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Der Handelskrieg von England, Frankreich und Italien gegen Deutschland und Österreich-Ungarn

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Bibliographic data

fullscreen: Der Handelskrieg von England, Frankreich und Italien gegen Deutschland und Österreich-Ungarn

Monograph

Identifikator:
1047609576
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-77392
Document type:
Monograph
Author:
Curti, Arthur http://d-nb.info/gnd/1089578180
Title:
Der Handelskrieg von England, Frankreich und Italien gegen Deutschland und Österreich-Ungarn
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Carl Heymanns Verlag
Year of publication:
1917
Scope:
XII, 146 Seiten
Digitisation:
2019
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Teil. Die Pariser Wirtschaftskonferenz. 14. bis 16. Juni 1916
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Handelskrieg von England, Frankreich und Italien gegen Deutschland und Österreich-Ungarn
  • Title page
  • Contents
  • I. Teil. England
  • II. Teil. Frankreich
  • III. Teil Italien
  • IV. Teil. Die Pariser Wirtschaftskonferenz. 14. bis 16. Juni 1916
  • V. Teil. Deutschland
  • VI. Teil. Oesterreich-Ungarn
  • Index

Full text

  
  
130 IV. Teil. Die Pariser Wirtschaftskonferenz. 
energischeren Beschluß einer Protest kundgebung geführt. Der Protestwird wahrscheinlich. 
die Form einerenergischen Erklärung über den Nachteil, der den Amerikanern zugefügt 
wird, annehmen und in der Forderung enden, daß dieser Schaden nun endlich aufhören müsse, 
da die weitere Zufügung solcher Schäden alseine unfreundliche Haltung Englands betrachtet 
werden muß. Auch werden Wiedervergeltungsmaßregeln gesetzgeberischer Art verlangt. 
Der niederländische Gesandte nimmt sich energisch der Propaganda für die 
Neutralen an, da bereits ein niederländisches Dampfechiff sich geweigert hat, Connosse- 
mente von amerikanischen Firmen anzunehmen, die auf der schwarzen Liste stehen.“ 
Die „Morning Post‘ meldet aus Washington über die gleiche Angelegenheit, 
daß in offiziellen Kreisen die Auffassung von der absoluten Souveränität jeder Regierung 
bezüglich der Kontrolle über die Handlung ihrer Untertanen bestehe, und daß es dem 
Staate selbst zustehe zu verhindern, daß ihm, irgend, welcher Schaden zugefügt werde. 
Das Blatt sagt ebenfalls, daß die zu erwartende Note in scharfer Form. abgefaßt sein werde, 
umsomehr als der Präsident sich von den Deutsch-Amerikanern nicht den Vorwurf 
machen lassen könne, daß er ohne Widerspruch die Verletzung amerikanischer Rechte durch 
die Engländer gestatte. „Im Januar protestierte die amerikanische Regierung gegen die 
Anwendung der den Handel mit dem Feinde verbietenden Verfügungen auf amerikanische 
Bürger, wobei Herr Lansing die schweren Bedenken seiner Regierung, des Kongresses und 
der in den Vereinigten Staaten ansässigen Kaufleute äußerte. Die Regierung der Ver- 
einigten Staaten erwartet noch immer die Antwort der britischen Regierung auf diesen 
Protest, ferner auf den Protest gegen die Beschlagnahme der Post und die Antwort auf 
die letzte britische Blokadenote.“ 
Auch in den südamerikanischen Ländern hat die Erregung darüber, daß 
England Handelshäuser auf die schwarze Liste setzt, einen hohen Grad. erreicht. Aus 
Chile laufen vertrauliche Anfragen ein, wie sich die Ve reinigten Staaten zu stellen 
gedenken (21. Juli 1916). 
Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant“ schreibt am 24. Juli 1916: 
„Amerikas Widerstand gegen die schwarzen Listen ist allen Neutralen 
willkommen, die unter dem Handelskriege, wie er von den Alliierten geführt wird, leiden. 
Es ist für sie ein Glück, daß Amerika an seinem eigenen Leibe fühlt, was dieser Handelskrieg 
bedeutet. Dadurch wird die Aussicht nicht unwesentlich vergrößert, daß endlich auch 
gegen diese Form des Unrechte im Handelskriege ein kräftigsrer Ton angeschlagen wird.“* 
Aus Norwegen (Kristiania) wird vom 24, Juli 1916 gemeldet: 
„In diesen Tagen haben die englischen Behörden eine neue schwarze Liste aus- 
gegeben. In diese sind 15 neue norwegische Firmen aufgenommen worden, unter denen 
sich auch eine höchst angesehene Bank befindet. „Verdensgang‘“ schreibt, kein 
Mensch mit Kenntnis der norwegischen Verhältnisse könne einen Augenblick daran 
zweifeln, daß diese Bank nur völlig loyale Geschäfte getrieben habe, die die norwegischen 
Bürger allen englischen schwarzen Listen zum "Trotz fortzusetzen entschlossen seien. 
Dieses Beispiel zeige jedoch am besten, wie absurd das ganze englische Schwarzlisten- 
System sei. Nach Erörterung der Frage, ob sich die Neutralen an Amerika wenden 
sollen, damit unter seiner Leitung Repressalien genommen werden, schreibt das Blatt, 
es sei davon. überzeugt, daß der norwegische Geschäftsstand mit Freuden die Regierung 
stützen werde, wenn sie sich in dieser Aktion Amerika anschließe. Das Blatt teilt ferner 
mit, daß eine norwegische Firma, die seit ihrer Gründung jahrelang nur mit England 
Geschäfte gemacht habe, in die schwarze Liste gekommen sei. Nach weitläufigen Unter- 
suchungen sei lediglich festgestellt worden, daß in dem Namen dieser Firma ein deutscher 
Buchstabe ist. Das Blatt behauptet die Richtigkeit dieser Mitteilung.“ 
Nach einer‘ Nachricht vom 25. Juli 1916 erklärte im britischen Unterhaus 
der Vertreter der Regierung Lord Robert Cecil auf eine Anfrage, er habe die kritische 
Stimmung der amerikanischen Presse gegenüber der Veröffentlichung der feststehenden 
schwarzen ‚Listen feindlicher Firmen bemerkt. ‚Diese Stimmur z scheint ihm aber in 
hohem Maße auf einem Mißverständnis zu beruhen. Dieser Schritt der englischen Re 
  
  
 
	        

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Der Handelskrieg von England, Frankreich Und Italien Gegen Deutschland Und Österreich-Ungarn. Carl Heymanns Verlag, 1917.
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