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Probleme der Wirtschaftsgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Probleme der Wirtschaftsgeschichte

Monograph

Identifikator:
1689561912
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-101785
Document type:
Monograph
Author:
Below, Georg von http://d-nb.info/gnd/118658085
Title:
Probleme der Wirtschaftsgeschichte
Edition:
2., photomechanisch gedr. und durch ein ausführliches Vorw. erg. Aufl
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Mohr
Year of publication:
1926
Scope:
XXIV, 710 S
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IX. Die älteste deutsche Steuer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Probleme der Wirtschaftsgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • I. Das kurze Leben einer viel genannten Theorie über die Lehre vom Ureigentum
  • II. Die Haupttatsachen der älteren deutschen Agrargeschichte
  • III. Die Fürsorge des Staates für die Landwirtschaft einer Errungenschaft der Neuzeit
  • IV. Über Theorien der wirtschaftlichen Entwicklung der Völker, mit besonderer Rücksicht auf die Stadtwirtschaft des deutschen Mittelalters
  • V. Die Motive der Zunftbildung im deutschen Mittelalter
  • VI. Großhändler und Kleinhändler im deutschen Mittelalter
  • VII. Die Entstehung des modernen Kapitalismus
  • VIII. Der Untergang der mittelalterlichen Stadtwirtschaft (über den Begriff der Territorialwirtschaft)
  • IX. Die älteste deutsche Steuer
  • Autorenregister
  • Sachregister

Full text

64.' IN. Die älteste deutsche Steuer. 
Verpächter die Bede zu zahlen habe. Ähnlich ferner wie es von 
der Wirkung der Deklarierung des Zehnten zu einer kirchlichen 
Zwangsabgabe im 8. Jahrhundert berichtet wird, hören wir, 
daß im Jahr 1274 viele Untertanen des Bischofs von Straßburg 
auswandern, weil er die Bede erhöht; der Pfahlbürger, die 
sich der territorialen Steuerpflicht durch den Erwerb eines städ- 
tischen Bürgerrechts entziehen wollen, haben wir schon gedacht. 
Und von der Bede haben wir namentlich auch festzustellen, 
daß sie sich sogleich im Haushalt der damaligen Landesherren 
einen großen Raum erobert. Karser Friedrich II. als Landes- 
herr des unmittelbar königlichen Gebiets konnte in dessen Bede- 
ertrag geradezu das Rückgrat der Reichsfinanzverwaltung 
sehen!). Wenn man hierzu einschränkend bemerken darf, daß 
das Reichsgut sich jetßt schon überwiegend aus Städten zusammen- 
sezte, der ländliche Grundbesitz schon stark abgenommen hatte, 
so liefern doch auch Territorien, in denen die Städte gar nicht 
überwiegen, den Beweis für eine starke Stellung der Bede 
im landesherrlichen Haushalt?). Und wie es sich in den einzelnen 
Territorien mit dem zahlenmäßigen Verhältnis zwischen dem 
Ertrag der Bede und dem anderer Einnahmen verhalten mag, 
noch im 16. Jahrhundert ist die normale Einnahme des Landes- 
herrn die Bede?). 
1) Niese, Reichsgut S. 113 ff. Vgl. Heldmann, Histor. Viertel- 
jahrschrift 1900, S. 535; Dopsch, a. a. O. 
2) Die landesfürstlichen Urbare Nieder- u. Oberösterreichs, hera. 
v. Dopsch, S. CCORAII ff. Ebenda S. CCORRVI] und in den Deutschen 
Gesschichtsblättern 1905, S. 160 f. wendet D. sich gegen die Meinung Al. 
Schultes von einem Gegensatz zwischen Österreich und Südwestdeutsch- 
land hinsichtlich der Bede. Urbare der Steiermark, hera. v. Dopsch u. 
Mell, S. LAI u. CXIX. Ztschr. f. Sozw. 1911, S. 637 f. D.L.Z. 1912, 
Sp. 121 ff. GGA. 1914, S. 177 ff. Werunsky, Österreichische Reichs- 
und Rechtsgesch. S. 133 A. 1. Savigny-Ztschr. 26, S. 321. 
3) Durchaus abzuweisen ist die noch oft begegnende Behauptung 
(D.L.Z. 1910, Nr. 46, Sp. 2925), daß für das deutsche Königtum wie 
für die Territorialherren im Mittelalter und noch lange hinaus der 
Grundbesitz die Hauptquelle der Einkünfte bildet. Über das Ver- 
hältnis der verschiedenen Einnahmeguellen zu einander in den 
spätern Jahrhunderten s. m. ldstds. Verf. III, 2, S. 146 f. 
I4G
	        

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Probleme Der Wirtschaftsgeschichte. Mohr, 1926.
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