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Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

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Bibliographic data

fullscreen: Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

Monograph

Identifikator:
1042018391
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-81635
Document type:
Monograph
Title:
Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
V, 362 Seiten
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Geschäftliche Versicherung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Von Dr. Heinz Potthoff - Düsseldorf
  • I. Geschäftliche Versicherung
  • II. Öffentliche Versicherung
  • Zusammenfassung. Von Dr. Heinz Potthoff - Düsseldorf

Full text

S. Wertheimer, Feuerversicherung und andere Sachschadenversicherungszweige. 95 
doch unverkennbar sortschreitende Abnahme zu beobachten, die bei allen 
Arten ziemlich gleich stark ist. Offenbar sind alle Gesellschasten bestrebt, 
insolge der schlechten Erfahrungen früherer Jahre die Anlagen möglichst 
zu vermeiden, aus denen ihnen Kursverluste drohen. 
Bei allen vorstehenden Angaben über die Kapitalanlagen sind die 
reinen Rückversicherungsgesellschaften nicht berücksichtigt, da deren Kapital- 
anlagen nur für das Gesamtgeschäft bekannt sind. Dieses Gesamtgeschäft 
gerade bei der Feuerversicherung zu behandeln, dürfte um so weniger Ver- 
anlassung bestehen, als ja wie mehrfach bemerkt, die auf das Feuer 
versicherungsgeschäft entfallenden Kapitalanlagen einen verhältnismäßig 
geringen Teil der gesamten Kapitalanlagen ausmachen. 
In der Einleitung ist die interessante Frage angeregt, in welcher 
Weise die Empfänger der von den Versicherern angelegten Gelder diese 
verwenden. Leider gelangen wir anch hier, wenigstens was die Feuer 
versicherung anlangt, fast in allen Punkten zu einem non liguet. Bei 
den Hypotheken können wir allerdings annehmen, daß der größte Teil 
dazu dient, die städtische Bautätigkeit, also die Produktion zu fördern, 
aber zahlenmäßige Angaben lassen sich hierüber auf Grund des bis jetzt 
vorhandenen Materials nicht machen. Was die Wertpapiere anlangt, 
so läßt sich naturgemäß die Verwendung von Reichs- und Staatsanleihen 
nicht weiter kontrollieren, da eben die durch Anleihen aufgebrachten Gesamt- 
mittel einen Teil der Staatseinnahmen überhaupt bilden, ohne daß die 
Verwendung bestimmter Anleiheteile oder auch ganzer Anleihen zu be 
stimmten Staatszwecken verfolgt werden könnte. Bei allen übrigen Arten 
von Wertpapiere» ist teils eine ganz geringe Mehrung teils sogar eine 
Verminderung eingetreten, so daß die Frage schon aus diesem Grunde 
gegenstandslos ist. Die Mehrung an Grundbesitz ist wohl fast in der 
ganzen Größe durch Reuanlagc und Erweiterung der für den eigenen 
Betrieb bestimmten Geschäftsgebäude hervorgerufen. Wie die Banken die 
ihnen von Gesellschasten überlassenen Gelder verwerteten, die sich übrigens 
im Lause von sieben Jahren nur um ca. 8,7 Millionen Mark vermehrten, 
wird sich wohl kaum feststellen lassen, zumal die Verwendung wohl zu 
wechselnden Zwecken erfolgte. Das gleiche gilt von den Guthaben bei 
Versicherungsunternehmungen, die um etwa 7 Millionen gestiegen sind. 
Die Wechsel und sonstigen Anlagen haben sich nicht wesentlich vermehrt, 
s° daß auch in diesem Punkte die Verwendung erheblicher Geldbeträge 
vicht in Frage kommt. 
Wir haben bisher die Einnahmen und die Betriebsleistungen der 
Gesellschaften sowie die von ihnen angelegten Kapitalien dargestellt, haben
	        

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Untersuchungen Über Das Versicherungswesen in Deutschland. Verlag von Duncker & Humblot, 1913.
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