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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Die Begründer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

61 
Kapitel II. Adam Smith. 
Gefühle“ kritisiert 1 ). Er wirft ihm im besonderen vor: Wünsche und 
Neigungen, die an und für sich nichts Verwerfliches haben, Las er zu 
nennen. Aber trotz dieser Einschränkung hat die Idee M * N ® EVILEE * 
im Geiste Smith’s ihre Früchte getragen: unermüdlich wiederholt er, daß 
es das persönliche Interesse ist (das in seinen Augen kein Laster vorstellt, 
wenn es auch nur den Namen einer „untergeordneten Tugend verdient) 
das unbewußt und auf natürlichem Wege die Menschheit zum Gluck und 
zum Wohlstände leitet. So ist der Reichtum einer Nation für Smith 
wie für Mandevilce die Wirkung, wenn auch nicht eines „Lasters , so 
doch wenigstens eines natürlichen Instinktes, der an und für sich nich s 
Tugendhaftes hat, und dessen die Vorsehung sich ohne unser Wissen bedient 
um Zwecke zu erreichen, die weit über den Beieich unserer sic e 
hinausgehen. , . _ .. 
Das sind die hauptsächlichsten Schriftsteller, bei denen wir s 
einige der bedeutendsten Ideen ausgedrückt finden, die Smith späterhin 
in ein wirkliches System zu verschmelzen wußte. 
Die Lösung dieser Aufgabe jedoch würde nicht genügt haben, um 
seinem „Wealth of Nations“ ihren einzigartigen Platz zu sichern, bchon 
vor Smith hatte Quesnay und die Physiokraten die volkswirtschaftlichen 
Erscheinungen in ihrer Gesamtheit betrachtet und sie mit einigen ein 
fachen Grundsätzen in Zusammenhang gebracht. Er ist da,her nicht der 
' ers te, der hierin ein wirklich wissenschaftliches Werk geleistet hat. Jedoch 
trit t gerade hierin die Überlegenheit Smith’s ganz besonders hervor und 
gibt uns einen dritten Grund für seinen Erfolg. 
c) Smith verdankt den Physiokraten viel. Er stand zwar, außer 
während seines Aufenthaltes in Paris, 1765, mit ihnen nur m geringem 
Maße in persönlicher Beziehung. Trotz der kurzen Dauer dieser Be 
ziehungen ist ihr Einfluß auf ihn ein tiefgehender gewesen. Wahrscheint c 
bat er nicht alle ihre Werke gelesen; so sind die R6flexions Tu»go s, 
die, 1766 geschrieben, erst 1769 oder 1770 in den Eph6mdridcs du 
citoyen erschienen, ohne Zweifel nicht zu seiner Kenntnis gekommen 
A ber persönlich hat Smith viel mit Tuegot und Quesnay verkehrt, 
seinen Unterhaltungen mit ihnen hat er unmittelbar eine eingehe c. 
Kenntnis ihrer Ideen erlangt, und man kann sich ziemlich genau vorstelie , 
welche auf ihn den größten Eindruck gemacht haben werden. 
, In einer Hinsicht wenigstens hatte Smith nicht notig, sich von ihnen 
belehren zu lassen, nämlich in der Hinsicht auf den ökonomischen Libe 
ralismus, dessen überzeugter Verteidiger er seit langer Zeit war Immerhin 
jat die Übereinstimmung seiner Überzeugungen mit dem glühenden Hau en 
er Physiokraten ihn nur in seinen Ansichten bestärken können. 
, l ) Kap. IV, Teil 2, des 7. Abschnittes der „moral Sentiments“, betitelt: Von 
en Esterhaften Systemen.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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