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Grundfragen der englischen Volkswirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Grundfragen der englischen Volkswirtschaft

Monograph

Identifikator:
1043468137
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-69435
Document type:
Monograph
Title:
Grundfragen der englischen Volkswirtschaft
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
155 Seiten
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
V. Der moderne Imperialismus. Von Professor Dr. M. J. Bonn
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundfragen der englischen Volkswirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • I. Das englische Agrarwesen. Von Dr. Rudolf Leonhard
  • II. Die englische Industrie. Von Dr. Theodor Vogelstein
  • III. Das englische Kreditwesen. Von Professor Dr. Edgar Jaffé
  • IV. Die Arbeiterfrage in England. Von Professor Dr. Edgar Jaffé
  • V. Die Organisation des britischen Weltreichs. Von Professor Dr. M. J. Bonn
  • V. Der moderne Imperialismus. Von Professor Dr. M. J. Bonn

Full text

Der moderne Imperialismus. 
141 
erscheint der Eingeborene, und sei es auch der Höchststehende, als 
ein entwicklungsunfähiger «Nigger». 
Ein spanischer Jurist des 16. Jahrhunderts hat die Rechtmäßigkeit 
dieses Verhältnisses bereits in merkwürdiger Vermischung von 
Naivität und Subtilität gezeichnet. Die gewaltsame Unterwerfung 
der Eingeborenen durch die Konquistadoren, so meint er, sei sittlich 
berechtigt: 1. wegen der Sünden, die die Indianer begangen hätten, 
2. wegen der Rauheit ihrer Sitten, die sie zu Sklaven bestimme, 3. da 
mit es möglich sei, die wahre Religion unter ihnen zu verbreiten, 
4. damit die Übergriffe der Mächtigen unter ihnen gegen die Schwa 
chen des gleichen Stammes verhindert werden können. Er verlangt 
die Herrschaft der Weißen über die Eingeborenen, weil diese zur 
Ausnutzung bestimmt seien und nur durch diese Ausnutzung ge 
bessert werden könnten. Seine Auffassung fällt mit der heute in 
weiten Kreisen herrschenden Anschauung zusammen. «Kann man be 
zweifeln,» sagt einer der Pioniere der britischen Ausdehnung in Süd 
afrika, «daß der Weiße seine höhere Zivilisation den farbigen Rassen 
aufzwingen soll und muß?» 
Das Ziel dieser Aufzwingung von Zivilisation ist indes nicht die 
langsame Umwandlung der Eingeborenen in europäische Vollbürger. 
Was diese Auffassung überhaupt berechtigt, ist eben die Vorstellung 
der dauernden Minderwertigkeit des Eingeborenen, der von der 
europäischen Zivilisation umklammert werden muß, nicht, damit er 
von ihr völlig umgestaltet werde, sondern damit er ihr diene. — 
Schon die spanische Eingeborenenpolitik des siebzehnten Jahrhun 
derts hat diese Minderwertigkeit der Eingeborenen als unumstöß 
liche Tatsache hingenommen. Sie hat die Indianer daher als rechtlich 
Unmündige betrachtet und zum Schutz vor Ausbeutung vom Verkehr 
mit den Kolonisten abschließen wollen. Dem modernen europäischen 
Siedler hingegen soll diese Minderwertigkeit nicht nur die äußere 
Gelegenheit, sondern auch die innere Rechtfertigung zur Ausnützung 
eines Herrschaftsverhältnisses geben, dessen Aufrichtung und Aus 
übung eben das Wort «Imperialismus» bezeichnen will. 
In seinen besten Typen ist sich der Weiße der Pflicht wohl be 
wußt, dieses Herrschaftsverhältnis nicht nur zum eigenen Nutzen, 
sondern auch zum Segen der Eingeborenen zu gestalten. Es gilt 
ihm in feierlichen Augenblicken als «Bürde des weißen Mannes»; 
er ist ehrlich bemüht, den Eingeborenen die Segnungen einer Ge
	        

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Moratorien Und Andere Sonderregelungen Des Zahlungsverkehrs Im Auslande. [Liebheit & Thiesen], 1914.
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