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Inflation und Geldentwertung

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Bibliographic data

fullscreen: Inflation und Geldentwertung

Monograph

Identifikator:
1029439745
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-72099
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Inflation und Geldentwertung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (126 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Inflation und Geldentwertung
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
  • Zweiter Teil. Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise

Full text

Friedensbedingungen und Geldentwertung. 
119 
werte herzustellen, die außer Landes und der deutschen Volks 
wirtschaft verloren gehen. Das bedeutet, daß der große Mangel 
an Gütern, unter dem die deutsche Volkswirtschaft während des 
Krieges zu leiden gehabt hat, auch in der Zukunft nicht leicht 
oder schnell abgestellt werden kann und wird. Bis zu einem gewissen 
Grade geht daher für Deutschland trotz Einstellung der Kriegs 
handlungen die unselige Kriegswirtschaft mit ihren Folgeerschei 
nungen weiter. Wenn auch die hergestellten Güter nicht mehr, 
wie während des Krieges, überwiegend vernichtet werden, so ver 
lassen sie doch zu einem erheblichen Teil die deutsche Volks 
wirtschaft, ohne dieser dafür Gegenwerte einzubringen. Mit einer 
Ausnahme, die die finanziellen Bestimmungen des Friedensvertrages 
vorsehen: aus den Lieferungen Deutschlands in der ersten Höhe von 
20 Milliarden Goldmark sollen jene Lebensmittel und Rohstoffe be 
zahlt werden, die Deutschland nach Gutachten der Kommission nötig 
hat und empfangen soll, um sein Wirtschaftsleben und seinen Kredit 
soweit aufrechtzuerhalten, daß es imstande ist, seinen Verpflich 
tungen gegenüber der Entente nachzukommen. Der leidige Mangel 
an Waren kann also bestenfalls in nur geringem Maße und auch nur 
allmählich abgestellt werden. Wenn die Waren- und Arbeitsmengen 
in der vorgesehenen Weise an die Entente geliefert werden sollen, 
dann bleibt nur ein mäßiger Spielraum für die Vermehrung der 
für den inländischen Bedarf so dringend notwendigen Güter 
übrig. Von hier aus ist daher für absehbare Zeit nur ein leichter 
Rückgang der Preise zu erwarten. Um so mehr können Störungen 
der wirtschaftlichen Arbeit diesen, dem Inlandsbedarf verbleiben 
den Teil der Gütererzeugung so treffen, daß das mögliche Mehr 
an Gütern wieder verloren geht, die Preisbewegung nach wie vor 
entscheidend von dem mangelnden Angebot beeinflußt wird. 
Von größtem Einfluß auf die zukünftige Preisgestaltung wird 
jedoch die Entwickelung der deutschen Valuta sein. Deutschland 
bedarf zur Steigerung seiner Gütererzeugung und damit auch zur 
Erfüllung seiner riesigen Verpflichtungen vor allem der auslän 
dischen Lebensmittel und Rohstoffe — neben der höchstmöglichen 
Steigerung seiner eigenen Rohstoffgewinnung. Bis zu einem ge 
wissen, noch nicht näher bestimmten Teil will ja die Entente die 
notwendigen Lebensmittel und Rohstoffe aus den ersten 20 Mil 
liarden Goldmark, die Deutschland zu zahlen hat, liefern. Diesem 
Wohlwollen der Entente ist wegen der Bedingungen, die an
	        

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Inflation Und Geldentwertung. Verlag von Julius Springer, 1919.
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