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Kann das Geld abgeschafft werden?

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Bibliographic data

Object: Kann das Geld abgeschafft werden?

Monograph

Identifikator:
1043468137
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-69435
Document type:
Monograph
Title:
Grundfragen der englischen Volkswirtschaft
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
155 Seiten
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
V. Die Organisation des britischen Weltreichs. Von Professor Dr. M. J. Bonn
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Kann das Geld abgeschafft werden?
  • Title page
  • Contents

Full text

beachtet — keineswegs „grundsätzlich nebensächlich für die Na- 
turalwirtschaft“, ob „die Beziehungen der Verbände zueinander 
‚. den bisherigen immerhin soweit verwandt sind, daß Leistungen 
mit Gegenleistungen in natura bezahlt werden“, oder ob wir „die 
Großnaturalwirtschaft rein staatlich denken oder rein privatwirt- 
schaftlich aufgebaut“, ob sie „kommunistisch sein oder sonstigen 
Verteilungs- und Regierungsformen entsprechen kann“ (Kriegsw., 
S. 179). Eine „privatwirtschaftlich aufgebaute“, d.h. auf dem 
Grundsatz der freien Konkurrenz, des wirtschaftlichen Selbstinter- 
esses der Einzelwirte beruhende Großnaturalwirtschaft scheitert 
von allem Anfang an der Unmöglichkeit der Aufstellung‘ eines 
Wirtschaftsplans. Neurath weist selber darauf hin, daß der gegen- 
wärtige Mangel einer Universalstatistik — die doch für die Auf- 
machung des Wirtschaftsplans unentbehrlich ist — sich aus den 
„wirtschaftsstatistischen Geheimnissen“ erklärt: „Selbstverständlich 
müßten durch eine entsprechende Verfügung die mengenmäßigen 
Kenntnisse“ (lies: Kenntnisse der Mengen) „Verwendung finden, 
welche heute von Einzelunternehmungen, Banken usw. geheim 
gehalten werden.“ Innerhalb einer privatwirtschaftlich aufgebauten, 
also individualistischen Wirtschaftsordnung, wo „letzten Endes jeder 
darauf aus ist, seine Konkurrenten, nicht selten auch die Behörden 
über die eigene Lage zu täuschen“, — glaubt Neurath durch 
„eine entsprechende Verfügung“ seine universalstatistischen Pläne 
ihrer Verwirklichung näher bringen zu können. Es folgt aus 
dem Wesen der durch das Konkurrenzprinzip bestimmten Ver- 
kehrswirtschaft, daß „man in der Statistik ein Mittel der staat- 
lichen Herrschaft erblickt, die man auf dem Gebiete der Produk- 
tion und des Handels energisch bekämpft“, und „in den statistischen 
Erhebungen oft eine unberechtigte Einschränkung der persönlichen 
Freiheit sieht“ (Kriegsw., S. 212/213). Eine Universalstatistik — 
und daher auch der Wirtschaftsplan und die gesamte Verwirk- 
lichung der Großnaturalwirtschaft — ist verlorene Liebesmüh, so 
lange diese Wirtschaft durch die Interessen mehrerer miteinander 
konkurrierender Wirtschaftspersonen beeinflußt ist. Die Groß- 
naturalwirtschaft ist nur durchführbar, wenn ein Interesse herrscht, 
eine Wirtschaftsperson vorhanden ist. In diesem Sinne ist die 
Großnaturalwirtschaft mit dem Organisationstyp der Verkehrs- 
wirtschaft grundsätzlich unvereinbar; wenigstens, soweit darunter 
die Wirtschaftsbeziehungen „organisch ineinandergreifender“, aber 
ihre Wirtschaftsführung selbständig regelnder Einzelwirtschaften 
verstanden sind, die als solche notwendig konkurrieren. Die Groß-
	        

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Die Wirtschaftlichen Und Sozialen Verhältnisse Im Kohlenbergbau Der Ver. Staaten. Verein f. Bergbaul. Interessen, 1927.
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