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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

Full text: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Monograph

Identifikator:
1047609576
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-77392
Document type:
Monograph
Author:
Curti, Arthur http://d-nb.info/gnd/1089578180
Title:
Der Handelskrieg von England, Frankreich und Italien gegen Deutschland und Österreich-Ungarn
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Carl Heymanns Verlag
Year of publication:
1917
Scope:
XII, 146 Seiten
Digitisation:
2019
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Teil. England
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

Merkantilisti- 
sche Auf- 
fassung. 
Freihandels- 
richtung, 
Sozialismus, 
$ 2, 
Die Aufgaben des Staates in wirtschaftlicher Beziehung. 
Die Auffassung, welche Aufgaben dem Staate in betreff des wirt- 
schaftlichen Lebens zufallen, ist in den verschiedenen Zeiten je nach 
lem Kulturzustande, selbst in den Grundprinzipien sehr ungleich ge- 
vesen, und bis zur Gegenwart können wir fortdauernde Schwankungen 
Jarin beobachten. Das Merkantilsystem verlangte bekanntlich die 
weitgehendste Regelung der Volkswirtschaft durch den Staat, da man 
sie wie eine Art Kunstpflanze ansah, und schrieb der Staatsgewalt in 
Jieser Hinsicht Omnipotenz zu. Dies hatte für das siebzehnte und 
Jen Anfang des achtzehnten Jahrhunderts auch eine gewisse Berechti- 
zung, da sich bei den Vertretern der Staatsgewalt die höchste In- 
elligenz befand, und in ihrer Hand fast allein grössere Geldmittel 
zonzentriert waren. Schon die Physiokraten stellten sich in der 
Mitte des achtzehnten Jahrhunderts auf den entgegengesetzten Stand- 
aunkt und wollten dem Staate nur negative Aufgaben zuweisen, wie die 
Beseitigung aller Hemmnisse, um möglichste wirtschaftliche Freiheit zu 
arzielen, dann aber das Prinzip des „laisser faire, laisser passer“ zur 
Geltung zu bringen. Diese selbe Anschauung vertreten Adam Smith 
ınd seine Schule, die als Freihandelsschule oder Manchester- 
gartei bis in die siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts in der 
Wissenschaft wie in der Staatspraxis . mehr oder weniger massgebend 
zewesen ist. Seitdem ist auch hiergegen eine Reaktion eingetreten, 
ler zum Teil schon seit dem 18. Jahrhundert durch die extreme 
sozialistische Richtung vorgearbeitet war. Diese geht bekanntlich noch 
äber den Merkantilismus hinaus, indem sie verlangt, dass der Staat 
aicht nur die wirtschaftlichen, sondern auch die sozialen Verhältnisse 
zu regeln habe, um eine möglichste Gleichheit des Lebensgenusses zu 
erzielen. Aber auch von diesem Extrem abgesehen, werden in der 
neueren Zeit dem Staate wieder ungleich höhere Aufgaben vindiziert. 
Die Freihandelsrichtung hatte ihre hohe Bedeutung , ja sie war ihrer ersten 
Zeit unerlässlich, um mit dem Wust mittelalterlicher Schranken, der 
Knechtung der unteren Klassen und den polizeilichen Beschränkungen 
der individuellen Freiheit aufzuräumen. Wir verdanken ihr in der 
Hauptsache den wirtschaftlichen und sozialen Aufschwung des letzten 
Jahrhunderts. Aber sie beging den verhängnisvollen Fehler, zu meinen, 
dass mit der Beseitigung der alten Schranken das Ziel erreicht sei. 
Sie konnte es zunächst gar nicht beurteilen, was dies für Folgen haben 
würde, da es an der nötigen Erfahrung fehlte, und übersah daher, 
dass sich in dem Zustande wirtschaftlicher Freiheit neue Uebelstände 
entwickeln mussten, von denen man bisher keine Ahnung haben konnte. 
[hre Auffassung, dass sich in dem Zustande wirtschaftlicher Freiheit 
eine allgemeine Harmonie entwickeln würde, da sie annahm, dass 
zwischen dem Privat- und Gesamtinteresse ein Gegensatz nicht vor- 
handen sei, erwies sich als Falsch. Es entwickelte sich vielmehr ein 
allgemeiner Kampf um das Dasein, in dem der Schwächere der will- 
kürlichen Ausbeutung des Stärkeren verfiel und sich eine Anzahl 
Weniger auf Kosten der Gesamtheit zu bereichern vermochte. Es
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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