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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Monograph

Identifikator:
1043707727
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-80153
Document type:
Monograph
Author:
Reichardt, Wolfgang http://d-nb.info/gnd/133719537
Title:
Das Gemüse in der Kriegswirtschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag der Beiträge zur Kriegswirtschaft Reimar Hobbing (Sonder-Konto)
Year of publication:
1918
Scope:
79 Seiten
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Die Regelung des Verkehrs mit frischem Gemüse
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

- 19 2 
blieb sich dann die Produktion ungefähr gleich. Es. ist aber aus den 
Angaben ersichtlich, wie außerordentlich schnell in der ersten Hälfte 
des 16. Jahrhunderts die Produktion an Silber zugenommen hat, und 
mit der des Goldes gemeinsam einen erheblichen Druck auf den Wert 
des Edelmetalles ausgeübt haben muß, so daß er in dem 17. Jahr- 
hundert gegenüber der Zeit von 1300—1500 mindestens auf die Hälfte 
gesunken ist, und gegenüber der Zeit von 1750—1850 etwa wie 1,5 
zu ] angenommen werden kann. 
Infolge der Entdeckung der Goldlager in Kalifornien nahm nun 
seit 1848 die Goldproduktion in außerordentlicher Weise zu. War 
die jährliche Produktion in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts etwa 
23700 Kilo Gold gewesen, so veranschlagt man sie in der Zeit von 
1851—80 auf 187000 Kilo, sie hat sich also verachtfacht. Zu gleicher 
Zeit nahm auch die Produktion an Silber erheblich zu, die aber doch 
nur ungefähr eine Verdoppelung erfuhr. Dies hätte unzweifelhaft eine 
gewaltige Entwertung der Edelmetalle herbeiführen müssen, zumal zu 
gleicher Zeit der Umsatz auf Grund des Kredites und die Anwendung 
der Geldsurrogate vermittelst der Banken eine große Ausbreitung ge- 
wannen, wenn nicht in jener Zeit der Weltverkehr eine wesentliche 
Erweiterung erfahren hätte, und die rapide Zunahme der Bevölkerung 
und noch in höherem Maße des ganzen Wohlstandes dem entgegen- 
gewirkt hätte. Besonders erheblich war der Abfluß an Silber nach 
dem Örient, indem die von dort bezogenen Waren, aus China Thee 
und Seide, aus Indien Gewürze, Reis, Indigo etc. in der Hauptsache 
mit klingender Münze bezahlt werden mußten, die dort in ausge- 
dehntem Maße zur Thesaurierung in den Tempeln, dann in den 
Händen der Fürsten benutzt wurde, und dadurch aus dem Verkehre 
verschwand, weil vor allen Dingen China sich gegen die Einfuhr euro- 
päischer Waren verschloß, die bei der geringen Kaufkraft der Be- 
völkerung in Indien von selbst unterblieb. Während bis dahin fast 
aur Silber nach dem Orient floß, wurde in neuerer Zeit allmählich 
dort auch Gold aufgenommen. So blieb die bedeutende Vermehrung 
les Vorrates an Gold in Europa ohne nachweisbaren Einfluß auf den 
Wert des Goldes wie des Geldes. Von größerer Bedeutung war es 
natürlich, daß der stärkere Zufluß an Gold auch Veranlassung wurde 
zu erweiterter Anwendung desselben zu Münzzwecken, dann insbe- 
3ondere in der Industrie. In der letzteren Beziehung ist die Nachfrage 
naturgemäß außerordentlich dehnbar, weil das Streben nach Besitz 
jenes blinkenden Edelmetalls ein allgemeines ist. Jede Hebung des 
Wohlstandes schließt deshalb auch eine entsprechende Erweiterung der 
Verwendung ein, und man kann in unserer Zeit verfolgen, wie auch die 
unteren Klassen von Jahr zu Jahr mehr Gebrauch davon machen. Die 
Gesamtrverwendung an Gold belief sich nach Soetbeer in der civi- 
lisierten Welt 1831—50 auf 19000 Kilo, 1897 (nach Haupt) auf 
88.000 Kilo, sie ist also auf mehr als das Vierfache in einem halben 
Jahrhundert gestiegen und hat sich seit den sechziger Jahren fast ver- 
doppelt. 
Infolge der oben erwähnten Thatsachen war die Wirkung des 
starken Goldzuflusses derartig abgeschwächt, daß eine Herabdrückung 
des Goldwertes dadurch nicht nachweisbar ist, und es ist dieses zu- 
gleich als ein Beweis hervorzuheben, daß gegenüber dem gewaltigen 
Vorrat an Gold die Neuproduktion nur einen unbedeutenden Einfluß 
auszuüben vermasg. 
Kalifornien.
	        

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Statistik Der Evangelischen Liebestätigkeit (Halboffene Und Offene Fürsorge) Und Jugendarbeit. Wichern-Verl., 1928.
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