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Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung und ihre sozialpolitische Bekämpfung

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Bibliographic data

fullscreen: Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung und ihre sozialpolitische Bekämpfung

Monograph

Identifikator:
1033562599
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-54741
Document type:
Monograph
Author:
Kampffmeyer, Paul http://d-nb.info/gnd/116038365
Title:
Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung und ihre sozialpolitische Bekämpfung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Buchhandlung Vorwärts
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (122 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
3. Kapitel. Der soziale Schuldbetrag der Prostitution
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung und ihre sozialpolitische Bekämpfung
  • Title page
  • 1. Kapitel. Die Ehe und die Prostitution
  • 2. Kapitel. Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung der Stadt
  • 3. Kapitel. Der soziale Schuldbetrag der Prostitution
  • 4. Kapitel. Die staatliche Reglementierung der Prostitution
  • 5. Kapitel. Krankenkasseneinrichtungen zur unentgeltlichen Behandlung Venerischer
  • 6. Kapitel. Die wohnungsgesetzliche Bekämpfung der Mißstände der Prostituiertenwohnungen
  • 7. Kapitel. Die Zerrüttung der Familie und die Prostitution Jugendlicher
  • 8. Kapitel. Fürsorge-Einrichtungen für Minderjährige als Schutzwehren gegen die Prostitution derselben
  • 9. Kapitel. Staatliche und kommunale Zufluchts- und Erziehungsstätten für erwachsene Prostituierte
  • 10. Kapitel. Die Prostitution der dienenden Klasse und ihre Eindämmung
  • 11. Kapitel. Die Prostitution als Klassenerscheinung und ihre Ueberwindung
  • Contents

Full text

Früchte htneinbitz und sie dann fortwarf. Der Kavalier muß selbst 
redend, so bemerkt sie nachher, alle Früchte bezahlen. „Das sind 
so kleine Nebensporteln, wenn man mit dem Oberkellner gut steht, 
und zehn Prozent oder je nachdem von der Zechrechnung abkriegt." 
Ja, sie sind Wohl in den Tanzlokalen gelitten, die unersättlichen 
Schläuche unter den Prostituierten! Explodiert irgend eine Flasche 
Sekt am Tische der alten Herren, so zieht die Süßigkeit des zischenden 
Schaumweins einen ganzen Riesenschwarm von Prostituierten an. 
Hans Oswald schildert einmal eine Alltagsszene in einem vornehmen 
Berliner Tanzlokal. Zahlreiche Dirnen drängen stch um zwei 
zechende alte Herren. „Aber plötzlich sind die alten Herren ver 
lassen. Sie hörten vom Kellner ihre Zeche. Und verbaten sich 
weitere Sektflaschen. Da liefen die Mädchen zu jüngeren Herren. 
Allzuviel junge Männer sind ja nie in solchen Balllokalen. Die 
haben nicht das Geld dazu: 3 bis 5 Mark Eintritt, Garderobe 
1 Mark, Sekt 15 bis 20 Mark die Pulle. Da muß man was hinter 
sich gebracht oder sich den richtigen Vater ausgesucht haben." 
Schnorrende Dirnen umkreisen die Eingänge der Tanzlokalitäten 
beim Schluß der Festlichkeiten. Doch sie schwingen die Bettelsäcke 
eigentlich nur für den Wirt, den Garderobier, den Portier, den 
Kellner usw. Lebenswahr hat Hans Oswald in seinen „Berliner 
Tanzlokalen" eine solche widerwärtige Bettelszene geschildert. „Vorn 
am Eingang," schreibt er, „stehen die drei ersten Herren. Sie haben 
sich doch vor dem Kellner geniert, den ganzen Abend bei einer ein 
zigen Flasche zu sitzen. Doch hier werden sie um Cognaks, um 
Blumen, um Fächer bestürmt, bis schließlich der eine mit dem nach 
denklich-nüchternen Blick die Mädchen abfragt, was sie von all dem 
Zeug haben. „Nichts." Da ist er entrüstet, daß sie nur für andere 
sorgen, den Wirtweich machen und sich zu Animiermädchen hergeben. 
Draußen wird noch um die Mark zur Garderobe gebettelt. Und 
um die Mark für die Droschke. Und um ein Trinkgeld für den 
Portier. Und um einen Kaffee — um ein Glas Bier. Alle betteln." 
So Oswald. Und auf die Dirne, die dauernd in den eleganten 
Tanzlokalitäten verkehren will, wird von den verschiedensten Seiten 
so mancher sanfte und unsanfte Druck ausgeübt, damit sie sich in 
ein Reservoir für Getränke verwandelt. 
Der letzte Rest von Seele, den sich die völlig zu Fleisch gewordene 
Prostituierte noch erhalten hat, verfällt selbst der Ausbeutung. Mit 
elementarer Kraft regt sich in der Prostituierten noch die Liebe zum 
Manne, das Bedürfnis nach einem festen Anschluß an einen Mann. 
Der Zuhälter ist nun der Ehemann der Prostituierten, et ist nicht 
ihr Geschäftsagcnt und nicht ihr Exekutor für den etwa zwangsweise 
einzutreibenden Mtnnesold. In der Wohnung der Prostituierten 
würde er sich Nur bei der Ausübung ihres Gewerbes lästig machen, 
er würde die Kundschaft der Dirne durch seine Anwesenheit in ihrer 
Wohnung verjagen. Während sie ihrem Geschäfte lebt, trinkt und 
spielt er in irgend einer Kaschemme. Eine Prostituierte zeichnete
	        

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Die Prostitution Als Soziale Klassenerscheinung Und Ihre Sozialpolitische Bekämpfung. Buchhandlung Vorwärts, 1905.
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