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Die Hansestädte und die Kontinentalsperre

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Bibliographic data

fullscreen: Die Hansestädte und die Kontinentalsperre

Monograph

Identifikator:
1029904286
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63374
Document type:
Monograph
Author:
Vogel, Walther http://d-nb.info/gnd/11746435X
Title:
Die Hansestädte und die Kontinentalsperre
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (64 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Die Annektion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Hansestädte und die Kontinentalsperre
  • Title page
  • I. Die Hansestädte und das revolutionäre Frankreich
  • II. Die Kontinentalsperre
  • III. Die Annektion
  • IV. Die Befreiung

Full text

liche Schauspiel, daß die Preise für Kolonialwaren in Binnen 
deutschland zwar acht- bis zehnmal so hoch standen als in London, 
daß sie aber trotzdem noch die Preise der von den gewohnten, 
alten Lieferanten dieser Artikel, den Hansestädten, einkommenden 
Waren unterbieten konnten. 
Es ist klar, daß diese unnatürlichen Zustände nicht lange 
dauern konnten. Deutschland, ja ganz Europa befand sich in der 
Verfassung eines Körpers, dem die gewöhnliche Nahrungsmittel 
zufuhr abgeschnitten ist, und in dem der Kreislauf der Säfte stockt. 
Bis zum Jahre 1810 hatte die Widerstandskraft dieses Körpers 
die willkürlichen Eingriffe des großen Kurpfuschers ertragen. Jetzt 
trat die Krisis, der Verfall ein, und er ergriff nicht nur die un 
mittelbar geschädigten Teile, sondern auch die, zu deren Gunsten 
dieses ganze ökonomische Regime eingeführt worden war. Der 
Widersinn nicht des Kontinentalsystems an sich, sondern der ein 
seitigen Bevorzugung Frankreichs rächte sich an ihrem eigenen 
Urheber. 
Die Ironie der Geschichte wollte es, daß die Krisis von den 
mißhandelten Hansestädten ihren Ausgang nahm. Im September 
1810 machte ein altangesehenes Lübecker Handelshaus, das des 
ehemaligen Bürgermeisters und Bankiers Rodde, Bankrott. Die 
Passiven betrugen 2Va Million Mark; einige führende Pariser 
Firmen waren mit IV2 Millionen Franken beteiligt. Als kurz 
darauf auch ein großes Amsterdamer Geschäft fallierte, brach eine 
furchtbare Panik am Pariser Markt aus, von Dezember bis 
Januar häuften sich die Zahlungseinstellungen in Paris, Hamburg 
und in der Provinz. Im Mai trat allmählich Beruhigung ein, 
aber nur, um einer völligen Stockung des Handels Platz zu 
machen, die sich auch in einem starken Rückgang der Staatsein- 
nahnien äußerte. Roch im März 1811 rühmte sich Napoleon in 
seiner obenerwähnten Ansprache an die französischen Industriellen: 
„Seit 1806 habe ich mehr als eine Milliarde an Kontributionen 
hereingebracht. Österreich hat bereits Bankrott gemacht, Rußland 
wird ihn machen und England nicht minder". Er vergaß nur 
hinzuzufügen: „Und dann natürlich auch Frankreich". Das Aus- 
saugesystem hatte die Kaufkraft der Nachbarländer so geschwächt, 
daß wichtige französische Industriezweige sich jetzt dem Ruin gegen 
übersahen.
	        

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Die Hansestädte Und Die Kontinentalsperre. Verlag von Duncker & Humblot, 1913.
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