißt erzeugen dann anderes, als diese Beziehung zwischen den Dingen 
und unseren Bedürfnissen schaffen ? Stellt nun aber die Natur, der Boden 
diese Beziehung her? — Sehr selten. „Sie bringt hauptsächlich Dinge 
hervor, die für uns nutzlos sind und von denen wir keinen Gebrauch 
Aachen können. (Eine gedankenvolle Bemerkung, die den Enthusiasmus 
der Physiokraten für die alma parens stark hätte abkühlen müssen I) 
Durch die menschliche Arbeit erhalten die Dinge erst Formen, die sie 
nützlich machen. — Erzeugen bedeutet: Stoff umformen 8 ).“ Welcher 
Unterschied besteht dann aber zwischen der landwirtschaftlichen und 
industriellen Produktion ? Keiner. Die eine wie die andere formt nur das, 
Was besteht, um 3 ). 
Weiterhin führt Condillac sehr gut aus, daß, gerade so wie die 
Industriearbeiter und die Grundeigentümer von den Landwirten abhängig 
b i,Die Annahme, daß man stets Wert gegen Wert tauscht, ist falsch. Im Gegen- 
jeder der Tauschenden gibt stets etwas Geringeres für etwas Mehrwertiges. — 
Der Vorteil ist gegenseitig, woher es wohl kommt, daß man von einem Tausch „Wert 
«egen Wert“ spricht. Man ist aber wenig folgerichtig vorgegangen, denn gerade deshalb, 
Veil der Vorteil gegenseitig ist, hätte man schließen müssen, daß jeder weniger für 
©ehr gibt“ (Op. cit. S. 55/56). Man vergleiche dieses Zitat mit dem von Le Trosne 
'k- 30, Anm. 2), und man wird die psychologische Überlegenheit bemerken. 
■) Op. cit. I. Teil, Kap. IX. 
3 ) „Wenn die Erde mit Erzeugnissen bedeckt sein wird, so wird es doch nicht 
® e hr Substanz als vorher geben; sie hat nur neue Formen, und in diesen Formen 
es teht eben der ganze Reichtum der Natur*- (Op. cit., ibid.).
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Zollgesetze Der Österreichisch-Ungarischen Monarchie Nach Dem Gegenwärtigen Stande Der Gesetzgebung Nebst Allen Auf Die Einhebung Und Verwaltung Der Zölle Bezug Habenden Vorschriften Und Erlässen. Beck, 1871.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.