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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

Contents: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
1042018391
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-81635
Document type:
Monograph
Title:
Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
V, 362 Seiten
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Geschäftliche Versicherung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

Frankreichs Bank- und Flnänzwirtschaft. 
149 
minister, der nunmehr erhebliche Summen zur Reorganisation einzelner 
Teile der militärischen Ausrüstung benötigte. Sie waren es zum großen 
Teil, die jene bekannten erbitterten, parteipolitischen Kämpfe ausiösten 
und Schwierigkeiten in der Bilanzierung des Staatsbudgets hervorriefen. 
Für 1913 waren dem Kriegsminister 300,00 Mill. Frcs. außergewöhnliche 
Kredite zur Bestreitung seiner Ausgaben bewilligt und für 1914 schon 487,00 
Mill. Frcs. Diese Summen hoben sich beträchtlich ab von den bisher für 
das Ressort „Krieg“ ausgeworfenen Beträgen. In den Jahren von 1890 
bis 1900 erreichten sie im Durchschnitt 50 bis 60 Mill. Frcs. — die höchste 
Ziffer wurde 1891 erreicht mit 125,00 Mill. Frcs., die tiefste 1896 mit 
36,00 Mill. Frcs. — und auch in der Zeit von 1900—1912 überschreiten 
sie 100,00 Mill. Frcs. nur zweimal. 1 ) Mit dem Hinweis auf Deutschland, 
das bedeutend erheblichere Summen für die gesamte Verwaltung des 
Reichsheeres aufwandte, wurde das Verlangen nach einer stärkeren 
Speisung des Kriegsressorts begründet. 
Bei der Aufstellung des Budgets für das Jahr 1914 ergaben sich 
die größten Schwierigkeiten in der Bilanzierung des errechneten Defizits. 
Das Budget umfaßte ordentliche Ausgaben in Höhe von 5191,00 Mill. 
Frcs., denen ein überaus optimistisch veranschlagter Einnahmebetrag 
von 4781,00 Mill. Frcs. entgegengestellt wurde. Zum Ausgleich des resul 
tierenden Defizits von 410,00 Mill. Frcs. wurde eine neue Einnahme 
quelle geschaffen, der man den etwas dehnbaren Namen „außerge 
wöhnliche Einnahmen“ gab, und die wenigstens auf dem Papier das er 
wünschte Gleichgewicht herzustellen hatte. Tatsächlich aber kamen zu 
den an und für sich schon unhaltbaren Höherbewertungen der einzuinen 
Einnahmeposten im Etat noch auf der Ausgabeseite eine Reihe von 
außergewöhnlichen Zuwendungen an einzelne Ressorts hinzu, die das 
Bild wesentlich veränderten. Denn in den ordentlichen Ausgaben wurden 
u. a. die Kosten nicht eingeschlossen, die durch die militärische Besetzung 
von Marokko entstanden, und die auf 231,00 Mill. Frcs. geschätzt wurden. 
Für die Ausgaben des Kriegsministers im außerordentlichen Etat setzte 
man weiterhin für das zu balanzierende Finanzjahr einen Betrag von 
1 ) Eine Gegenüberstellung der Militärausgabeu Frankreichs und Deutschlands gibt 
L a c h a p e 11 e , a. a. O. S. 106. Nach ihm waren die Summen wie folgt (in Mill. Frcs.): 
Jahr 
Frankreich 
Deutschland 
Jahr 
Frankreich 
Deutschland 
1891 
125,00 
170,00 
1902 
55,00 
119,00 
1892 
86,00 
176,00 
1903 
35,00 
105,00 
1893 
58,00 
190,00 
1904 
40,00 
91,00 
1894 
54,00 
169,00 
1905 
59,00 
137,00 
1895 
44,00 
113,00 
1906 
138,00 
159,00 
1896 
36,00 
116,00 
1907 
92,00 
193,00 
1897 
55,00 
148,00 
1908 
60,00 
241,00 
1898 
82,00 
149,00 
1909 
72,00 
205,00 
1899 
109,00 
160,00 
1910 
98,00 
142,00 
IQOO 
87,00 
149,00 
I9II 
93,00 
142,00 
1901 
72,00 
143,00 
1912 
119,00 
208,00
	        

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Frankreichs Bank- Und Finanzwirtschaft Im Kriege. Verlag von Gustav Fischer, 1917.
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