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Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

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Bibliographic data

fullscreen: Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

Monograph

Identifikator:
1042018391
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-81635
Document type:
Monograph
Title:
Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
V, 362 Seiten
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Geschäftliche Versicherung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens
  • Title page
  • Contents

Full text

Abschn. 28. Scheck. 
131 
genannt wird. Während es in P. Oxy. HI 516 heißt: òiadieíXaie 
’Attíuívi, und in P. Oxy. Ill 620 jedenfalls^ ebenso: „zahlet an 
Demetrios“, und während diese beiden Männer auch diejenigen 
sind, die den Scheck mit 'emiveTKa’ unterschreiben und zur Zah 
lung vorweisen, lautet der Scheck P. Oxy. Ill 613 lediglich : òié- 
crr(a\Kev) Aiotûç (dpiaßriv) u. Dieser Unterschied ist wesentlich: 
die ersten beiden Schecks sind Namenschecks, der dritte Scheck 
dagegen ist ein Inhaberscheck, also ein Scheck, der von Hand 
zu Hand gegeben wurde, bis der letzte beliebige Inhaber ihn 
zur Zahlung beim Staatsspeicher vorwies. Der letzte Inhaber war 
hier OiXóHevoç; er unterschreibt den Scheck mit einer Formel, 
die nicht lediglich, wie bei den Namenschecks, eine Vorzeige- 
formel, sondern eine Anweisungsformel darstellt. Darin be 
steht die zweite Sonderheit dieses Schecks. Der Namenscheck 
trägt die Anweisungsformel bereits vollständig in sich, insofern 
der Zahlungsempfänger ausdrücklich vom Aussteller benannt wird'^ 
im Inhaberscheck dagegen muß sich der bis dahin unbekannte 
Zahlungsempfänger selber namhaft machen und zugleich die An 
weisungsformel auf sich selber ausschreiben. 
Der Scheckinhaber sagt: ‘òiócttiXóv poi tfiv èn’ôvôpaToç Aio- 
TÛTOç ’A|lió<i>t(oç)’. Zu tiív ist dpiaßriv a zu ergänzen ; also : „weise 
mir an (verabfolge mir) die eine Artabe unter dem Namen des 
Diogas“. Diogas ist der Aussteller; der Staatsspeicher soll also 
die Auszahlung durch Lastschrift unter dem Namen des Diogas 
vornehmen, d. h. in demjenigen Konto oder auf demjenigen Blatte, 
das in der Überschrift den Namen des Diogas als Oiroguthabers trägt. 
Ob die Wendung òiéaioXKev statt des sonst üblichen òiadieíXaTe 
ebenfalls ein Merkmal des Inhaberschecks ist, muß dahingestellt 
bleiben. Das Xomóv besagt, daß die eine Artabe den Rest des Gut 
habens darstellt; damit war das Guthaben erschöpft (vgl. S. 74). 
Ist meine Erklärung dieser Urkunde richtig, so wäre damit 
der Nachweis erbracht, daß es neben Namenschecks (auf nament 
lich benannte Empfänger lautende Schecks) auch Inhaberschecks 
gab. Die Inhaberschecks liefen von Hand zu Hand und ersetzten 
bis zu einem gewissen Grade unser Papiergeld. Die Umlaufs 
frist der Inhaberschecks wird, wie bei den Giroanweisungen (vgl. 
S. 126), auf den Ausstellungsmonat beschränkt gewesen sein. 
Über Dienstschecks vgl. oben S. 101 ff. 
‘ Grenfell und Hunt bringen diese Urkunde nur im Auszuge, doch läßt 
der Auszug erkennen, daß Demetrios im Scheck benannt war. 
9*
	        

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Girowesen Im Griechischen Ägypten, Enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat Mit Einschluss Des Archivwesens. Verlag von Schlesier & Schweikhardt, 1910.
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