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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Die Begründer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

62 
Erstes Buch, Die Begründer. 
Dagegen scheint er ihnen ihre so bedeutsame Idee von der Verteilung j 
des Jahreseinkommens zwischen den verschiedenen Klassen des Volkes ; 
entlehnt zu haben. Seine Vorlesungen in Glasgow behandeln vor- j 
herrschend die Frage der Gütererzeugung. In dem Wealth of Kations 
ist der Verteilung ein beträchtlicher Raum eingeräumt. Dieser Unter 
schied läßt sich kaum anders erklären, als durch die genaue Bekanntschaft, j 
die Smith in der Zwischenzeit mit dem Tableau economique und der | 
Theorie des Reinertrages gemacht hat. 
Wenn er ihnen aber einejhrer charakteristischen und folgereichsteß 
Ideen entlehnt hat, so überragt er sie weit in seiner Gesamtanschauung j 
und aus eben diesem Grunde hat er sie so schnell verdrängt. Da die Physio- 
kraten von ihrer Auffassung der Rolle der Landwirtschaft vollständig j 
beherrscht wurden, trübte und verengte sich ihr Gesichtskreis. Sie haben, I 
wenn man so sagen darf, durch ein zu enges Fenster gesehen. A. SmitB 
hat sich von Anfang an in das Zentrum der Erscheinungen gestellt, 
auf den höchsten Punkt, von wo die Aussicht am weitesten und 
klarsten ist. 
Die ökonomische Welt, im Bilde einer großen, von der Arbeitsteilung 
geschaffenen Werkstatt; — die Reichtumserscheinungen, auf eine höher 6 
Einheit zurückgeführt, durch die Betonung eines wesentlich psycho- j 
logischen Beweggrundes: des Wunsches der Menschen nämlich, ihre wirt 
schaftliche Lage zu verbessern; — endlich die Wirtschaftspolitik zuiö 
ersten Male nicht auf das Interesse dieser oder jener Klasse (des Fabri 
kanten oder des Landwirts), sondern auf die Berücksichtigung des allg 6 ' 
meinsten Interesses des ganzen Gemeinwesens gegründet: dies sind d' e 
Hauptgesichtspunkte, die das ganze Werk beherrschen. 
Diese Gesichtspunkte dienen von nun an als Leitfaden durch di« 
Wirrnisse der volkswirtschaftlichen Erscheinungen. Instinktiv fühlten 
die Zeitgenossen, daß die neue Wissenschaft auf diesem Wege keine Gefall 
lief, in einer Sackgasse zu endigen. Zum ersten Male bot man ihnen eine 11 
festen Stützpunkt, von dem aus die verwickelten Interessen der Land' 
Wirtschaft, der Industrie und des Handels ohne Vorurteil betracht^ 
werden konnten. Mit Smith verließ man die „Systeme“ und betrat de” 
Boden der „Wissenschaft“. — 
Um diese drei Punkte werden wir unsere Betrachtung seiner Ide 
gruppieren, um sie, wie folgt, zu untersuchen: 
1. Die Arbeitsteilung; 
2. Die spontane Organisation der ökonomischen Welt unter de® 1 
Einfluß des persönlichen Nutzens; 
3. Die liberale Politik.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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