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Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung und ihre sozialpolitische Bekämpfung

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Bibliographic data

fullscreen: Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung und ihre sozialpolitische Bekämpfung

Monograph

Identifikator:
1033562599
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-54741
Document type:
Monograph
Author:
Kampffmeyer, Paul http://d-nb.info/gnd/116038365
Title:
Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung und ihre sozialpolitische Bekämpfung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Buchhandlung Vorwärts
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (122 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
8. Kapitel. Fürsorge-Einrichtungen für Minderjährige als Schutzwehren gegen die Prostitution derselben
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung und ihre sozialpolitische Bekämpfung
  • Title page
  • 1. Kapitel. Die Ehe und die Prostitution
  • 2. Kapitel. Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung der Stadt
  • 3. Kapitel. Der soziale Schuldbetrag der Prostitution
  • 4. Kapitel. Die staatliche Reglementierung der Prostitution
  • 5. Kapitel. Krankenkasseneinrichtungen zur unentgeltlichen Behandlung Venerischer
  • 6. Kapitel. Die wohnungsgesetzliche Bekämpfung der Mißstände der Prostituiertenwohnungen
  • 7. Kapitel. Die Zerrüttung der Familie und die Prostitution Jugendlicher
  • 8. Kapitel. Fürsorge-Einrichtungen für Minderjährige als Schutzwehren gegen die Prostitution derselben
  • 9. Kapitel. Staatliche und kommunale Zufluchts- und Erziehungsstätten für erwachsene Prostituierte
  • 10. Kapitel. Die Prostitution der dienenden Klasse und ihre Eindämmung
  • 11. Kapitel. Die Prostitution als Klassenerscheinung und ihre Ueberwindung
  • Contents

Full text

107 
Der Vortragende verwies auf die unter seiner Leitung stehende, mit 
etwa 180 Zöglingen besetzte Anstalt, wo die van ihm vertretenen 
Grundsätze angewandt werden. Dort übt man nicht die strenge Zucht 
in hergebrachtem Sinne, sondern man erzieht die jungen Leute zur 
Selbständigkeit, und man geht darauf aus, den in jedem Menschen 
vorhandenen, unter ungünstigen Verhältnissen entartenden Trieb 
nach Lebensfreude zu veredeln. Es ist deshalb dafür gesorgt, daß die 
Zöglinge in der Anstalt Freude finden an geselligen Spielen. Es 
wird musiziert, gesungen, Theater gespielt und dergleichen mehr. 
Die Zöglinge haben ihre Vereine, die sie selbst verwalten. Die Ver 
waltung der Anstalt ist zum Teil eine konstitutionelle. Die Direktion 
bildet gewissermaßen den Bundesrat, während die Zöglinge das 
Parlament darstellen. Auf solche Weise werden die jungen Leute 
mit gutem Erfolge zu selbständigen Menschen erzogen, und der 
Korpsgeist wird gepflegt. Selten kommt es vor, daß ein Zögling aus 
der Anstalt entweicht, woran ihn weder Fenstergitter noch Glas 
scherben auf der Mauer hindern. Die Entwichenen kommen meist 
selbst wieder zurück, und dann ist es nicht die Direktion, welche sie 
zu fürchten haben, sondern die Mißachtung der Anstaltsinsassen, die 
es als Verstoß gegen den Korpsgeist betrachten, daß einer aus ihren 
Reihen der Anstalt entweicht." 
Am 26. März 1905 ging Herr Direktor Platz sodann nochmals 
auf seine Grundgedanken über den Ausbau der öffentlichen und 
privaten Fürsorge für die verwahrloste Jugend ein. Er betonte in 
dieser Rede nach dem „Vorwärts": 
„Was nun die Fürsorge-Erziehung der schon Verwahrlosten an 
gehe, so bedürfe auch diese des weiteren Ausbaues. Angesichts 
mancher Exzesse von Anstaltsinsassen (Angriffe auf die Leiter usw.) 
sollte man nicht pharisäisch nur die Zöglinge selber dafür verant- 
wortlich machen, sondern gcrcchterweise fragen: Ist auch die Er 
ziehungsmethode die richtige gewesen? Tatsächlich habe man sich 
immer noch nicht davon ganz frei gemacht, daß die verwahrloste 
Jugend nur durch Strafe gebessert werden könne. Dem stellt Redner 
seine Methode entgegen, durch Liebe und Vertrauen ein Autoritäts 
verhältnis herbeizuführen, indem man auf die Ideen der Zöglinge 
eingehe und ihr Interesse beruflich und materiell wahrzunehmen 
suche. Damit hätte er selbst bei jugendlichen Verbrechern schon die 
schönsten Erfolge erzielt. Er fordere: Bringt Sonnenschein und 
Freude in die Anstalt hinein, habt Verständnis für die Bedürfnisse 
der jugendlichen Seele! Eine Erziehung nach der Schablone sei 
darum streng zu verwerfen. Durch scharfe Maßnahmen und Unter 
drückung alles Persönlichen werde gerade das Gegenteil einer 
bessernden Erziehung bewirkt. Redner vertritt das Prinzip einer 
individualisierenden Arbeitserziehung gegenüber der in vielen An 
stalten üblichen wirtschaftlichen Ausnutzung. Er kenne Anstalten, 
wo den ganzen Tag Holz zerkleinert, Steine geklopft oder jahraus 
jahrein Bürsten fabriziert würden. Aber selbst in besseren Anstalten
	        

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Die Prostitution Als Soziale Klassenerscheinung Und Ihre Sozialpolitische Bekämpfung. Buchhandlung Vorwärts, 1905.
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