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Der Handelskrieg von England, Frankreich und Italien gegen Deutschland und Österreich-Ungarn

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Bibliographic data

fullscreen: Der Handelskrieg von England, Frankreich und Italien gegen Deutschland und Österreich-Ungarn

Monograph

Identifikator:
1047609576
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-77392
Document type:
Monograph
Author:
Curti, Arthur http://d-nb.info/gnd/1089578180
Title:
Der Handelskrieg von England, Frankreich und Italien gegen Deutschland und Österreich-Ungarn
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Carl Heymanns Verlag
Year of publication:
1917
Scope:
XII, 146 Seiten
Digitisation:
2019
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Teil. Die Pariser Wirtschaftskonferenz. 14. bis 16. Juni 1916
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Handelskrieg von England, Frankreich und Italien gegen Deutschland und Österreich-Ungarn
  • Title page
  • Contents
  • I. Teil. England
  • II. Teil. Frankreich
  • III. Teil Italien
  • IV. Teil. Die Pariser Wirtschaftskonferenz. 14. bis 16. Juni 1916
  • V. Teil. Deutschland
  • VI. Teil. Oesterreich-Ungarn
  • Index

Full text

     
  
    
   
  
   
  
IV. Teil.. Die Pariser Wirtschaftskonferenz. 
  
Die Kriegsführung der Zentralmächte verursachte ungeheure wirtschaftliche 
Schädigungen. Alle Fabriken im Bereich der Geschütze wurden zerstört; in den be- 
setzten Gebieten mußten geeignete Werke Kriegsmaterial für deutsche Bedürfnisse her- 
stellen. Material und, Lagerbestände anderer Betriebe wurden weggeschafft, die Maschinen 
abmontiert und nach Deutschland gesandt. Diese Schäden lasten nicht gleichmäßig auf 
allen Alliierten, diese haben sich jedoch zu deren Behebung solidarisch erklärt. So 
wird, England die nötigen Textilmaschinen liefern, und die Zentralmächte sollen ge- 
zwungen werden für Requiriertes Ersatz zu leisten. 
Ein anderer Grundsatz der Alliierten in dem Krieg wirtschaftlicher Notwehr, den 
sie unternehmen, ist, niemanden anzugreifen. Die Neutralen brauchen nichts zu befürchten, 
wir arbeiten auf ihre Befreiung hin. Deutschlands wirtschaftliche Hegemonie brechen, 
heißt eine sie bedrohende Gefahr beseitigen. 
Durch die Stärkung der Produktivkräfte der alliierten Länder werden wir es ihnen 
leichter machen als zuvor, die Unterdrückungsversuche zu vereiteln, deren sich eine 
Nation in Zukunft wiederum schuldig machen könnte; so kämpfen wir, um den Frieden 
zu sichern. 
Jedermann weiß, welch? mächtige Waffe der Artikel 11 desFrankfurter Friedens für 
die ‚Deutschen war, dank den Spezialanwendungen, die es ihnen erlaubten, sich ihr zu 
entziehen, wenn dieselbe sie belästigte. Diese Klausel darf nicht wiederholt werden. 
Die Einstimmigkeit der Alliierten in dieser Beziehung, sogar Rußlands und Italiens, bei 
denen die Deutschen ihre bevorzugte Stellung wohl zu erhalten hofften, zeigt, in welchem 
Maße die Völker danach streben, von der auf ihnen lastenden wirtschaftlichen Herr- 
schaft befreit zu werden. ; 
Es soll Deutschland, durch. besondere Handelsvorschriften den Erzeugnissen der 
alllierten Länder verschlossen bleiben, wie z. B. den Früchten Italiens. (Italien produziert 
jährlich für frs, 250—300 Millionen Frühgemüse, Früchte und andere dem Verderben 
ausgesetzte Nahrungsmittel.) Werden die alten Absatzgebiete in feindlichem Land ver- 
schlossen, so sollen durch billige Durchfuhrtarife befreundete Märkte zugänglich gemacht 
werden. Wahrscheinlich wird Deutschland durch die jetzige Zwangslage veranlaßt 
werden, Nahrungsmitteln rückhaltslos die Grenzen zu öffnen. Rußland braucht aber 
sein Getreide nicht deutscher Volksernährung dienstbar zu machen. Industriealkohol 
bietet unbegrenzte Absatzmöglichkeiten. Der Krieg hat den Maschinenbetrieb in einer 
Weise erweitert, daß Benzin knapp geworden ist; Rußland kann uns statt dessen Alkohol 
für industrielle Zwecke liefern. 
Die freie Verfügung über die Rohstoffe ist ein wesentlicher Faktor der wirtschaft. 
lichen Macht einer Nation. Deutschland gebot über fremdes Erz, welches es auf seinem 
Gebiet verarbeitete, z. B. australisches Zink, Bauxit aus der Pro vence, Asbest aus Rußland 
oder Schottland. Die Alliierten sind heute entschlossen, diese für das Leben einer Nation 
wertvollen Stoffe den anderen nicht mehr zu überlassen. Der australische Ministerpräsi- 
dent Hughes hat mir erklärt, kein einziges Gramm Zink würde fürderhin aus Australien nach 
Deutschland ausgeführt werden, sollte dieser Staat auch zweimal so viel bezahlen als früher. 
Die Alliierten waren darum besorgt, Vorkehrungen zu treffen; um zu verhüten, 
daß ihre Industrien durch die Handelsmethoden des Deutschen Reichs, und. namentlich. 
das Dumping, Schaden leiden. Sie haben sich verpflichtet, während, eines durch sie zu 
bestimmenden Zeitabschnitts, die aus den feindlichen Ländern stammenden Waren einem 
Einfuhrverbot oder einer besonderen Regelung zu unterziehen, welche ihnen erlaubt, 
jeden Dumpingversuch erfolgreich zu bekämpfen. Dieses Einvernehmen (d. h. Schutz- 
zölle) ist um so notwendiger, als Deutschland jetzt schon auf seinem Gebiete bedeutende 
Vorräte von Waren aufgestapelt hat, die hauptsächlich aus Rohstoffen hergestellt sind, 
welche aus den von ihm besetzten Gegenden stammen. Man könnte schwerlich zulassen, 
daß kurz nach dem Kriege die deutschen Reiche ihren Devisenkurs dadurch höben, daß 
sie den Alliierten Waren verkauften, die aus deren eigenen Rohstoffen hergestellt wären. 
  
   
   
   
  
  
	        

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Der Handelskrieg von England, Frankreich Und Italien Gegen Deutschland Und Österreich-Ungarn. Carl Heymanns Verlag, 1917.
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