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Handbuch über die wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos und Persiens, sowie ihrer Nachbargebiete

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch über die wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos und Persiens, sowie ihrer Nachbargebiete

Monograph

Identifikator:
1688114769
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-105106
Document type:
Monograph
Editor:
Davis, Trietsch
Title:
Handbuch über die wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos und Persiens, sowie ihrer Nachbargebiete
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gea Verl.
Year of publication:
1910
Scope:
174 Seiten
Illustrationen
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Teil I. Marokko und seine Nachbargebiete: Algerien Tunesien Spanisch-Nordafrika
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Handbuch über die wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos und Persiens, sowie ihrer Nachbargebiete
  • Title page
  • Contents
  • Teil I. Marokko und seine Nachbargebiete: Algerien Tunesien Spanisch-Nordafrika
  • Teil II. Persien und seine Nachbargebiete Afghanistan-Belutschistan
  • Teil III. Tabellarium Kalender und Zeitvergleichung Vergleichende und Umrechnungs-Tabellen. Anhang Die Islamische Welt

Full text

35 Der Mineralreichtum Marokkos. 36 
sind reich, wie an anderen Metallen, so an diesem Edel- ! haltiger Kies kommt in der Gegend von Wessan vor, 
metall. Nach dem französischen Marokkoreisenden Abbe die Petroleum quellen bei Alkassar und in Riata 
Godard findet sich Silber auch in der grossen Ge- sind bekannt. Die fast überall in Marokko angetroffene 
birgspartie zwischen Tadla (halbwegs zwischen Marra- Walkererde übertrifft an Güte die berühmte Erde 
kesch und Fes) und dem Tafilelt. Ein englischer Inge- von Hampshire in England. 
nieur will es in allerneuester Zeit in der Umgegend von Salz ist sehr häufig. An der Küste wird es in 
Tetuan gefunden haben. Salinen gewonnen, anderwärts einfach dem Grunde 
An Kupfer ist Marokko besonders reich, man Cines salzhaltigen Sees entnommen. Auch findet sich 
trifit es an sehr vielen Stellen. Im Sus, wo es zutage Steinsalz, z. B. im Tafilelt und in Tadla. Es gibt in 
tritt, besteht eine Kupferindustrie. Die Bewohner fer. Marokko zahlreiche Flüsse, die salzhaltig sind, also auf 
tigen dort, wie auch im Gebiet von Udschda, wo die Salzlager hindeuten. In der Gegend von Fes hat Lenz 
gleichen Verhältnisse obwalten, kupferne Kessel und ine Reihe von ausgiebigen Minen besucht. 
anderes Hausgerät. 1846 vergab der Sultan Abder- Dagegen ist das Vorkommen von Kohle selten. 
rahman eine Kupfermine in der Gegend von Tetuan an Lenz fand Spuren bei Tetuan, glaubt aber nicht, dass 
einen Algerier Buderba, die er aber später für Sie abbaufähig seien. Nach seinem Dafürhalten soll 
40000 Fes. zuriückkaufte. Kohle im südlichen Atlas vorkommen, indessen ist 
Ebenso oft wie das Kupfer kommt das Eisen in wre nicht er a ein reicheres Vorkommen 
Marokko vor. Der Sus und das Rif sind die Haupt- N Dieser ta gel an Fohlen Wird wenn nicht. un 
an. SEE AE M Bent hast (late erwartete Funde gemacht werden, dem Minenbetrieb in 
1526), der von Seeräubern gefangen und dem Papste Marokko dieselben Schwierigkeiten bereiten, die in Al- 
Leo X geschenkt wurde, wonach er den Namen Lco gerien zu überwinden sind. Auch dort haben die sehr 
Afrıkanus‘ annahm, Kor nt Eisen auch in der Schauja reichen Bodenschätze nur allmählich ausgenutzt werden 
Vor. 1845. suchte ? der Eingeborene Mohammet Dukal können. In Marokko wie in Algerien spielen im Minen- 
die Konzession zur Ausbeutung eines Eisenlagers betrieb eine Rolle die Leichtigkeit des Transports des 
zwischen Rabat und Casablanca nach, sie wurde ihm °Wonnenen Produkts und die Möglichkeit, das Mine- 
jedoch vom Sultan verweigert. ) ral Ch nd N akt zu de De En 
z 5 x % möglich mittelst Holzfeuers, da Kohle fehlt. Dies be- 
nn Dagegen erhielt Dukal eine Konzession auf die Ge- inet aber, dass nur gewisse Metalle, die verhältnis- 
MADNUNS VON Antimon in der Gegend von Ceuta. mässig geringe Hitze brauchen, verhüttet werden 
Die Entwickelung seines Unternehmens blieb jedoch in können. Übrigens fehlt es in weiten Gebieten Ma 
den Anfängen stecken. Rohlfs fand das Metall im rokkos auch st Holz ; 
südlichen Atlas in grösseren, gediegenen Stücken. Auch . 
in den Riatabergen, in der Landschaft Tadla und ande- Was den heutigen Minenbetrieb in Marokko be- 
ren Gegenden ist sein Vorkommen festgestellt. trifft, so ist bekannt, dass im Gebiet der Beni bu Ifrur 
Zi nk soll im Dschebel Bani südlich vom Sus 8°- nach Beendigung des spanischen Krieges gegen die 
Funden sein. Ein Vorkommen von Zinn ist bisher Rifbewohner die Minenarbeiten neuerdings in grösse- 
nicht bekannt. en rem Umfange aufgenommen wurden. Eine Anzahl 
Blei weist der bereits genannte Hügel Kudiet auf, kleinerer Forts mit Besatzungen von 20—160 Mann 
der auch Silber und Kupfer führt. In den Riatabergen werden dort von den Spaniern zum Schutze der Minen 
wird Blei verarbeitet. In Verbindung mit Antimon tritt gebaut. Auf der Halbinsel Tres Forkas sind die 
es nach Lenz in dem Wüstengebiet zwischen Figig und Minenarbeiten am 9. März d. Js. in Angriff genommen 
Tafilelt auf, ausserdem in manchen anderen Gegenden worden. Auch über den Minenbetrieb der Franzosen 
Marokkos. im Gebiet von Udschda sind mehrfache Nachrichten in 
Schwefelund Salpeter, Gips und Ton ‚ die Öffentlichkeit gedrungen. Hoffentlich wird man 
Porphyr, Marmor und Bausteine aller Art bald auch etwas von deutschem Minenbetrieb in Ma- 
lehlen nicht unter den Mineralien Marokkos. Arsenik- _rokko hören.
	        

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Handbuch Über Die Wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos Und Persiens, Sowie Ihrer Nachbargebiete. Gea Verl., 1910.
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