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Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung und ihre sozialpolitische Bekämpfung

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Bibliographic data

fullscreen: Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung und ihre sozialpolitische Bekämpfung

Monograph

Identifikator:
1033562599
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-54741
Document type:
Monograph
Author:
Kampffmeyer, Paul http://d-nb.info/gnd/116038365
Title:
Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung und ihre sozialpolitische Bekämpfung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Buchhandlung Vorwärts
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (122 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
4. Kapitel. Die staatliche Reglementierung der Prostitution
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung und ihre sozialpolitische Bekämpfung
  • Title page
  • 1. Kapitel. Die Ehe und die Prostitution
  • 2. Kapitel. Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung der Stadt
  • 3. Kapitel. Der soziale Schuldbetrag der Prostitution
  • 4. Kapitel. Die staatliche Reglementierung der Prostitution
  • 5. Kapitel. Krankenkasseneinrichtungen zur unentgeltlichen Behandlung Venerischer
  • 6. Kapitel. Die wohnungsgesetzliche Bekämpfung der Mißstände der Prostituiertenwohnungen
  • 7. Kapitel. Die Zerrüttung der Familie und die Prostitution Jugendlicher
  • 8. Kapitel. Fürsorge-Einrichtungen für Minderjährige als Schutzwehren gegen die Prostitution derselben
  • 9. Kapitel. Staatliche und kommunale Zufluchts- und Erziehungsstätten für erwachsene Prostituierte
  • 10. Kapitel. Die Prostitution der dienenden Klasse und ihre Eindämmung
  • 11. Kapitel. Die Prostitution als Klassenerscheinung und ihre Ueberwindung
  • Contents

Full text

57 
Sittenpolizei will er ein sozialhygicnisches Institut zur unentgelt 
lichen Ueberwachung und Behandlung der nicht kontrollierten Dirnen 
aufbauen. Mädchen, die sich jenem Institute und seinen An 
ordnungen unterstellen, bleiben von jeder sittenpolizeilichen Ucber- 
wachung verschont. Das Kontrollmädchen, das sich freiwillig den 
Anordnungen des sozialhhgienischen Instituts fügt, wird sofort 
aus der sittenpolizeilichen Kontrolle entlassen. 
In der „Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechts 
krankheiten" hat neben den Professoren Neisser und Lesser ■ Herr 
Dr. Blaschko den Ruf eines tiefgründigen, wissenschaftlich-fruchtbaren 
Fachgelehrten und eines außerordentlich erfolgreichen Praktikers. 
Nun, Dr. Blaschko hat nach einer Jahrzehnte umspannenden 
wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Problem der Prostitution 
prinzipiell mit dem System der Reglementierung der Prostituierten 
gebrochen. In seiner grundlegenden Arbeit über die „Hygiene der 
Prostitution und venerischen Krankheiten" kam Dr. Blaschko zu 
dem wichtigen Ergebnis, daß die statistischen Daten aus den ver 
schiedensten Staaten und Städten Europas mit oder ohne Reglemen 
tierung keinen deutlichen Einfluß dieser auf die Verbreitung der 
Geschlechtskrankheiten in der männlichen Bevölkerung erkennen 
lassen. Dieses negative m Ergebnis kann nach Blaschko durch schlechte 
Statistiken nicht bedingt sein. Es würde doch von den vielen Ziffern 
wenigstens die eine oder die andere , einen deutlichen, zweifellosen 
Ausschlag zugunsten der üblichen Reglementierungssysteme geben 
müssen. Ilnd dies läßt nach Blaschko einen weiteren Schluß zu: 
„Die Resultate der Reglementierung können offenbar in sanitärer 
Beziehung nur äußerst dürftige sein; keinesfalls entsprechen sie dem 
Aufwand von polizeilicher und ärztlicher Arbeit, die der Regle 
mentierung gewidmet wird, und dem umfangreichen Beamten 
apparat, der heute mit dieser Ueberwachung beschäftigt istl" 
In seinem tapferen Buche über „die sexuelle Frage" hat der be 
kannte Psychiater Professor August Forel ein geradezu vernichtendes 
Urteil über die polizeiliche Ueberwachung der Prostitution gefällt. 
Durch dieses System wollte man den Männern angeblich einen ge 
sunden und ungefährlichen Beischlaf verschaffen. „Tatsächlich aber 
werden durch das ganze Regulierungssystcm die venerischen Krank 
heiten in keiner Weise erfolgreich bekäinpft oder auch nur nachweis 
bar vermindert. Die trügerische Sicherheit, die den Männern ge 
geben ioird, macht sie unvorsichtiger. . . ." 
Mit derbem aber verdientem Spott hat sich einmal Dr. med. 
Wilhelm Hammer, der sich als früherer erster Hülfsarzt der Frauen- 
krankenstation im Berliner städtischen Obdach leicht ein zutreffendes 
Urteil über den Wert oder Unwert der Dirnenkontrolle bilden konnte, 
über diese Kontrolle geäußert: „Die Dirnenkontrolle frei woh 
nender Dirnen mit den Beschränkungen der Berliner Sittenpolizei 
gewährt eine nahezu 'vollständige Sicherheit dafür, daß Gast und 
Mädchen erkranken. Die Abschaffung der polizeilichen Kontrolle
	        

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Die Prostitution Als Soziale Klassenerscheinung Und Ihre Sozialpolitische Bekämpfung. Buchhandlung Vorwärts, 1905.
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