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Grundfragen der englischen Volkswirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Grundfragen der englischen Volkswirtschaft

Monograph

Identifikator:
1043468137
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-69435
Document type:
Monograph
Title:
Grundfragen der englischen Volkswirtschaft
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
155 Seiten
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
V. Der moderne Imperialismus. Von Professor Dr. M. J. Bonn
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundfragen der englischen Volkswirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • I. Das englische Agrarwesen. Von Dr. Rudolf Leonhard
  • II. Die englische Industrie. Von Dr. Theodor Vogelstein
  • III. Das englische Kreditwesen. Von Professor Dr. Edgar Jaffé
  • IV. Die Arbeiterfrage in England. Von Professor Dr. Edgar Jaffé
  • V. Die Organisation des britischen Weltreichs. Von Professor Dr. M. J. Bonn
  • V. Der moderne Imperialismus. Von Professor Dr. M. J. Bonn

Full text

136 
Dr. M. J. Bonn. 
die Philippinen behalten, nicht nur, um sie auszubeuten, sondern auch 
um eine Mission der sozialen Erziehung und der wirtschaftlichen 
Hebung in ihnen zu vollbringen. «Sobald wir sie verlassen,» sagt 
die Botschaft des Präsidenten Mac Kinley, «übergeben wir sie der 
Anarchie und schließlich der Barbarei. Wir schleudern sie wie 
einen goldenen Apfel der Zwietracht unter die aufeinander eifer 
süchtigen Mächte, deren keine der anderen die Besitzergreifung be 
dingungslos gestatten würde». «Wir werden mit allen Mitteln, die 
uns zu Gebote stehen, dieses Volk, das die Vorsehung unter unsere 
Gerichtsbarkeit gestellt hat, davon zu überzeugen suchen, daß wir 
seine Freiheit und nicht unsere Macht, seine Wohlfahrt und nicht 
unseren Gewinn mehren wollen. Jeder Gemeinschaft, über der 
unsere Flagge wehte, hat sie Segen gebracht. Ich glaube, die Philip 
piner werden es bald erkennen, daß sie auf der weltweiten Fahrt 
bis zu ihrer Küste ihre segenbringende Kraft nicht verloren hat.» 
Der amerikanische Imperialismus will also ein Herrschaftsverhältnis 
gegenüber einer unterworfenen Bevölkerung begründen, nicht um 
die Bewohner des Mutterlandes zu bereichern, sondern zum Segen 
dieser Bevölkerung selbst. Er sucht nicht Gebiete, die er mit mutter 
ländischen Auswanderern besiedeln möchte, oder zum wenigsten, da 
Amerika heute noch keine überschüssige Bevölkerung hat, für deren 
zukünftige Ausbreitung abstecken möchte. Er will eine Kultur 
mission vollbringen. Es läßt sich nicht vermeiden, daß kühlrech 
nende Interessenten diese Stimmung zur Verfolgung eigensüchtiger 
Zwecke benützen und unter dem Deckmantel großzügiger Welt 
beglückung recht nüchterne Geschäftspolitik treiben. Man darf des 
wegen dem amerikanischen Volke nicht Heuchelei vorwerfen. Es 
sucht eine Politik zu betreiben, wie sie Eroberer, die hochstehenden 
Völkern angehören, seit Jahrhunderten verfolgt haben. Sie 1 verlangen 
die Unterwerfung nicht nur, um zu herrschen, sondern um zu er 
ziehen. Begeistert von einem Ideal ernsthafter, wenn auch etwas 
schulmeisterlicher Pflichterfüllung, nehmen sie den Völkern den 
Traum der Freiheit, um ihnen die Wohltat der Ordnung zu geben. 
III. 
Die Herrschaft, die ein Volk über ein anderes ausübt, kann in zwei 
facher Weise organisiert sein. Schon der größte der modernen politi 
schen Denker, Machiavelii, hat klar ausgesprochen, daß man fremde
	        

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Der Österreichische Exporteur. [Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie], 1927.
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