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Inflation und Geldentwertung

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Bibliographic data

fullscreen: Inflation und Geldentwertung

Monograph

Identifikator:
1029439745
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-72099
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Inflation und Geldentwertung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (126 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Inflation und Geldentwertung
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
  • Zweiter Teil. Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise

Full text

Maßnahmen den Zahlungsmittelumlauf betreffend. 
69 
werden können, fließen wirklich Noten aus dem Verkehr zurück. 
Im übrigen ist zwischen Noten und Scheckguthaben in dieser Be 
ziehung kein Unterschied. Je nach dem Ausmaß der an die öffent 
lichen Kassen zu leistenden Zahlungen (Steuern, Anleihen) werden die 
Einzelwirtschaften auch auf ihre Bankguthaben zurückgreifen. — 
Der Einfluß auf die Preise geht nicht von dem von Zufälligkeiten 
abhängigen Rückfluß von Noten und Darlehnskassenscheinen aus, 
sondern von der Minderung und Schmälerung der Kaufkraft der 
Einzelwirtschaften, die eintritt, wenn die öffentlichen Körperschaften 
behufs Rückzahlung ihrer Schulden Steuern einziehen. (Vgl. je 
doch Abschnitt IV.) Lediglich dieser Angriff auf die aufgeblähte 
Kaufkraft kann ermäßigend auf die Preise wirken, wenn nicht mehr 
so viel oder so teuer, wie bisher, gekauft werden kann. Wenn dann 
die Preise nicht mehr so hoch stehen, wenn inzwischen das Ver 
trauen zur Zahlungsfähigkeit des Reiches und zur Wiederbelebung 
der Volkswirtschaft hergestellt, wenn die Steuerfurcht überwunden 
ist, dann können größere Mengen Noten zur Reichsbank und 
den Darlehnskassen zurückströmen. Wie der erhöhte Noten 
umlauf die Folge der Aufblähung der Kaufkraft, der Inflation und 
der hohen Preise ist, kann eine Zusammenziehung des Papiergeld 
umlaufs auch nur die Folge einer Verringerung der Kaufkraft, der 
Inflation und der ermäßigten Preise sein. 
In all den Fällen (1—3) ist die Verringerung des Papiergeld 
umlaufs nicht das Primäre. Vorher kommt die Rückzahlung der 
Kredite aus Mitteln, die die Einzelwirtschaften aufbringen müssen, 
bzw. die Umwandlung mobiler Kaufkraft in eine Kapitalanlage. 
Die Summe des Papiergeldes, die durch diesen Vorgang an die 
Ausgabestelle zurückfließen kann, ist gleich dem Betrag des 
thesaurierten Papiergeldes. Eine darüber hinausgehende dauernde 
Verminderung des Papiergeldumlaufes ist abhängig vom Bedarf 
des Verkehrs an baren Zahlungsmitteln. Dieser geht zurück, wenn 
eine verminderte Kaufkraft und ein vermehrtes Angebot von 
Waren die Preise senkt, wenn der heutige Barzahlungsverkehr 
wieder den gesunden Kredit- und Wechselverkehr in sich aufnimmt. 
So kann die Reichsbank von sich aus unmittelbar nur wenig — 
im Rahmen der Förderung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs — 
tun, um den sich innerhalb dieses Verkehrsbedürfnisses bewegen 
den Notenumlauf einzudämmen. Um so mehr muß sie als Hüterin 
der deutschen Währung (und wenn sie am Abbau der Preise mit-
	        

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Statistik Und Verwaltung Mit Besonderer Berücksichtigung Der Preussischen Verwaltungsreform. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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