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Inflation und Geldentwertung

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Bibliographic data

fullscreen: Inflation und Geldentwertung

Monograph

Identifikator:
1029439745
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-72099
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Inflation und Geldentwertung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (126 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Inflation und Geldentwertung
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
  • Zweiter Teil. Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise

Full text

Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise. 
94 
weiteren Steigerung der Löhne vorgebeugt, eine Herabsetzung der 
hohen Löhne eingeleitet und damit ein Einfluß auf die Güterpreise 
gewonnen werden. Und endlich bildet die Verbesserung der Lebens 
haltung eine unumgängliche Voraussetzung für eine erfolgreiche 
Bekämpfung der eingetretenen Arbeitsunlust und ebenso für den 
Übergang zu besseren Arbeitsmethoden, von denen eine Steige 
rung der Produktivität der Arbeit im ganzen erwartet wird 1 ). 
Der Rückgang der Preise kann beschleunigt werden, wenn es 
gelingt, die eingeführten Waren möglichst billig abzugeben, und zwar 
gegebenenfalls dadurch, daß das Reich einen Teil der Einkaufs 
kosten übernimmt. Eine solche Belastung der Reichskasse erscheint 
angesichts der schon bestehenden Finanznot des Reiches auf den 
ersten Blick als eine Unmöglichkeit. Auch könnte man gegen diese 
Geldausgabe anführen, daß die Mittel hierzu in irgendeiner Weise — 
durch Steuern — aufgebracht werden, letzten Endes also doch den 
Einzelwirtschaften zur Last fallen müßten. In Wirklichkeit liegen 
die Dinge jedoch anders. Wenn nämlich der Einkauf durch das 
Reich im Ausland auf Kredit erfolgt, den die Entente oder die neu 
tralen Länder gewähren — und das ist heute der hauptsächlichste 
Weg zur Aufbringung der ausländischen Zahlungsmittel —, dann 
wird das Reich diese Beträge im Ausland einstweilen schuldig, 
während die Reichskasse im Inland aus den Verkäufen sofort bare 
Mittel einnimmt. Die Zuschüsse, die das Reich liefern würde, um 
die Preise für die eingeführten Lebensmittel zu verbilligen, würden 
also keine neuen Geld- oder Kreditaufnahmen im Inland nötig 
machen. Freilich müßte die Tilgung der Zuschußleistungen 
später auf dem Steuerwege erfolgen. Sie tritt als Amortisations 
quote auf die ausländischen Anleihen in die Erscheinung, richtet 
sich also in bezug auf Höhe und Zeit nach den Bedingungen, die für 
die anzustrebende Konsolidierung unserer Auslandsschuld in Geltung 
sein werden. Inzwischen kann aber das Wirtschaftsleben schon in 
Gang gekommen, der Preisabbau eingeleitet sein. Das ist zunächst 
die Hauptsache 2 ). Auch vom Standpunkt der steuerpolitischen 
*) Insbesondere Hirsch, J.: Das Problem der Preisherabsetzung. (Ein un 
gehaltener Vortrag, der demnächst in Schmollers Jahrbuch erscheint.) 
2 ) Durch Beschluß vom 26. Juni 1919 hat die Reichsregierung den Weg 
der Verbilligung der Lebensmittel durch Übernahme eines Teiles der Ankaufs 
kosten aus öffentlichen Mitteln beschritten. Die preußische Eisenbahnver 
waltung hat dem Drängen der Eisenbahnbeamten nach erneuter Erhöhung ihrer 
Bezüge nicht nachgegeben, sondern von der Reichsregierung die Zustimmung
	        

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Inflation Und Geldentwertung. Verlag von Julius Springer, 1919.
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