Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Der Brotwucher

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Der Brotwucher

Monograph

Identifikator:
1029401462
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-178646
Document type:
Monograph
Author:
Kaff, Siegmund http://d-nb.info/gnd/138991537
Title:
Der Brotwucher
Place of publication:
Wien & Leipzig
Publisher:
Perles
Year of publication:
1925
Scope:
80 S
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Der Brotwucher
  • Title page
  • Contents

Full text

3 
Vorwort. 
mittelbar drängenden Probleme Fümmert fih die Wifjenihaft nur wenig 
oder gar nicht oder nur injoweit, als es ihr paßt. Höchftenz daß die 
ftaatsfinanzielle Seite der Sanierung die Federn in Bewegung feßt. 
Inzwijdhen aber Höhlt die Lebensmittelteuerung die innere Kauffrajt der 
Krone mehr und mehr aus. Deshalb jdheint mir der Brotwucher einer 
Beleuchtung wert. Eine langjährige Befchäftigung mit der Brotfrage be- 
rechtigt mich wohl dazı, das Wort zu ergreifen. Schon vor mehr als 
26 Jahren jHyrieb ich in einer Wiener Zeitfchrift (der von Dr. Comund Wen- 
graf herausgegebenen „NMeuen Revue“ vom 15. Mai 1898) über die 
Brotteuerung, die der damalige Marktdirekltor der Stadt Wien Kainz 
bergeben3 zu mildern fuchte. Die Bäckermeifter liefen Sturm und die 
Regierung Jhwieg. Damals fagte ich: 
„Diejes Syftem des Fortjreitenz in der Brotfrage ftatt radialer Maßnahmen, 
wie etwa die Beijtimmung, daß Brot nur nach Gewicht verkauft werden dürfe, oder 
gar die Errichtung einer fommunalen Konkfurrenzbäckerei, weiche fih anlmählih an die 
Stelle der mit veralteter, unbehilflicher Technik arbeitenden und ihre Arbeitsfräfte er- 
barmungslos ausbeutenden Kieinbetriebe zu jeßen Hätte, diejes KHeinliche, aber echt 
öfterreichtfche Syftem kann auf die Dauer nicht befolgt werden, falls man Brotkfrawalle 
nach jpanijihem oder italienijhem Mufter vermeiden will. Anftatt dieje einzig wirk 
jamen Maßregein (Brotverkauf nach Gewicht, Kommunalifierung der Bäckereien) vorzu- 
jchlagen, fuchten die meiften Mitglieder der Approvijionierungskfonferenz, mit Aus- 
nahme des Marktdirekltors, die Mufmerkffamfkeit des Publikums auf eine faljdhe Fährte 
zu lenfen. Sie meinten, daß an den Hohen Preifen des Gebäcks hei geringem Se- 
wichte die Preisfteigerung des Getreides die Schuld trage. Aber die Brotpreife find 
bei niederen SGedreidepreijen fajt ebenjo Hoch als zu Zeiten einer Höheren Bewertung 
des Getreides, Höchftenz daß fih bei niederen Getreidepreijen mehr Bäcker etablieren, 
die dann freilich bei einem Steigen der Getreidepreije in eine fehr fchivierige Lage 
fommen oder auch die Zahlung einftelen müffen, fallz fie nicht durch eine fajt frau- 
dulos zu nennende Behandlung des Konjums fidh entfhäbdbigen. SGeradezu al8 Hohn 
muß e3 empfunden werden, wenn die Gädermeifter die Brotteuerung mit der Begehr- 
Tichfeit der Gehilfen motivieren, mährend die Empörung diejer lebteren wegen des an 
ihrer Arbeitskraft verübten Raubbaues nahe daran ift, einen SGeneralfıreik hHerbeizu- 
führen, ihre phyliiche Degeneration bereitz einen bedenfklidhen Grad erreicht hat.“ 
Da8 war im Jahre 1898. YWber fchon in den Achtzigerjahren war 
die gleihe Klage zu Hören. In dem von Mitgliedern des damaligen 
Deutjhen BVereinz in Wien, dem unter anderen Dr. Viktor UNdler an- 
gehörte, herausgegebenen „Bolitijgen Wörterbuch für die Deutichen in 
Öfterreich“ (1885) ift zu lejen: 
„Die Vorgänge, die fid) bei der Dedung des Brotbedarfes in Wien (und in 
ähnlicher Weifje auch anderwärts) abjpielen, ftünden, was die Approvifionierung betrifit, 
geradezu beijpiello8 da, wenn e8 nicht eine ViehHmarkt- und Fetjchfrage gäbe. Nach 
neueren Erhebungen beträgt zum Beilpiel der Geftehungspreis mancher gewöhnlichen
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Der Brotwucher. Perles, 1925.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.