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Anfangsgründe der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Anfangsgründe der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
1030856788
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-60520
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Title:
Anfangsgründe der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Halberstadt
Publisher:
H. Meyer's Buchdruckerei, Abteilung Verlag
Year of publication:
1925
Scope:
1 Online-Ressource (91 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Kapitel VII. Wettbewerb und Zusammenarbeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Anfangsgründe der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • Kapitel I. Bedürfnisse und Arbeit
  • Kapitel II. Tausch und Wert
  • Kapitel III. Das Geld
  • Kapitel IV. Eigentum und Erblichkeit
  • Kapitel V. Pacht und Leihen auf Zins
  • Kapitel VI. Lohn und Gewinn
  • Kapitel VII. Wettbewerb und Zusammenarbeit

Full text

86 Anfangsgründe der Volkswirtschaftslehre. 
bauung von Häusern auf sich nahmen, aber ihre schwachen 
Bemühungen haben nicht hindern können, daß dieses öffent 
liche Bedürfnis unbefriedigt blieb. Wieviel weniger noch im 
Augenblick! (Siehe oben S. 67). 
Wieviel andere Beispiele könnte man beibringen! In 
einer kürzlich erschienenen Zeitung berichtete man, daß auf der 
Corniche, das ganze Mittelmeer entlang, man alle Olbäume 
ausgerissen hatte, um sie durch Mimosen-, Rosen- oder Nelken 
pflanzungen zu ersetzen, weil die Blumen größeren Nutzen 
als das Ol abwarfen. Man bedauert das heute übrigens, 
weil seit dem Kriege und bei der allgemeinen Hungersnot 
das Ol mehr im Preise gestiegen ist als die Blumen; aber es 
ist zu spät: der Olbaum wächst nicht so schnell wie ein Rosen 
strauch. 
Soll man von so vielen schädlichen Jndustrieen sprechen, 
die nur durch den Wunsch nach Gewinn erhalten werden, 
ohne daß man sich im geringsten um die wirklichen Bedürf 
nisse des Publikums kümmert, wie z. B. die Alkohol-Erzeugung 
oder die Schmutzliteratur? Die Bolkswirtschaftler werden 
ebenso wie die Unternehmer dieser traurigen Gewerbe sagen, 
es sei nicht ihre Schuld, sie seien keine Morallehrer, und man 
müsse sich an das Publikum halten, das ihre Erzeugnisse ver 
lange. Gewiß, man kann nicht leugnen, daß der Verbraucher 
einen Teil der Verantwortung trägt, und wir wollen ja gerade 
den Verbraucher erziehn; doch muß man zugeben, daß die 
Erzeuger, angestachelt durch den Reiz des Gewinns, dem 
Verbraucher gegenüber die Rolle des Versuchers gespielt haben, 
die Rolle des Satan. Sie haben der Eva und auch dem Adam 
den Apfel gereicht. Was hat jenes wunderbare Lügenunter 
nehmen geschaffen, das in Gestalt von Reklame, öffentlicher 
Ankündigung und Anschlagszetteln unter Aufwand von 
Milliarden, (man spricht von einer Milliarde Dollar jährlich in 
den Vereinigten Staaten) kein anderes Ziel verfolgt, als dem 
Verbraucher künstliche Bedürfnisse einzureden? Es ist die Sucht 
nach Gewinn. Der nationale und internationale Markt ist 
überschwemmt mit Erzeugnissen, die nicht nur unnütz, sondern 
sogar schädlich sind und die die Industrie zum Schaden der Be 
friedigung wesentlicher Bedürfnisse der Menschen ange 
sammelt hat. 
Und selbst wenn die Unternehmer für unsere normalen 
Bedürfnisse sorgen, wird auch da noch ihr Werk unaufhörlich 
durch die Gier nach Gewinn verderbt. Um schneller zu ver 
dienen, hat jeder Kaufmann nur folgende Auswahl: entweder
	        

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Die Theerfarben-Fabriken Der Herren Meister, Lucius & Brüning Zu Höchst a. Main, in Sanitärer Und Socialer Beziehung. Schumacher, 1880.
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