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Die Frau und die Arbeit

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Bibliographic data

fullscreen: Die Frau und die Arbeit

Monograph

Identifikator:
1029343713
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-72101
Document type:
Monograph
Author:
Schreiner, Olive http://d-nb.info/gnd/118795457
Title:
Die Frau und die Arbeit
Place of publication:
Jena
Publisher:
Eugen Diederichs
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (180 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
V. Geschlechtsunterschiede
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Frau und die Arbeit
  • Title page
  • I. Parasitimus
  • II. Parasitimus
  • III. Parasitimus (Fortsetzung)
  • IV. Die Frau und der Krieg
  • V. Geschlechtsunterschiede
  • VI. Einige Einwände
  • Contents

Full text

114 
wird man bei genauerer Untersuchung finden, daß es sich 
um rein künstlich Erzeugtes handelt, da bei andern Rassen 
oder Klassen dieselben Sexualmerkmale nicht existieren. 
So, wenn im modernen Europa von unwissenden Beurtei- 
lern der Frau eine dem Manne fremde, natürliche Vor 
liebe für farbige Gewänder und Schmuck zugeschrieben 
wird, während die Beobachtung anderer Rassen und ver 
gangener Epochen lehrt, daß der Mann oft noch mehr 
darauf hielt, sich prächtig zu kleiden und mit glänzenden 
Juwelen zu schmücken, oder, wenn bei manchen wilden 
Stämmen der Gebrauch des Tabaks als ein ausschließ 
lich weibliches Prärogativ gilt, während in der modernen 
Gesellschaft das Tabakrauchen mit Männlichkeit in Ver 
bindung gebracht wird.* 
* Die Männer der heutigen wilden Stämme mit ihrer Bemalung, ihren 
Federn, Katzenschwänzen und ihrem Halsschmuck sind unendlich auf 
fallendere, geputztere Erscheinungen als ihre Weiber, selbst wenn diese 
mit Perlen und Armringen zum Tanz geschmückt sind. Die Männer des 
Orients konnten manchmal unter der Last ihres Schmuckes kaum auf 
recht gehen und vor einigen Jahrhunderten waren die Männer Europas 
mit ihren gepuderten Perrücken, Spitzen-Jabots, Manschetten und fal 
schen Edelsteinschnallen, ihren federgeschmückten Dreimastern und 
Schönheitspflästerchen ganz ebenso lächerlich in ihrer Überladenheit wie 
die gleichgestellten Frauen ihrer Zeit oder die parasitischesten Frauen 
der Jetztzeit. Sowohl bei Klasse als Individuum, bei Mann wie Frau ist 
eine starke Vorliebe für Putz und auffallenden Schmuck fast immer die 
unabänderliche Begleiterscheinung und Folge des Parasitismus. Wenn 
die parasitische Frau aus unserer heutigen Gesellschaft verschwinden 
würde, so würde auch jene französische Mode mit all ihren grotesken 
und gezwungenen Formen (die weder schön, noch nützlich, sondern nur 
auffallend sein wollen) aussterben. Das Maß, in dem heute eine Frau, die 
nicht der parasitischen, sondern einer arbeitenden Schicht angehört, den 
Moden der ersteren zu folgen sucht, kann gewöhnlich als fast sicheres 
Zeichen angesehen werden für die Leichtigkeit, mit der sie, sobald die 
Gelegenheit sich bietet, dem Parasitismus anheimfallen würde. Die Nei 
gung der heutigen gebildeten, geistig arbeitenden Frau, eine rationellere 
Art des Anzugs anzunehmen, die weniger geeignet ist, die Aufmerksam 
keit auf sich zu lenken, als Bequemlichkeit zu bieten und den Wegfall 
alles Behindernden, wird oft als ein Versuch sklavischer Nachahmung 
des männlichen Wesens bezeichnet. Tatsächlich aber sind es nur die 
gleichen Ursachen, die gleiche Wirkungen auf menschliche Wesen mit 
gemeinsamen Eigenschaften ausüben.
	        

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Die Frau Und Die Arbeit. Eugen Diederichs, 1914.
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