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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Vorwort zur ersten Ausgabe. 
V 
bleme auftauchen lassen, die der Theoretiker zu lösen hat, und sie in einem 
anderen Augenblick wieder zum Verschwinden bringen; sicherlich wechseln 
diese Probleme je nach den Epochen und Ländern. Es kann kein Zweifel 
darüber bestehen, daß die ganz besondere wirtschaftliche Lage Englands 
am Anfang des 19. Jahrhunderts die Gedanken Ricardo’s auf die Boden 
rente und die Notenemission gerichtet hat. Ohne das Auftreten der 
Maschinen, ohne die parallel verlaufende Entwicklung der Großindustrie 
und des Proletariats, ohne die Häufung der Krisen wären die Lehren 
eines Sismondi und eines Karl Marx sicherlich nicht entstanden. Wenn 
heute die Theorie des Monopols immer mehr die Aufmerksamkeit der 
Volkswirtschaftler auf sich zieht, so darf man annehmen, daß die Ent 
wicklung der Trusts und der Kapitalsyndikate, die uns immer mächtigere 
und zahlreichere Monopole vorführen, hieran nicht unbeteiligt ist. 
Aber wenn man das auch Alles zugibt, so muß man doch auf der 
anderen Seite anerkennen, daß die Tatsachen nicht genügen würden, 
um das Entstehen der Theorien zu erklären, und zwar nicht einmal die 
der Sozialpolitik, und noch weniger die der rein wissenschaftlichen Aus 
legung. Wenn jedoch die Ideen durch Zeit und Milieu bestimmt werden, 
wie soll man es dann erklären, daß das gleiche Milieu und die gleiche Epoche 
gleichzeitig nicht nur heterogene, sondern sogar antagonistische Lehren 
hervorgebracht haben, wie die eines J.-B. Say und eines Sismondi, eines 
Bastiat und eines Proudhon, eines Schulze-Delitzsch und eines Marx, 
eines Francis Walker und eines Henry George! Und mit welchen 
historischen Umständen kann man in Frankreich die Entstehung der 
mathematischen Schule mit Coürnot oder die in drei oder vier verschie 
denen Ländern gleichzeitig erfolgte Entdeckung der Theorie des Grenz 
nutzens in Verbindung bringen? 
Aus diesem Grunde, ohne für die Geschichte der Doktrinen eine 
irgendwie geartete Vorherrschaft zu fordern, — und indem wir, wie wir 
wiederholen, es bedauern, daß die Geschichte der Tatsachen in Frankreich 
allzusehr vernachlässigt wird, — beanspruchen wir für sie das Recht, sich 
als eine Sonderdisziplin darzustellen 1 ). Deshalb wird in diesem Buch 
von der Geschichte der Tatsachen nur insoweit gesprochen werden, wie 
sie uns zum Verständnis des Auftretens oder Verschwindens dieser oder 
jener Lehre oder zur Erklärung des außerordentlichen Glanzes dient, in 
dem die eine oder die andere Lehre in einem gegebenen Augenblick er 
strahlte, und der uns heute in der Entfernung manchmal merkwürdig 
erscheint, — und dann werden wir die Geschichte der Tatsachen auch dort 
heranziehen, wo die Tatsachen mit den Lehren nicht als Ursachen, sondern 
als Folgen verbunden erscheinen. Denn trotz des Skeptizismus Cournot’s, 
*) Über den Nutzen des Unterrichts in der Geschichte der Doktrinen siehe einen 
Aufsatz von Deschamps in der K6f orme Sociale vom 1. Oktober 1902.
	        

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Geschichte Der Großen Amerikanischen Vermögen. Fischer, 1916.
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