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Handbuch über die wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos und Persiens, sowie ihrer Nachbargebiete

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch über die wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos und Persiens, sowie ihrer Nachbargebiete

Monograph

Identifikator:
1688114769
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-105106
Document type:
Monograph
Editor:
Davis, Trietsch
Title:
Handbuch über die wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos und Persiens, sowie ihrer Nachbargebiete
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gea Verl.
Year of publication:
1910
Scope:
174 Seiten
Illustrationen
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Teil II. Persien und seine Nachbargebiete Afghanistan-Belutschistan
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Handbuch über die wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos und Persiens, sowie ihrer Nachbargebiete
  • Title page
  • Contents
  • Teil I. Marokko und seine Nachbargebiete: Algerien Tunesien Spanisch-Nordafrika
  • Teil II. Persien und seine Nachbargebiete Afghanistan-Belutschistan
  • Teil III. Tabellarium Kalender und Zeitvergleichung Vergleichende und Umrechnungs-Tabellen. Anhang Die Islamische Welt

Full text

113 Die bedeutenderen Gewerbezweige Persiens. 114 
Die bedeutenderen Gewerbezweige Persiens*). 
In Persien waren im Mittelalter die Gewerbe und Mit Ausnahme der kurdischen Teppiche sind 
namentlich das Kunstgewerbe vornehmlich durch Schah die Perser-Teppiche fast durchgängig ganz kurz 
Abbas den Grossen zu einer bedeutenden Blüte ge- geschoren und zeichnen sich im allgemeinen durch 
bracht worden. Aber bereits im vorigen Jahrhundert eine feine, feste Knüpfung aus. Im Gegensatze zum 
jand ein starker Rückgang, teils infolge der Abnahme türkischen Teppich wird der persische zumeist auf 
des allgemeinen Wohlstandes, teils aus anderen Grün- einer Baumwollkette (statt Wollkette) geknüpft. 
den statt. Ausnahmslos haben die Gewerbe seitdem Nur in einigen Gegenden, so in Kurdistan und Schiras 
an Umfang und Güte eingebüsst und das Kunsthand- (Fars) wird überwiegend auf Wollketten geknüpft. Man 
werk ist mit Ausnahme der auch stark degenerierten kann wohl die allgemeine Regel aufstellen, dass die 
und teilweise zur Exportindustrie ausgearteten Teppich- von sesshaften Knüpfern gefertigten Teppiche durch- 
knüpferei fast ganz in Verfall geraten. Da ausserdem schnittlich auf Baumwollketten, die von Nomaden über- 
viele persische Kunstschätze nach dem Auslande ge- wiegend auf Wollketten gearbeitet sind. Während 
langt sind, so fehlt es den Persern häufig an geeig- die Nomaden ihre Teppiche meistens auf dem Boden 
neten Vorbildern zur Weiterentwickelung ihrer Ge- knüpfen und sich nur vereinzelt des aufrecht- 
werbe. stehenden Rahmens bedienen, wird dieser von 
Die vornehmsten Erzeugnisse persischen Gewerbe- dem sesshaften Gewerbe fast ausschliesslich benutzt. 
fleisses waren von jeher die Produkte der Teppich- Bei dem sesshaften Teppichgewerbe muss man auch 
knüpferei, der Kunstweberei, Lackmalereien, Metall- wiederum zwei Kategorien unterscheiden, und zwar das 
arbeiten usw. Von allem diesen ist aber in auch nur Hausgewerbe (Heimarbeit) und den Werkstättenbetrieb. 
annähernder Güte und künstlerischer Ausführung heut- Die Heimarbeit wird im ganzen Lande fast aus- 
zutage nichts mehr zu finden. An der verhältnis- schliesslich von Frauen ausgeübt; ebenso wie bei 
mässigen Minderwertigkeit der neuen kunst- den Nomaden nur Frauen knüpfen. In der Werkstätten- 
gewerblichen Erzeugnisse, zum Beispiel der Tep- arbeit wird aber mit wenigen Ausnahmen die Arbeit 
piche, sind aber nicht nur die Perser, die, wenn von Knaben und Männern verrichtet, wie zum Bei- 
Sie in der materiellen Lage sind, sich noch am ehesten Spiel in ganz Chorassan, Kirman und Aserbeidschan; 
bereit zeigen, einen dem Arbeits- und Kunstwert an- Sultanabad aber, der Sitz des ursprünglich 
gemessenen Preis anzulegen, sondern vor allen Dingen Schweizerischen, seit langen Jahren in englische Hände 
die europäischen und amerikanischen Verbraucher übergegangenen weltberühmten Teppichunternehmens 
dieser Erzeugnisse schuld. Mit Ausnahme letzterer, der Firma Ziegler & Co., macht eine Ausnahme, Dort 
die ebenfalls hohe Preise zahlen, wird von den Auf- werden auch, allerdings in getrennten, in Privathäusern 
traggebern besonders auf Billigkeit gesehen und befindlichen Werkstätten, Frauen und Mädchen be- 
werden dem jeweiligen Geschmack ihres eigenen Mark- Schältigt. | : . 
tes entsprechende Muster, die häufig viel mehr Die Preise der Teppiche sind ganz verschieden, 
europäischen als orientalischen Cha- Die billigste Ware wird wohl in Kurdistan, Luristan 
rakter aufweisen, vorgeschrieben. und auch in Sultanabad hergestellt. Die besten und 
teuersten Stücke kommen N DCRO ascha TE ‚Ki N man 
i 3 G : und Duruksch in Süd-Chorassan, aber auch Tä- 
Die Toppichknüpferei. bris liefert seit einigen Jahren vorzügliche Qualitäten. 
Obwohl fast nirgends fabrikmässig, ist doch die Die Preise schwanken je nach dem Absatz und der 
im ganzen Lande verbreitete Teppichknüpferei Güte ganz beträchtlich. Es finden sich Stücke bis zu 
beinahe überall dazu übergegangen, für den Export 300 Mk. pro Quadratmeter. Man findet aber auch be- 
zu arbeiten. Die wichtigsten Teppichgebiete sind: reits haltbare und solide Ware zu 10 Mk. pro Qua- 
Chorassan, Aserbeidschan, Ferghana dratmeter. Gerade bei den Preisen der besseren Ware 
mit. Sultan Abbas, Kaschan, Kirman, spielt. die Aufnahmefähigkeit der Märkte eine grosse 
Fars und Kurdistan. Rolle. Zur Zeit der wirtschaftlichen Krisis in 
Amerika blieb dieser beste Käufer guter, persischer 
*) Nach deutsch-amtlichen Materialien. Teppiche aus, und die Folge davon war, dass die
	        

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Handbuch Über Die Wirtschaftlichen Verhältnisse Marokkos Und Persiens, Sowie Ihrer Nachbargebiete. Gea Verl., 1910.
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