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Das Ich und der Staat

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Bibliographic data

fullscreen: Das Ich und der Staat

Monograph

Identifikator:
1689849630
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-100544
Document type:
Monograph
Author:
Harms, Paul http://d-nb.info/gnd/116483091
Title:
Das Ich und der Staat
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag Quelle & Meyer
Year of publication:
1926
Scope:
XII, 128 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
VI. Deutsche Diesseits-Religion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Ich und der Staat
  • Title page
  • Contents
  • I. Das staatlose Ich
  • II. Das Ich in staatlicher Erziehung
  • III. Zwischen Schulpflicht und Bürgerpflicht
  • IV. Das Ich als Massenteichen
  • V. Überstaatliche Bindungen des Ichs
  • VI. Deutsche Diesseits-Religion

Full text

114 VI. Deutsche Diesseitsreligion 
sie zu erkennen vermag, scheint es diese zu sein: dem Masssenteilchen 
Ich die Möglichkeit zu geben, wie allein es ~ heut und unter den 
gegebenen Umständen ~ für die Menschheit wirken kann. 
Das deutsche Ich, wenn es politisch denkt, pflegt entweder zu 
eng oder zu weit zu denken. Sein Denken endet entweder an den 
Grenzzäunen der Partei + oder es schweift bis ans Ende der Welt. 
Der Deutsche, der sich politisch betätigt, hält entweder „„die Fahne 
irgendeines Programms hoch“ oder er fühlt sich verpflichtet, ,die 
Menschheit“ irgendwie zu beglücken. Schlicht und einfach etwas zu 
tun, nur um dem Staate der Deutschen zu dienen, um ihm gegen- 
über eine selbstverständliche Pflicht zu erfüllen, das verursacht 
manchen Deutschen geradezu ein körperliches Unbehagen. 
Und doch ist dem Ich, so wie die Welt und die Menschheit in 
ihr sich entwickelt haben, gar keine Möglichkeit gegeben, für die 
Menschheit anders zu wirken als durch das Mittel seines Volkes 
und der Lebensform, die dies Volk sich geschaffen hat. Der Apostel 
Paulus, der die Eroberung eines ansehnlichen Weltausschnittes durch 
das Christentum siegreich eingeleitet hat, konnte zu zahlreichen Völ- 
kern reden, nicht nur, weil das Verkehrsgriechisch, das ihm ge- 
läufig war, um das ganze östliche Mittelmeer herum und bis tief 
in seinen westlichen Teil hinein verstanden wurdez sondern mehr 
noch, weil die Lebensform des Römerreiches für all diese Völker 
gleiche oder verwandte politische, wirtschaftliche und gesellige Lebens- 
bedingungen geschaffen hatte. Und was für ein bescheidener Bruch- 
teil der Menschheit war es schließlich doch, der sich auf diese Weise 
erfassen ließ! 
Wer die englische Sprache beherrscht, müßte heut in ganz 
anderm Umfang „,, für die Menschheit‘““ wirken können, wenn ~ 
die Einwirkung nur von der Persönlichkeit des wirkenden Ichs und 
der Möglichkeit, verstanden zu werden, abhinge. Aber auch die eng- 
lisch sprechende Welt ist durchzogen von Scheidewänden, an denen 
nicht selten die ganze Wirkungsmöglichkeit abprallt ~ wofern nicht 
hinter der einwirkenden Ich-Persönlichkeit eine volle, gleichgestimmte, 
staatliche Volks-Persönlichkeit steht. Auch Lloyd George hätte durch 
seine große Propaganda-Reise den Stimmungsumschwung in Ame- 
rika nicht so erfolgreich vorwärtstreiben können, wenn der Stim- 
mungsumschwung in Großbritannien nicht vorangegangen wäre.
	        

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Das Ich Und Der Staat. Verlag Quelle & Meyer, 1926.
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