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Grundfragen der englischen Volkswirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Grundfragen der englischen Volkswirtschaft

Monograph

Identifikator:
1043468137
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-69435
Document type:
Monograph
Title:
Grundfragen der englischen Volkswirtschaft
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
155 Seiten
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
V. Der moderne Imperialismus. Von Professor Dr. M. J. Bonn
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundfragen der englischen Volkswirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • I. Das englische Agrarwesen. Von Dr. Rudolf Leonhard
  • II. Die englische Industrie. Von Dr. Theodor Vogelstein
  • III. Das englische Kreditwesen. Von Professor Dr. Edgar Jaffé
  • IV. Die Arbeiterfrage in England. Von Professor Dr. Edgar Jaffé
  • V. Die Organisation des britischen Weltreichs. Von Professor Dr. M. J. Bonn
  • V. Der moderne Imperialismus. Von Professor Dr. M. J. Bonn

Full text

154 
Dr. M. J. Bonn. 
Aber alles das ist nur bedingt eigenartig; es sind Ziele, die sich 
vergangene Zeiten in ähnlicher Weise gesetzt haben. Man hat daher 
den modernen Imperialismus in diesem Sinne des Wortes häufig mit 
dem Imperialismus vergangener Zeiten verglichen, — vor allem mit 
dem römischen. Man hat ausgeführt, daß dieser römische Imperialis 
mus, obwohl er nicht mit modernen Hilfsmitteln gearbeitet habe, 
viel erfolgreicher gewesen sei als der Imperialismus der Gegenwart. 
Rom habe die unterworfenen Provinzen ausgebeutet und im Gegen 
satz zu modernen Eroberern zu Tributen angehalten; es habe ihre 
Bewohner dafür zu römischen Bürgern gemacht und ihnen die 
mutterländische Kultur so erfolgreich vermittelt, daß die besiegten 
Barbaren in späteren Jahrhunderten zu vollwertigen Trägern römi 
scher Kultur geworden seien. Ähnliche Erfolge habe der moderne 
Imperialismus nicht aufzuweisen, es sei wenig wahrscheinlich, daß 
z. B. die eingeborene Bevölkerung Ägyptens und Indiens eine ähn 
liche Stellung in der angelsächsischen Welt einnehmen werde, wie 
es Spanien und Nordafrika in der römischen getan haben. 
Eine solche Auffassung sieht bewußt oder unbewußt im Imperialis 
mus nur das nationalistische Moment, dem er zweifelsohne ein gutes 
Teil seiner ursprünglichen Spannkraft verdankt. Sie mißt seine Er 
folge an dem Grade, in dem es ihm geglückt ist, fremde Zivilisa 
tionen seinen Ideen anzupassen und die Eigenart fremder beherrsch 
ter Nationen auszulöschen. Von diesem Standpunkt aus betrachtet 
ist der moderne Imperialismus nirgends wirklich erfolgreich gewesen. 
Er hat wohl in weite Teile der Welt die Einrichtungen der Mutter 
völker hinausgetragen; aber er hat nirgends die Gleichförmigkeit 
erreicht, die er ursprünglich wohl erstrebte. Er hat weder volks 
fremde europäische Völker zu entnationalisieren vermocht, noch 
ist er imstande gewesen, die Eingeborenen zu europäisieren; er hat 
nicht einmal verhindern können, daß Tochtervölker, die verhältnis 
mäßig unvermischt geblieben sind, einen eigenartigen, vom Mutter 
volke verschiedenen Nationalcharakter entwickelten. 
Gerade in dieser scheinbaren Schwäche liegt indes die eigenartige 
Bedeutung des modernen Imperialismus. Seine Vertreter haben die 
Unmöglichkeit erkannt, stammverwandte Völker in der Entwicklung 
eines eigenen Nationalcharakters aufzuhalten und stammfremde 
Völker zum Aufgeben ihrer volkstümlichen Eigenarten zu zwingen. 
Sie haben daher mit vollem Bewußtsein eine Politik aufgegeben, die
	        

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Die Konsumtion. J. C. B. Mohr, 1914.
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