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Handbuch über die wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos und Persiens, sowie ihrer Nachbargebiete

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch über die wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos und Persiens, sowie ihrer Nachbargebiete

Monograph

Identifikator:
1688114769
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-105106
Document type:
Monograph
Editor:
Davis, Trietsch
Title:
Handbuch über die wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos und Persiens, sowie ihrer Nachbargebiete
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gea Verl.
Year of publication:
1910
Scope:
174 Seiten
Illustrationen
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Teil II. Persien und seine Nachbargebiete Afghanistan-Belutschistan
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Handbuch über die wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos und Persiens, sowie ihrer Nachbargebiete
  • Title page
  • Contents
  • Teil I. Marokko und seine Nachbargebiete: Algerien Tunesien Spanisch-Nordafrika
  • Teil II. Persien und seine Nachbargebiete Afghanistan-Belutschistan
  • Teil III. Tabellarium Kalender und Zeitvergleichung Vergleichende und Umrechnungs-Tabellen. Anhang Die Islamische Welt

Full text

89 Persien. 90 
drei ersten Khalifen bestreiten und an ihrer Stelle die Von den ca. 10 Millionen Einwohnern Persiens 
zwölf Imams verehren. Ausserhalb Persiens, das an- sind hiernach etwa: 
nähernd 9 Millionen Schiiten zählt, gibt es etwa nur 8 700 000 schiitische Muhammedaner 
noch 2 Millionen dieser Sekte, (etwa 1300 000 in Vor- 870 000 sunnitische 5 ” 
derindien und etwa 600000 in Afghanistan und Be- 300 000 babistische % 5 
lutschistan). 50 000 Armenier 
Die annähernd 900 000 sunnitischen Moslems Per- 40 000 Juden 
siens sind meist unter den Türken, Arabern und Be- 30 000 Nestorianer 
lutschen des Landes zu finden. 10000 Parsen 
Der früher sehr scharfe Gegensatz zwischen bei- 
den Riten scheint in letzter Zeit sich zu mildern. Sprachen. 
Die verhältnismässig junge Sekte der Babisten, die N N . 
aus der schitischen Sekte der Scheikhs hervorgegangen _ Hauptsprache ist das Persische (Farsi). In 
ist, umfasst etwa 300000 Anhänger in Persien. Die Weitaus dem grössten Teil des Landes ist es die einzig 
Angaben, die von drei Millionen oder noch mehr gebräuchliche Sprache, aber auch in den Gebieten mit 
persischen Babisten und ähnlichen Ziffern von anderen anderer Umgangssprache kommt man mit Persisch 
islamischen Ländern sprechen, sind nicht ernst zu durch. : 
nehmen. Das Persische — wenigstens die Verkehrssprache 
Das Christentum umfasst in Persien nur die Ar- N GAR leicht die ER die Orammatik jest ebenso 
menier und Nestorianer mit insgesamt ‚höchstens 80 000 nn T N UELI ee ir en Aserbeidschan gesprochen 
Seelen. Katholische und protestantische Missionen CE ; . 
x « x x und ist im weiteren Nordosten des Landes verbreitet. 
unterhalten einige Stationen in den Hauptplätzen. Auch Arabisch spricht man in Arabisfan: und. in 
russische Kirchen gibt es in den grösseren Städten den Hälen des P P h S If 
der russischen Einfluss-Sphäre. ER LEEH ARS NErSISEHEn ORS, ES g 
Die eigentlichen Perser sind Arier, zu denen A Mae hir a 
ih h ln die Kurd 675 000 a von untergeordneter Bedeutung. — Die Armenier 
Dre 50000) 9 Ha . a Sn N ( % ) un sprechen ihre eigene Sprache nur untereinander, im 
uren ( ) der Hauptsache nach zu zählen sind. übrigen die Sprache der umgebenden Bevölkerung. 
Den Turko-Tataren sind die Turkmenen Chorassans Von europäisch Ss . 
an e päischen Sprachen ist das 
und die Türken Aserbeidschans (720 000) zuzurechnen. Französische am verbreitetsten (besonders wiegt es in 
Die Araber (Arabistan ad Golfküste) zählen ca. Teheran vor). Im Norden hat das Russische, im Süden 
260 000, die Afghanen etwa 7% Million, die Belutschen __ pesonders in den Golf-Häfen — hat das Englische 
(hauptsächlich an der persischen Mekran-Küste) 20 000. einige Verbreitung. — Die deutsche Sprache hat erst 
Ueber das ganze Land verstreut finden sich Zigeuner ‚4 der kürzlichen Gründung der deutschen Schule in 
(60 000), Armenier (50 000) und Juden (40 000). Teheran Eingang in Persien gefunden. 
Ein besonderes Interesse verdienen die Juden, 
die einen grossen Teil des Handels in Händen Kli 
haben und durch die ihnen seitens der Schulen der 3m8, 
„Alliance Israelite“ vermittelte Kenntnis der fran- Das Küstengebiet am persischen Golf ist sehr 
zösischen Sprache auch für den Handel mit heiss und zum Teil sehr ungesund, im Innern 
dem Ausland wesentlich in Betracht kommen. Es gibt des Landes herrscht kontinentales Klima mit heissen 
in Persien etwa 40 000 Juden, die meist in den Städten Sommern und kurzen Wintern, während die Gebiete am 
leben. Die grösste Gemeinde ist in Hamadan (8000, _Kaspischen Meer sich durch gleichmässige Wärme und 
nach anderen noch wesentlich mehr); in Teheran, Is- reichliche Niederschläge auszeichnen. 
pahan und Schiras leben je etwa 6000. — Die er- Durchschnitts- Temperaturen: 
wähnten Schulen der Alliance Israelite befinden sich Jahr Januar Juli 
ausser in diesen vier Städten noch in Kirmanschah und Teheran. 15,7 +2 - 26,3 
Senneh (Kurdistan). Die Zahl der Schüler beträgt ins- Schiras 16,7 — 28,3 
gesamt annähernd 2500. Ueber das Schulwerk hinaus Ispahan 15,22 —2 27,8 
hat die Tätigkeit der Alliance für die persischen Juden Buschehr 23,1‘ 13,9 31,5 
noch den grossen Wert, dass die Schulleiter (ähnlich Ein besonders gutes Klima, auch für Europäer, 
wie in Marokko und anderwärts) die Interessen ihrer zeigen die Provinzen Aserbeidschan, Jesd und Kir- 
noch sehr unterdrückten Glaubensgenossen den Behör- man, Chorassan und Asterabad. Ungünstig sind 
den gegenüber vertreten, wobei sie sich nötigenfalls der auch das persische Küstengebiet des Kaspischen Meeres 
Vermittlung der französischen Gesandtschait bedienen. und die Provinz Seistan.
	        

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Handbuch Über Die Wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos Und Persiens, Sowie Ihrer Nachbargebiete. Gea Verl., 1910.
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