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Anfangsgründe der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Anfangsgründe der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
1030856788
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-60520
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Title:
Anfangsgründe der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Halberstadt
Publisher:
H. Meyer's Buchdruckerei, Abteilung Verlag
Year of publication:
1925
Scope:
1 Online-Ressource (91 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Kapitel II. Tausch und Wert
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Anfangsgründe der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • Kapitel I. Bedürfnisse und Arbeit
  • Kapitel II. Tausch und Wert
  • Kapitel III. Das Geld
  • Kapitel IV. Eigentum und Erblichkeit
  • Kapitel V. Pacht und Leihen auf Zins
  • Kapitel VI. Lohn und Gewinn
  • Kapitel VII. Wettbewerb und Zusammenarbeit

Full text

23 
Tausch und Wert. 
In dem Maße zwar, wie die Bedürfnisse verfeinerten 
Grades sind, dehnt sich auch ihre Grenze aus, sie 
dehnt sich fast ins Unendliche. Man kann nicht sagen, wieviel 
Kleinodien oder Spitzen nötig sind, damit eine Frau zum 
Sättigungspunkt gelangt. Doch das Gesetz bleibt giltig. 
Ein anderer Fall, in welchem Tausch leicht ist, selbst beim 
primitiven Menschen — und gerade bei ihm, ist der, wenn 
der Nutzen des besessenen Eigentums nicht unmittelbar ist, 
sondern erst zu einem mehr oder weniger entfernten Zeitpunkt 
verwirklicht werden kann. Dann bewirkt die Kurzsichtigkeit 
des primitiven Menschen, daß er den Gegenstand als für den 
Augenblick unnütz ansieht. Es kommt häufig vor, daß die Ein 
geborenen von Algier, Marokko oder des Orients fast für ein 
Nichts das Getreide herausgeben, das sie für die Aussaat auf 
sparen müßten. Sobald dies erst für das nächste Jahr war, 
dachten sie, der Gegenstand habe keinen großen Nutzen für sie. 
Man berichtet sogar, daß bei gewissen wilden Stämmen an 
den Usern des Amazoneustroms die Kurzsichtigkeit derart ist, 
daß man leicht die Hängematte, in der sie schlafen wollen, 
erwerben kann, wenn man sie früh morgens darum bittet, weil 
der kommende Abend für sie so weit entfernt liegt wie für uns 
2000 Jahre; wenn man aber wartet, bis sie müde sind, werden 
sie sich gegen einen Verkauf sträuben. 
Endlich müssen wir noch eine andere Vorbedingung be 
merken, die geeignet ist, den Tausch zu erleichtern, nämlich 
die, daß der Besitzer des Gegenstands einem gewissen Motiv 
von Freigebigkeit, von Altruismus gehorcht. Nun ist dies ein 
Gefühl, das durchaus nicht etwa das Vorrecht der Zivilisierten 
/ ' bildet -— weit gefehlt. Zu allen Zeiten hat es in jeder mensch 
lichen Seele einen Kain und einen Abel gegeben, die beiein- 
, ander wohnen, und Abel wird nicht immer von Kain getötet, 
| wenn er auch im allgemeinen schlummert. Das erklärt jene 
paradoxe Feststellung, daß in der Wirtschaftsentwicklung das 
Schenken deni Tauschen vorangegangen zu sein scheint — mit 
anderen Worten: der Mensch hat sich leichter dazu entschlossen, 
das Eigentum umsonst herzugeben als unter einer lästigen 
Bedingung. 
Ich behauptete soeben, daß der Diebstahl dem Tausch 
vorangegangen sei, dasselbe können wir auch vom Schenken 
behaupten, und das bringt die menschliche Natur wieder zu 
Ehren. Vielleicht trifft das sogar von den Tieren zu. Ich 
weiß nicht, ob man ihnen nicht das Ehrenzeugnis ausstellen 
könnte, daß sie das Schenken kennen, wenigstens in ihren Fa-
	        

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Anfangsgründe Der Volkswirtschaftslehre. H. Meyer’s Buchdruckerei, Abteilung Verlag, 1925.
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