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Anfangsgründe der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Anfangsgründe der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
1030856788
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-60520
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Title:
Anfangsgründe der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Halberstadt
Publisher:
H. Meyer's Buchdruckerei, Abteilung Verlag
Year of publication:
1925
Scope:
1 Online-Ressource (91 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Kapitel I. Bedürfnisse und Arbeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Anfangsgründe der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • Kapitel I. Bedürfnisse und Arbeit
  • Kapitel II. Tausch und Wert
  • Kapitel III. Das Geld
  • Kapitel IV. Eigentum und Erblichkeit
  • Kapitel V. Pacht und Leihen auf Zins
  • Kapitel VI. Lohn und Gewinn
  • Kapitel VII. Wettbewerb und Zusammenarbeit

Full text

14 Anfangsgründe der Volkswirtschaftslehre. 
die erste Tätigkeit der Aneignung, um eine Sache zu der seinen 
zu machen, die, sie in sich aufzunehmen, sie zu verzehren. 
Man braucht nur auf die kleinen Kinder zu achten. Wie 
sie in ihren Fäustchen den Gegenstand, den man ihnen gibt, fest 
halten, und wie sie schreien oder weinen, wenn man ihn ihnen 
abnehmen will. Sie besitzen den Instinkt der Aneignung im 
höchsten Grade. Wie bringen sie ihn zum Ausdruck? Indem 
sie den Gegenstand an den Mund führen, um ihn hinunterzu 
schlucken, weil es kein besseres Mittel gibt, sich einen Gegen 
stand anzueignen als ihn in sich aufzunehmen, ihn in den 
Körper einzuverleiben. Das tun die Tiere auch. Sie kennen 
auch die Aneignung unter dieser Gestalt des sofortigen Ver- 
zehrens. 
Folgendes sagt ein englischer Naturforscher, Thompson 
Selton, in einem Aufsatz des Century Magazine, vom 
Februar 1908, über die Sitten der Tiere: 
„Eines Tages vergnügte ich mich damit, Eichkätzchen 
Nüsse hinzuwerfen; die Nuß fiel zu Boden, sie gehörte noch 
niemand. Da stürzten sich alle Eichkätzchen auf einmal über 
sie her. Aber das erste, das sie mit seinen Zähnen faßte und 
so davon Besitz ergriffen hatte, wurde als rechtmäßiger Eigen 
tümer angesehn. Nach einigen Sekunden konnte sein Recht 
nicht mehr in Frage stehn". 
Hier erscheint die Aneignung nur in Gestalt des Ver 
brauchs. Aber es geht noch einen Grad weiter. Es ist möglich, 
daß das Tier nicht sofort den Gegenstand verzehrt und ihn 
beiseite legt. Es gibt Tiere, die das tun, besonders das Eich 
kätzchen, ebenso der Hund. In diesem Augenblick, wo es sich 
um den Gegenstand handelt, der nicht sofort verzehrt werden 
kann, beginnt der wirkliche Besitz, in jenem Sinne, daß er sich 
auf ein Objekt erstreckt, welches vom Subjekt getrennt ist und 
sich in einer mehr oder weniger bedeutenden Entfernung von 
ihm befindet. 
Hören wir unsern englischen Naturforscher weiter: 
„Wenn es (das Eichkätzchen) Hunger hatte, fraß es sogleich 
die Nuß; wenn es kein Bedürfnis nach Nahrung empfand, 
drehte es sie drei oder viermal im Mäulchen herum und ver 
steckte sie dann in seinem Lager für Wintervorräte". 
Und warum drehte es sie drei oder vier Mal im Mäulchen 
herum? Gerade wie das kleine Kind, von dem ich soeben 
gesprochen habe, das sofort den Gegenstand zum Munde führt, 
weil es ihn herunterschlucken möchte. Indessen ist das Eich 
kätzchen klüger als das Kindchen. Es weiß genau, daß es seine
	        

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Anfangsgründe Der Volkswirtschaftslehre. H. Meyer’s Buchdruckerei, Abteilung Verlag, 1925.
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