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Die Hansestädte und die Kontinentalsperre

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Bibliographic data

fullscreen: Die Hansestädte und die Kontinentalsperre

Monograph

Identifikator:
1029904286
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63374
Document type:
Monograph
Author:
Vogel, Walther http://d-nb.info/gnd/11746435X
Title:
Die Hansestädte und die Kontinentalsperre
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (64 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Die Kontinentalsperre
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Hansestädte und die Kontinentalsperre
  • Title page
  • I. Die Hansestädte und das revolutionäre Frankreich
  • II. Die Kontinentalsperre
  • III. Die Annektion
  • IV. Die Befreiung

Full text

19 
Vizekonsuls Nicholas rechtzeitig nach Glückstadt beordert worden, 
so daß sie den Franzosen entgingen; dafür wurden auf Elbe und 
Weser auch neutrale, schwedische, russische, preußische Schiffe mit 
Embargo belegt. In den ersten Tagen herrschte große Verwirrung, 
zumal die sich überstürzenden französischen Mandate vielfach unklar 
und widerspruchsvoll waren. Bereits am 21. November hatte 
eine Bekanntmachung des Senats die Beschlagnahme englischen 
Gutes, sowie die schriftliche Deklaration aller Gelder und Waren, 
verfügt, die aus englischen Manufakturen herrührten. Alan hatte 
aber anzugeben vergessen, von welchem Datum ab der Gewinn 
aus dem englischen Wareuhandel zu berechnen sei, auch war zunächst 
von einer Beschlagnahme der Kolonialwaren nicht die Rede. Die 
harten Strafandrohungen schüchterten viele derartig ein, daß sie 
in übergroßer Ängstlichkeit auch Kolonialprodukte neutralen Ur 
sprungs deklarierten, andere wieder suchten den Umfang ihrer 
Depots zu verschweigen. Mit Eifer bemühte sich die verstärkte 
Kommerzdeputation, die seit Ende November ständig tagte, Ordnung 
in das Chaos zu bringen. Endlich trat etwas größere Beruhigung 
ein, die Kaufmannschaft atmete auf, als die angedrohte Versiegelung 
der Hamburger Bank aufgeschoben wurde und der Gesandte bef' 
Kommerzdeputation die beruhigende Versicherung gab, der Kaise^ 
sei willens, die Bank (in der damals 90 Millionen Mark Banko^ 
lagerten) „als Heiligtum zu betrachten". 
Eins der Hauptobjekte der französischen Konfiskationsmaßregeln 
war der englische „Court", die seit den Tagen der Königin 
Elisabeth in Hamburg bestehende Faktorei der Merchant Adventurers. 
Die meisten Engländer waren rechtzeitig geflohen, nur sechs ver 
heiratete Courtmitglieder hatten es vorgezogen in Hamburg zu 
zu bleiben, teils weil sie ihrer Familie wegen nicht so schnell fort 
konnte», teils um das Eigentum des Courts zu überwachen. Un 
mittelbar nach dem Einmarsch der Franzosen wurde an letzteres 
die Siegel gelegt, die sechs Zurückgebliebenen erklärte Mortier für 
Kriegsgefangene und ließ ihnen eröffnen, daß man sie deninächst 
nach Verdun transportieren werde. Doch gelang es, zum Teil 
durch Bestechung Bourriennes, einen Aufschub und weitere Kon 
zessionen zu bewirken, sodaß die Courtmitglieder bald über ihr 
persönliches Schicksal beruhigt sein durften. Auch finanziell 
widerfuhr ihnen ganz unverdientes Glück. Das Warenlager des 
2*
	        

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“Wohin Weiter”. Im Selbstverlage des Verfassers, 1914.
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