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Die Textilindustrie sämtlicher Staaten

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Bibliographic data

fullscreen: Die Textilindustrie sämtlicher Staaten

Monograph

Identifikator:
1031019537
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-60551
Document type:
Monograph
Author:
Kertész, Adolf http://d-nb.info/gnd/1013269713
Title:
Die Textilindustrie sämtlicher Staaten
Edition:
Zweite Auflage der "Textilindustrie Deutschlands im Welthandel"
Place of publication:
Braunschweig
Publisher:
Druck und Verlag von Fried. Vieweg & Sohn
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XXVI, 741 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
A. Die Textilindustrie der europäischen Staaten
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

16 — 
bei schwerer Arbeit bestraft. Der Unglückliche wurde 
gewöhnlich mit Leidensgefährten zusammengekettet und 
gezwungen, an den Landstraßen zu arbeiten. Straßenbettel 
war durch harte Gesetze verboten; Armut war tatsächlich 
ein Verbrechen. Stahl der Arme, so war er ein geborener 
Verbrecher; stahl der Reiche, so konnte das Gericht „die 
verbrecherische Absicht nicht erkennen“. Dafür lassen sich 
Hunderte von Beweisen beibringen; z. B. Samuel Swartwout, 
der lange Zeit im New Yorker Hafen Steuereinnehmer war 
und gleichzeitig in Landspekulationen arbeitete. 1838 stellte 
sich heraus, daß er der Regierung I 222 705 Dollar ge- 
stohlen und verspekuliert hatte. Eine Zeitlang entzog er 
sich der Justiz, dann erklärte man ihn für ein „Opfer der 
Umstände“ — im Gefängnis saß er niemals. 
Mit Geld war alles zu machen. Der Besitzende konnte 
jedes Verbrechen begehen, Mord nicht ausgeschlossen — 
gegen Bürgschaft kam er frei. Was aber geschah mit dem 
Armen? ; Folgendes sagt ein Bericht der Gesellschaft zur 
Verhütung der Verarmung für 1821: „In Bridewell sind 
weiße Frauen jeder Art, von der Unschuldigen, die schließ- 
lich freigesprochen wird, bis zur niedrigsten Dirne, in dem- 
selben Raume zusammengedrängt. In den Gefängnissen 
der weißen Männer ist es nur wenig anders... Ebenso 
verhält es sich mit den farbigen Gefangenen beider Ge- 
schlechter.“ 
Wurde der Reiche verklagt oder wollte er selbst jemand 
verklagen, so brauchteer nur eine Bürgschaft dafür zu hinter- 
legen, daß er zum Termin auch erscheinen würde. Wurde 
aber der Arme verklagt, oder wollte er jemand verklagen, 
und konnte er keine Bürgschaft für sein Erscheinen beim 
Termin beibringen, so zwang das Gesetz die Behörden, 
ihn so lange einzulochen.. So wurde in Maryland eine junge 
Frau tätlich angegriffen und stellte Strafantrag. Da sie 
aber keine Bürgschaft stellen konnte, wurde sie 18 Monate 
lang als Zeugin in Untersuchungshaft gehalten! Das ist 
nur ein Beispiel aus Tausenden, wie sie in den Debatten 
der Verfassungs-Versammlung von 1846 aus New York, 
Maryland, Pennsylvanien und anderen Staaten vorgebracht 
wurden.
	        

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Die Deutschen Im Auslande. Verlag von Karl Siegesmund, 1889.
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