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Handbuch über die wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos und Persiens, sowie ihrer Nachbargebiete

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch über die wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos und Persiens, sowie ihrer Nachbargebiete

Monograph

Identifikator:
1688114769
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-105106
Document type:
Monograph
Editor:
Davis, Trietsch
Title:
Handbuch über die wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos und Persiens, sowie ihrer Nachbargebiete
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gea Verl.
Year of publication:
1910
Scope:
174 Seiten
Illustrationen
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Teil II. Persien und seine Nachbargebiete Afghanistan-Belutschistan
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Handbuch über die wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos und Persiens, sowie ihrer Nachbargebiete
  • Title page
  • Contents
  • Teil I. Marokko und seine Nachbargebiete: Algerien Tunesien Spanisch-Nordafrika
  • Teil II. Persien und seine Nachbargebiete Afghanistan-Belutschistan
  • Teil III. Tabellarium Kalender und Zeitvergleichung Vergleichende und Umrechnungs-Tabellen. Anhang Die Islamische Welt

Full text

91 Persien. =. 
Armee, Von fremden Silbermünzen sind im Umlauf: 
Das Heerwesen ist in einer völligen Neubildung Russische Rubel (auch PB apier) im Norden und 
begriffen, die von einer zwanziggliedrigen Kommission Indische Rupien (im Süden). 
vorbereitet wird. Von fremden Goldmünzen (die nach dem Metall- 
Zur Zeit der letzten Reorganisation (August 1907) wert angenommen werden) sind meist französische und 
wurde eine 1!%—2jährige Dienstzeit im allgemeinen für englische im Verkehr. 
ausreichend gehalten. Es bestanden 4 Divisionen, deren — 
Befehlshaber (Serdar = Marschall) dem Schah direkt Zölle und Steuern. 
verantwortlich waren. Zollwesen. 
Die offiziellen Angaben pro 1908 rechneten mit Persien gehört zu den wenigen Ländern, die in der 
einer Kriegsstärke von über 90000 Mann (wovon In- Normierung ihrer Zollsätze auf das Einverständnis der 
fanterie ca. 64000, Artillerie über 5000, Greuzwachen interessierten europäischen Mächte abhängig sind. Der 
und Kamelreiter über 5000, irreguläre Kavallerie ein- gegenwärtige Zustand ist der, dass bei Einfuhr und 
schliesslich der Leibwache ca. 15000 Mann). Ausfuhr ein Zoll von 5% ohne Unterschied der Waren- 
Flotte gattung erhoben wird. 
Die persische Flolie besicht zur Yet alle: Früher gab es auch einen Inlandszoll, der aber 
ie pe : it bgeschaflt ist. 
1 Schraubendampfer „Persepolis“ von 600 Tonnen und = N ne n ABS 
Us AR DSMeH N aa A 4 Geschützen Bei der vorwiegend_ landwirtschaftlichen Beschäfti- 
1 Polizeiboot „Susa“ für den Flussdienst (auf dem UNng der Bevölkerung sind die diesem Berufe auferleg- 
Karun 1884 in Bremerhaven gebaut). ten Steuern bei weitem die wichtigsten. Die offizielle 
}: alle Belgische Dampfyacht „Muzaffari“, mit zwei Abgabe beträgt ein Fünftel des Ertrages, in Wirk- 
Hotchkiss-Kanonen — im” Jahre 1903 angekauft. lichkeit aber dürfte seitens der Steuererheber im Durch- 
5 Polizeiboote (von je 75 Pferdestärken und je einem Schnitt ein volles Drittel eingetrieben werden. 
französischen Maschinengeschütz) für den Steuer- P S 
dienst im Persischen Golfe. — “In Bombay 1906 ost und Telegraph. 
gebaut — Kosten ä £ 4000. „Persien gehört zum Weltpostverein. Im Inlands- 
Münzwesen. dienst kostet ein Brief von 2 Miskal Gewicht (9,2 8) 
Die Grundlage der persischen Münzwährung ist © Schahi (ca. 13 Pfg.). Bei Vebergewicht 3 Schahi 
der Kran, ein Silberstück von der ungefähren Grösse ad Ye DE Se 2 0 Mi g TH 
eines Franc, dessen Wert (mit dem Sülberpreis) starken P AM DrO iskal (46 g). 
Schwankungen unterworfen ist. Postpakete kosten je nach der Entfernung zehn 
Zur Zeit gilt der Kran —,37 Mk. (1 Kran hat Schahi bis 3 Kran pro 100 Miskal (die Wertversiche- 
20 Schahi) ) rung beträgt 1 bis 1% % je nach Distanz). 
Es ibt folgende Münzen: Postämter (im ganzen 140) gibt es in den meisten 
Gold S ü ke (selten im Umlauf) bedeutenderen Ortschaften. Annahme und Auslieferung 
1. Toman — 10 Kıan der Briefschaften vollziehen sich in den grösseren 
% N Tom an = 5 % Plätzen täglich, an anderen Orten an den Posttagen. 
2 DR ” . . ne . 
deren Wert aber 10 und 5 Francs (entsprechend dem Nach den wichtigeren Städten geht die Post von 
Goldwerdt) beträgt und von den Wertschwankungen Teheran zweimal wöchentlich. Teheran, Mesched, Is- 
des persischen Silbergeldes nicht abhängt. fahan und Rescht haben auch eine Lokal-Post. 
Silberstücke Wert in Die Post wird mittels Pferden, auf den fahrbaren 
M. Kron. Fres. Sh d Strassen auch mit Postkarren befördert. 
5-Kran 1,85 || 2,18 2,31 L 110,7 Das Porto nach Ländern des Weltpostvereins be- 
Tr —,714 —87 || —,92 | — 8,7 trägt: 13 Schahi per Brief, 
A „ (20 Schahi) —,37 —,43 || _46 — 4,4 OÖ » Postkarte, 
 » (10 Schahi) —,18 —22 |_28 2,2 SE » 50 g Drucksachen, 
A » © Schahi) —,09 —,11 —,11 1 —1I 1,1 13 Einschreibegebühr. 
Kupferstücke Es ist also hier auch bei den persischen Post- 
4: Schahi 08 209 HE ämtern nicht der nominelle, resp. inländische, sondern 
2 MM 4 u) 05 der allgemeine Wert der persischen Geldsorten zu- 
1 08 — 02 N — 02 . grunde gelegt. (Ein Schahi offiziell ca. 5 Centimes, 
% 2 APPD —01 —,01 !!—,01 —. de facto = ca. 2 Centimes.)
	        

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Handbuch Über Die Wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos Und Persiens, Sowie Ihrer Nachbargebiete. Gea Verl., 1910.
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