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Inflation und Geldentwertung

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Bibliographic data

fullscreen: Inflation und Geldentwertung

Monograph

Identifikator:
1029439745
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-72099
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Inflation und Geldentwertung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (126 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Inflation und Geldentwertung
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
  • Zweiter Teil. Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise

Full text

Inflation und Steuern. 
43 
leichtert und gefördert — das hingegebene Kapital zurückzuver 
schaffen. Das alles fällt bei der Steuerentrichtung fort. 
In der Praxis der deutschen Kriegswirtschaft mußte freilich eine 
solch weitgehende Steuerpolitik auf nicht geringe Schwierigkeiten 
stoßen. Bei einer Steigerung der indirekten Steuern, die während 
der Kriegszeit aus politischen und wirtschaftlichen Gründen ohnehin 
nur schwer durchzuführen war, konnten die Käufe, wenn nicht der 
gesamte notwendige, entbehrliche und Luxuskonsum in fein abge 
stimmter Weise von der Besteuerung erfaßt wurde, leicht nach den 
von der Steuer weniger betroffenen Bedarfsgütern abwandern und 
hier die Preise steigern. Vor allem konnte der — mit Rücksicht auf 
die Verringerung der Preissteigerungen zu erstrebenden — Konsum 
einschränkung in der Kriegswirtschaft leicht durch Steigerung der 
Einkommen von seiten der Einzelwirtschaften entgegen gewirkt wer 
den. Diese Einkommensteigerungen waren um so leichter durch 
zusetzen, je größer und dringlicher der Heeresbedarf wurde, bei 
dem es je nach der militärischen Lage mehr auf Steigerung der 
Produktion als auf Innehaltung bestimmter Preise und Löhne an 
kommen konnte. Diese Abwälzung der Steuer — letzten Endes 
auf den Käufer der hauptsächlichsten Güter: auf das Reich — 
konnte aber ebensogut und vielleicht noch besser bei den direkten 
Steuern erfolgen. Um ihre Einkommen auf der alten Höhe zu hal 
ten, konnten die Unternehmer in der Zeit der großen Nachfrage 
nach Kriegsgütern die eingetretenen Steuererhöhungen in die Ver 
kaufspreise einkalkulieren, die Arbeiter Lohnerhöhungen durch 
setzen, wenn die Verteuerung der Lebenshaltung mit einer Dring 
lichkeit der Güterherstellung zusammenfiel. Höhere Löhne, höhere 
Preise bedeuteten aber größere Kaufkraft der Arbeiter und Unter 
nehmer und auf der anderen Seite höhere Kosten für den Heeres 
bedarf, höhere Ausgaben für die Staatskasse, wodurch die von 
den Steuern erstrebten Wirkungen auf die Kaufkraft und die 
Preise illusorisch wurden. Deshalb war es nur folgerichtig, wenn 
das Reich versuchte, bei der. Festsetzung der Preise für die wich 
tigsten Güter mitzuwirken. Inwieweit es im einzelnen gelungen 
ist, auch nur die Preise für die eigenen Käufe des Reiches 
auf der durch das Anwachsen der Kriegskosten wie der In 
flation bedingten Höhe zu halten, entzieht sich der genauen 
Kenntnis. Jedenfalls zeigen zahlreiche Einzelfälle, daß selbst in 
England, wo die Kontrolle der Preise und Löhne am schärfsten
	        

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Inflation Und Geldentwertung. Verlag von Julius Springer, 1919.
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