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Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe

Monograph

Identifikator:
1031122125
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63440
Document type:
Monograph
Author:
Bernstein, Eduard http://d-nb.info/gnd/118509993
Title:
Die Berliner Arbeiterbewegung von 1890 bis 1905
Place of publication:
Berlin
Publisher:
J.H.W. Dietz Nachfolger
Year of publication:
1924
Scope:
1 Online-Ressource (439 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Die Parteiorganisationen unter dem gemeinen Recht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe
  • Title page
  • Contents
  • I. Die Perioden der gewerblichen Freiheit und Bindung
  • II. Die letzten Gründe zur Ausschaltung der freien Konkurrenz
  • III. Die Mittel zur Milderung der Folgen des Wettkampfes; insbesondere die Kombinationsbestrebungen
  • IV. Die Konkurrenzregulierung durch die Kartelle und die Trusts

Full text

— 73 — 
Nahrungsideals“ und den kapitalistischen Monopolen, den Kartellen, 
bestehe. Die Bezeichnung der Kartelle als kapitalistische und der Zünfte 
als nichtkapitalistische Monopole bringt uns das Wesen der Organisationen 
nicht näher. Die Kartelle sind nicht willkürliche Produkte des Kapitals. 
Die Tätigkeit des Handwerkers wie des Unternehmers ist auf Gewinn ge 
richtet wie jede Erwerbstätigkeit. Die Unternehmung ist ja nur eine Er 
werbswirtschaft höherer Art, in der sich das Erwerbsprinzip im Großbetrieb 
auswirkt; auch sie will wie der Handwerker durch wirtschaftliche Tätig 
keit für fremden Bedarf die Mittel für die Befriedigung der eigenen Bedürf 
nisse gewinnen. Nur dann kann der Unternehmer das Sachvermögen, das 
Kapital, verwerten, wenn „er es in den Dienst der Aufgabe stellt, fremden 
Bedarf zu befriedigen, anderen wirtschaftliche Dienste zu leisten, die sie 
so hoch schätzen, daß sie dafür ein Entgelt zahlen, das dem Unter 
nehmer über seine Aufwendungen noch einen Überschuß läßt“ 1 .) Ent 
scheidend für den Erfolg ist also in letzter Linie nicht das Kapital, sondern 
der Bedarf oder richtiger das Verhältnis zwischen Angebot und Bedarf. 
Und um dieses Verhältnis günstiger zu gestalten, diente den Handwerkern 
die Zunft, wie den modernen Unternehmungen das Kartell. 
Nach unserer ganzen Darstellung läßt sich der Vergleich gar nicht von 
der Hand weisen. Die Zünfte waren in erster Linie Organisationen der Kon 
kurrenzregulierung, sie verfolgten also dasselbe Ziel wie die Kartelle, nur 
unter viel günstigeren Wirtschaftsverhältnissen und konnten deshalb 
auch die einzelnen Phasen der erwerbswirtschaftlichen Tätigkeit der 
Handwerker viel umfassender regeln, als es den Kartellen heute möglich 
ist. Sie beschränkten ihre Tätigkeit nicht auf den Absatz der Produkte, 
sondern sie schrieben auch das technische Verfahren vor und organisierten 
den Rohstoffbezug; während es den Kartellen nur möglich ist, die Kon 
kurrenzregulierung auf den Absatz zu beschränken und höchstens auf die 
Größe der ErzeugawfS. einen Einfluß auszuüben. Die weitreichende 
Macht der Zünfte war einerseits eine Folge der Kleinheit und Geschlossen 
heit der städtischen Wirtschaftsgebiete, die ihnen eine vollständige Mono 
polstellung sicherte, andererseits bedingt durch die Stabilität der Technik 
und der Sitten und Gewohnheiten. Die Kartelle dagegen haben mit einem 
weiten umstrittenen Marktgebiet, mit einer großen Zahl meist zerstreut 
liegender Produktionsstätten, mit einer ständigen Entwicklung der Technik 
und einem ewigen Wechsel in der Bedarfsrichtung zu rechnen. 
Die Grundvoraussetzung aller Konkurrenzregulierung der Kartelle 
ist die marktbeherrschende Stellung der durch den Vertrag zusammen 
geschlossenen Erwerbswirtschaften. Ein vollständiges Monopol muß vor- 
J ) Pohle, Der Unternehmerstand S. 47.
	        

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Ursachen Und Ziele Des Zusammenschlusses Im Gewerbe. Verlag von Gustav Fischer, 1916.
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