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Inflation und Geldentwertung

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Bibliographic data

fullscreen: Inflation und Geldentwertung

Monograph

Identifikator:
1029439745
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-72099
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Inflation und Geldentwertung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (126 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Inflation und Geldentwertung
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
  • Zweiter Teil. Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise

Full text

Zusammenfassung der Ergebnisse. 
57 
Umlauf außerhalb der Reichsbank Ende 1918 ungefähr 25 Milharden 
Mark betragen haben dürfte, sind zwar formell nach 3 Monaten 
fällig; aber diese Fälligkeit steht im wahren Sinne des Wortes nur 
auf dem Papier. Ihre Einlösung kann, abgesehen von einer Til 
gung durch entsprechende Steuern, regelrecht nur aus einer Um 
wandlung in eine langfristige Anleihe erfolgen, was zur Voraus 
setzung hat, daß genügend anlagesuchendes Sparkapital für diese 
Anleihen vorhanden sein muß. Dieses’ist jedoch schon zu einem 
erheblichen Teil von den bisherigen Kriegsanleihen aufgesogen 
worden. Da endlich in den Kriegsanleihen auch solches Kapital 
steckt, das später wieder in der Produktion, in Handel, Verkehr, 
Schiffahrt, Landwirtschaft und Gewerbe verwendet werden soll, 
so kann man — in dem Bilde von der Bereitstellung — bis zu einem 
gewissen, nicht näher bestimmbaren Grade die in den Kriegs 
anleihen in Höhe von weiteren 88 Milharden Mark aufgestapelte 
Kaufkraft als Armeereserve bezeichnen, die zuletzt in den Kampf 
eingreifen soll — aber auch schon vom Reich verausgabt 
worden ist, ohne daß es dem letzteren möglich wäre, sie so 
fort, etwa aus den damit gekauften Sachgütern oder deren Er 
trägen, zurückzuerstatten. 
In diesem Aufmarsch steht das gewaltige Heer von Kaufkraft 
Gewehr bei Fuß, um bei der ersten sich bietenden Gelegenheit den 
Kampf mit dem Mangel an Waren um die Preise aufzunehmen 1 ). 
Einen Vorgeschmack von def Marschbereitschaft dieser Milliarden 
haben wir schon in der Zeit nach der politischen Umwälzung be 
kommen, als die ängstlichen Leute begannen, ihre Kriegsanleihe 
zu veräußern und dafür Papiergeld und Depositen anzusammeln. 
In der Zeit vom 1. Oktober 1918 bis 31. März 1919 mußten 
über 15 Milliarden Mark Papiergeld neu ausgegeben werden. 
Bis zum 30. Juni 1919 hat sich dieser Betrag um weitere 6 Mil 
harden Mark erhöht. Diese 24 Milliarden sind aber nur ein Teil 
jener Summen, die ein Recht auf Abhebung in „Geld“ in sich 
schließen. 
3. Angesichts der Tatsache, daß ein großer Teil der während 
der Kriegswirtschaft erzeugten Güter nicht dem üblichen und not 
wendigen Konsum oder der auf die Herstellung zukünftiger Kon 
sumgüter bedachten Produktion zur Verfügung gestellt, sondern 
b Von den gleichen Gedankengängen geht ein Aufsatz von Dr. Waller: 
Einanznöte der Gegenwart in der Köln. Zeitung vom 24. April 1919 aus.
	        

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Inflation Und Geldentwertung. Verlag von Julius Springer, 1919.
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