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Die Hansestädte und die Kontinentalsperre

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Bibliographic data

fullscreen: Die Hansestädte und die Kontinentalsperre

Monograph

Identifikator:
1029904286
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63374
Document type:
Monograph
Author:
Vogel, Walther http://d-nb.info/gnd/11746435X
Title:
Die Hansestädte und die Kontinentalsperre
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (64 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Die Annektion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Hansestädte und die Kontinentalsperre
  • Title page
  • I. Die Hansestädte und das revolutionäre Frankreich
  • II. Die Kontinentalsperre
  • III. Die Annektion
  • IV. Die Befreiung

Full text

52 
halt durch Schmuggeln zu verdienen. In Hamburg beispielsweise 
war es namentlich von den Arbeitern der stillstehenden Zucker 
siedereien bekannt, daß sie sich auf diese Weise durchschlugen. 
Wer nur ein Pfund Kaffee von Altona nach Hamburg unentdeckt 
durch die Douane brachte, hatte einen Tagesverdienst gewonnen. 
Die peinliche Zolluntersuchung, die widerliche Art und Weise, in 
der die Douaniers namentlich die Frauen drangsalierten, trug 
nur dazu bei, einen giftigen Haß gegen die Fremdherrschaft zu 
nähren. Mit Bedenken sahen einsichtige französische Beamte, wie 
die Bevölkerung auf diese Weise demoralisiert wurde, sich daran 
gewöhnte. Recht und Gesetz nicht zu achten. Selbst die bar 
barischen Strafen, die man über die Schmuggler verhängte, machten 
keinen Eindruck auf die arnien Teufel, die der Hunger und die 
Verwilderung zu ihrem Gewerbe trieb. 
In Anbetracht der großen Ausdehnung des Schleichhandels 
hatte man sich bei der Annektion zur Einrichtung von Spezinl- 
gerichtshöfen veranlaßt gesehen, und zwar von Standgerichten 
(6our8 prevotnios) für Schmuggelsachen und von ordentlichen 
Zollgerichten für Unterschleife bei der Verzollung. Auf Schmuggelei 
standen schwere Zuchthausstrafen, bis zu zehn Jahren, und Brand 
markung. Die Einführung dieser Gerichte hatte die Folge, daß 
die Zahl der Verhaftungen und Verurteilungen sich ins ungeheure 
vermehrte. Sprach man doch von 100000 Schmugglern, die in 
diesen Gegenden ihrem dunklen Handwerk oblagen. Die Gefäng 
nisse waren überfüllt, dabei so ungesund, daß die Arrestanten 
massenhaft starben. Aus Mangel an Raum brachte man sie in 
fensterlosen, kalten und feuchten Kellern oder alten Türnien unter. 
In Bremen betrug die Sterblichkeit der Untersuchungsgefangenen 
45 auf 200. Ein großer Teil der zu Zuchthaus Verurteilten 
wurde deshalb nach dem Bagno von Antwerpen abgeschoben. 
Es läßt sich nicht leugnen, daß die französische Herrschaft 
auch manche Verbesserungen mit sich brachte, namentlich aus deni 
Gebiet der Rechtspflege, z. B. in der Vereinfachung des Straf 
prozesses, obwohl das Strafsystem des Oocks psual als eine Ver 
schärfung gegenüber der bisherigen Praxis empfunden wurde. 
Aber selbst wo die französische Verwaltung nüt ihren Neuerungen 
die besten Absichten hatte, erntete sie wenig Dank. Ihr Versuch, 
den Anbau der Zuckerrüben durch Zwang einzuführen, stieß aus
	        

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Die Hansestädte Und Die Kontinentalsperre. Verlag von Duncker & Humblot, 1913.
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