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Die Frau und die Arbeit

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Bibliographic data

fullscreen: Die Frau und die Arbeit

Monograph

Identifikator:
1029343713
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-72101
Document type:
Monograph
Author:
Schreiner, Olive http://d-nb.info/gnd/118795457
Title:
Die Frau und die Arbeit
Place of publication:
Jena
Publisher:
Eugen Diederichs
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (180 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Frau und die Arbeit
  • Title page
  • I. Parasitimus
  • II. Parasitimus
  • III. Parasitimus (Fortsetzung)
  • IV. Die Frau und der Krieg
  • V. Geschlechtsunterschiede
  • VI. Einige Einwände
  • Contents

Full text

6 
halb des Haufens verbrannter Papiere geschwärzt sei. Er 
fügte hinzu, daß nur noch wenig von den Überbleibseln 
zu verwenden sein dürfte, doch habe er die Fragmente 
gesammelt und werde sie aufbewahren, bis ich die Erlaub 
nis zur Rückkehr erhielte und sie sehen könnte. So er 
fuhr ich, daß mein Buch zerstört war. 
Als der Krieg schon ein paar Monate gewährt hatte, war 
ich — viele hundert Meilen von der Küste und von Jo 
hannisburg entfernt — in einem kleinen, landeinwärts ge 
legenen Dorfe eingeschlossen. Die Flamme des Krieges 
begann eben auch unsere nächste Umgebung zu ergreifen; 
de Wet hatte den Oranjefluß überschritten, und man ver 
mutete ihn nur wenige Meilen von uns entfernt, während 
die britischen Truppen hin- und herstreiften. Ich lebte zu 
jener Zeit in einem kleinen Hause am Rande des Dorfes, 
in einem einzigen Zimmer, das mit einer Tragbahre und 
zwei Kisten möbliert war. Mein kleiner Hund war meine 
Gesellschaft. Sechsunddreißig bewaffnete afrikanische Ein 
geborene bewachten Tag und Nacht Türen und Fenster 
meines Hauses, und ich durfte nur zu Mittag, während be 
stimmter Stunden, ausgehen, um Wasser vom Brunnen zu 
holen oder mir das Nötige zu kaufen. Auch durfte ich 
weder Bücher noch Zeitungen empfangen. Ein hoher, von 
bewaffneten Eingeborenen bewachter Stacheldrahtzaun um 
gab das Dorf; jeder Versuch, hier zu entfliehen, wäre siche 
rer Tod gewesen. Während des ganzen Tages hörte man 
in kurzen Intervallen die Pompongeschütze der Panzerzüge, 
die auf der neun Meilen entfernten Eisenbahnlinie manö 
vrierten, und nachts das Gespräch der bewaffneten Ein 
geborenen, die sich an die Fenster lehnten, und die takt 
mäßigen Schritte und das endlose „Wer da ?“ der Wache, 
die während der langen dunklen Stunden, in denen man 
weder eine Kerze anzünden noch ein Streichholz in Brand 
setzen durfte, die Runde um den Drahtzaun machte. Wenn 
ein Scharmützel in der Nähe stattgefunden hatte, wurden
	        

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Die Frau Und Die Arbeit. Eugen Diederichs, 1914.
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