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Grundfragen der englischen Volkswirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Grundfragen der englischen Volkswirtschaft

Monograph

Identifikator:
1043468137
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-69435
Document type:
Monograph
Title:
Grundfragen der englischen Volkswirtschaft
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
155 Seiten
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
V. Die Organisation des britischen Weltreichs. Von Professor Dr. M. J. Bonn
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundfragen der englischen Volkswirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • I. Das englische Agrarwesen. Von Dr. Rudolf Leonhard
  • II. Die englische Industrie. Von Dr. Theodor Vogelstein
  • III. Das englische Kreditwesen. Von Professor Dr. Edgar Jaffé
  • IV. Die Arbeiterfrage in England. Von Professor Dr. Edgar Jaffé
  • V. Die Organisation des britischen Weltreichs. Von Professor Dr. M. J. Bonn
  • V. Der moderne Imperialismus. Von Professor Dr. M. J. Bonn

Full text

Die Organisation des britischen Weltreichs. 
111 
Vertreter des industriellen Schutzzolls zusammenfanden, wurde vor 
allem hervorgehoben, daß die Kolonien noch auf lange Jahre hin 
aus den Bedarf des Reiches nicht zu decken vermöchten. Die Aus 
fuhr der Kolonien nach allen Ländern habe (1908/09) 408 000 000 £ 
betragen; die Einfuhr des Mutterlandes dagegen 691 000 000 £; 
hiervon kamen nur 194 000 000 £ aus den Kolonien. Andererseits 
betrage die Ausfuhr des Mutterlandes 530 000 000 £; davon beziehen 
die Kolonien nur 161 000 000 £; ihre Aufnahmefähigkeit, d. i. ihre 
ganze Einfuhr, betrage nur 360 000 000 £. Die Weltproduktion sei 
daher zur Versorgung des Mutterlandes ebenso nötig wie der Welt 
markt zum Absatz seiner Waren. Der Anteil fremder Waren an 
seiner Versorgung habe in den letzten 60 Jahren stets mehr als 
70o/o, nie mehr als 80o/ 0 seiner Bezüge ausgemacht; der der Kolo 
nien habe immer zwischen 20—-30 o/o geschwankt. Umgekehrt hätten 
die Kolonien stets nur zwischen 25—35o/ 0 der britischen Erzeug 
nisse aufgenommen. Eine weitgehende Verschiebung in diesem Ver 
hältnisse lasse sich in den letzten 30 Jahren nicht nachweisen. Das 
treffe auch zu, wenn man sich auf die eigentlichen Fabrikate be 
schränke. Der Anteil der Kolonien an der englischen Fabrikatausfuhr 
habe 1900 36o/ 0 , 1905 37o/ 0 , 1909 38o/ 0 betragen. Die Gewährung 
einer kolonialen Bevorzugung müsse eine Verteuerung der 
Produktionskosten herbeiführen ; das bedeute eine Gefährdung 
der britischen Industrie auf dem Weltmarkt, zumal fremde 
Länder sich natürlich mit Zollmaßnahmen gegen die Vorzugs 
politik wenden würden; solche Maßnahmen müßten das Mutter 
land, das auf Fabrikatausfuhr angewiesen sei, härter treffen als 
die Kolonien, die Rohstoffe usw. lieferten. Die Kolonien seien 
nun nicht gewillt, dem Mutterlande einen Ersatz für diesen 
Verlust zu bieten, da sie ihre jungen Industrien weiter schützen 
würden. Man könne allerdings in den Kronkolonien und be 
sonders in Indien sich die fremde Konkurrenz durch Einführung 
von Vorzugszöllen für britische Waren vom Leibe halten; man ge 
fährde aber dadurch die politische Stellung Englands. Bis jetzt habe 
man im Interesse des indischen Konsumenten Schutzzölle verweigert; 
wolle man jetzt Vorzugszölle einführen, die die englischen Waren 
nicht treffen, so liefere man den indischen Konsumenten den briti 
schen Unternehmern aus, ohne daß man die indischen Schutzzöllner 
befriedigen könne, deren Hauptgegner in vielen Fällen eben die engli-
	        

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Grundfragen Der Englischen Volkswirtschaft. Verlag von Duncker & Humblot, 1913.
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