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Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

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Bibliographic data

fullscreen: Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

Monograph

Identifikator:
1042018391
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-81635
Document type:
Monograph
Title:
Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
V, 362 Seiten
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Öffentliche Versicherung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Von Dr. Heinz Potthoff - Düsseldorf
  • I. Geschäftliche Versicherung
  • II. Öffentliche Versicherung
  • Zusammenfassung. Von Dr. Heinz Potthoff - Düsseldorf

Full text

202 
II. öffentliche Versicherung. 
verjähren — nach Abzug von Ersatzforderungen, die die Versicherungs- 
träger unter bestimmten Umständen gegenüber Krankenkassen und Unfall- 
berufsgenossenschasten haben — Ende 1910 die Summe von 153 Mill. Mk. 
erreicht. Im Jahre 1897 wurden 10 564 Versicherte (oder 9 von je 
10 000 Versicherten überhaupt) dem Heilverfahren unterworien und Kosten 
von 2 Mill. Mk. oder 1,6 °/o der Beitragseinnahmen dafür aufgewendet; 
1910 erstreckte sich die Heilfürsorge dagegen auf 114 310 Personen (oder 
etwa 76 von je 10 000 Versicherten), und sie erforderte nach Abzug der 
von Krankenkassen und anderen eingezogenen Ersatzleistungen 21 Mill. Mk. 
oder 11 °/o der Beitragseinnahmen. Der wirkliche Wert dieser Präventiv 
tätigkeit und besonders der damit verbundenen planmäßigen Be 
kämpfung aller Volks kr ankheiten ist an den geldlichen Auf 
wendungen der Versicherungsträger schwer zu ermessen. Gründliche und 
erfolgreiche Heilkuren bedeuten für den einzelnen Versicherten die Wieder 
herstellung seines größten Kapitals, seiner Arbeitsfähigkeit, und wiegen 
in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung viel schwerer als der Geldwert der Aus 
gaben. Auch das nationale Wirtschaftsleben gewinnt durch die plan 
mäßige Hebung des Gesundheitszustandes und die Verhütung allzu früher 
Invalidität unmittelbar greifbare Vorteile. Allerdings ist dabei Voraus 
setzung, daß die Heilverfahren angemessene Dauererfolge zeitigen. 
Was diese Erfolge anlangt, so sind (nach der Festschrift des Reichs 
versicherungsamts) 1909 von den Lungentuberkulösen 83 % und von 
anderen Kranken 84 °/o als erwerbsfähig aus der Behandlung entlassen 
worden. Freilich sind das zunächst nur die Anfangserfolge. Aber 
auch sie sind von Jahr zu Jahr gestiegen, im Gesamtdurchschnitt der 
letzten 13 Jahre betrug der Anfangsersolg bei Lungentubcrkulösen nur 
76 o/o (1897 nur 68 %). Die wiederholte spätere Nachuntersuchung hat 
gelehrt, daß in vielen Fällen der Heilerfolg wieder verloren gegangen 
ist; immerhin ist hier aber doch im Durchschnitt in 37% der Fälle ein 
dauernder Enderfolg festgestellt worden. Bei den anderen Krankheiten 
verblieb bei regelmäßiger Nachprüfung schließlich ein Durchschnittserfolg 
von 42 o/o. Es sind das doch Erfolge, die das weitere Vorgehen auf 
diesem Gebiete auch wirtschaftlich durchaus rechtfertigen, solange nur 
bei der Auswahl der Behandlungsfälle und bei der Durchführung der 
Behandlung — die größtenteils in eigenen Heilanstalten erfolgt — auch 
das ökonomische Prinzip weiter beachtet wird. 
Erwähnt mag werden, daß die im Jahre 1910 durchgeführten Heil 
verfahren im ganzen 26,9 Mill. Mk- Kosten verursacht haben, wovon 
rund 2 Mill. Mk. als Angehörigenunterstützung (künftig „Hausgeld"
	        

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Sittlichkeit in Ziffern? Duncker & Humblot, 1928.
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