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Anfangsgründe der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Anfangsgründe der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
1030856788
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-60520
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Title:
Anfangsgründe der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Halberstadt
Publisher:
H. Meyer's Buchdruckerei, Abteilung Verlag
Year of publication:
1925
Scope:
1 Online-Ressource (91 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Kapitel III. Das Geld
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Anfangsgründe der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • Kapitel I. Bedürfnisse und Arbeit
  • Kapitel II. Tausch und Wert
  • Kapitel III. Das Geld
  • Kapitel IV. Eigentum und Erblichkeit
  • Kapitel V. Pacht und Leihen auf Zins
  • Kapitel VI. Lohn und Gewinn
  • Kapitel VII. Wettbewerb und Zusammenarbeit

Full text

36 Anfangsgründe der Volkswirtschaftslehre. 
ich von dem gegenwärtigen Papierfranken spräche! Das ) 
Metallgeld, selbst das Gold, ist wie jene Parfümflaschen, in 
denen im Lauf der Jahre ein Teil ihres Duftes verloren geht, 
wenn sie auch noch so gut verschlossen sein mögen. Auch das 
Geld läßt einen Teil seines Wertes verflüchtigen, doch behält 
es davon trotz allem mehr als irgendeine beliebige sonstige 
Ware. 
Nun aber noch ein anderes Vorrecht des Geldes. 
Weil sein Besitzer sich alles, was er wünscht, verschaffen kann, 
ist er davon befreit, zur Erzeugung seiner Bedürfnisse zu ar 
beiten. Jeder Mensch in dieser Welt schien dem Gesetz der ... 
Arbeit unterworfen zu sein: „Im Schweiße Deines Angesichts 
sollst Du arbeiten" — wer aber jene Ware besitzt, ist von dem 
Gesetz ausgenommen. Ist das nicht ein Vorrecht, genau wie 
das, welches einst den Edelleuten die Steuerfreiheit zubilligte? 
In seinem so schönen Buche: „Die wirtschaftlichen Har 
monien" (Les Harmonies Economiques), worin er vom 
moralischen Gesichtspunkte alle wirtschaftlichen Erscheinungen 
zu rechtfertigen sucht, bemerkt der Volkswirt Bastiat, einer 
der Meister der klassischen optimistischen Schule, die Tatsache, 
daß das Geld seinen Besitzer vom Arbeiten befreit; aber er ist 
gar nicht darüber empört; denn, behauptet er, das Geld selbst 
stellt vollendete Arbeit dar. Man braucht sich nur an den eben 
erläuterten Mechanismus des Kaufs und Verkaufs zu halten, 
und man wird sehn, daß die Menschen sich das Geld nur 
durch den Verkauf beschaffen: was aber können sie anderes 
verkaufen als die Erzeugnisse ihrer Arbeit oder ihrer Dienst 
leistungen? Theoretisch stimmt das. Bastiat fügt noch hinzu: 
Man muß sich vorstellen, daß jedes Geldstück folgende Inschrift 
trüge: Gutschein für die und die vollendete Arbeit, den und 
den erwiesenen Dienst, berechtigt seinen Besitzer zum Anspruch 
auf entsprechenden Gegenwert". Der gegen dieses Geld er 
worbene Wert würde also nur eine Art Einlösung darstellen. 
Und selbst wenn nian sich an das Beispiel von dem auf 
gefundenen Schatz hält, kann man behaupten, daß jedes der 
einzelnen Geldstücke die Arbeit irgendeines Vorfahren dar 
gestellt hat? i 
, Ja, doch beweist nichts, daß jene Geldstücke nicht dem 
jenigen, der sie verdient hatte, gestohlen waren, und daß sie 
nicht von irgendeinem großen Herrn dort deponiert worden 
sind, der sie von seinen Leibeigenen erpreßt hatte. Nur hat 
der Besitz des Geldes jenen Vorteil, daß er von jeder Unter
	        

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Anfangsgründe Der Volkswirtschaftslehre. H. Meyer’s Buchdruckerei, Abteilung Verlag, 1925.
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